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ASALM

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Zeichnerische Darstellung der ASALM

Die Martin Marietta ASALM (Advanced Strategic Air-Launched Missile) war ein strategischer „Luft-Boden“-Marschflugkörper, der als Nachfolger der AGM-69 SRAM der USAF geplant war. Die Entwicklung begann 1976, das Testprogramm lief von 1979 bis 1980, bevor das Projekt abgebrochen wurde.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ASALM-Rakete hatte bei einer Startmasse von etwa 1200 kg und einer Länge von 4,25 Metern annähernd identische Abmessungen zur SRAM und sollte mit deren Startvorrichtungen von einer Rockwell B-1 oder General Dynamics F-111 gestartet werden. Die ASALM wurde als Lifting Body entwickelt, hatte zwei Seitenleitwerke und zwei Flossen. Sie sollte mit einem kombinierten Triebwerk der Marquardt-Corporation ausgestattet werden. Nach dem Abwurf folgte eine kurze antriebslose Phase. Erst in sicherem Abstand zum Flugzeug zündete das Feststoffbooster-Raketentriebwerk, das den Flugkörper auf etwa Mach 2 beschleunigte. Danach wurde es abgetrennt und das Flüssigstoffstaustrahltriebwerk zündete. Es beschleunigte die Rakete auf Mach 4–4,5 Marschgeschwindigkeit. Das Trägheitsnavigationssystem führte die ASALM in 12 bis 30 km Höhe zum Ziel. Die Reichweite bei optimalen Bedingungen betrug etwa 500 km. Beim Endanflug aktivierte sich das Bordradar, das das beim Zielanflug aufgenommene Radarbild mit einer digital gespeicherten Radarsignatur verglich. Steuerungskorrekturen führten zu einer Treffgenauigkeit von ein paar Dutzend Metern und damit zehnmal genauer als die der SRAM. Dieses Steuerungsprinzip wurde auch für MGM-31B „Pershing II“ verwendet. Als Sprengkopf war der für die SRAM entwickelte thermonukleare Sprengkopf W-69 mit einer Sprengkraft von 200 Kilotonnen vorgesehen.

Die ASALM wurde nicht gebaut, eine verkleinerte Version absolvierte von Oktober 1979 bis Mai 1980 sieben Teststarts. Bereits 1979 wurde in der Sowjetunion das S-300P-Luftabwehrsystem in Dienst gestellt, womit die ASALM überflüssig wurde. 1980 wurde das Programm abgebrochen. Folgende strategische und taktische US-Marschflugkörper flogen im Tiefflug. Darüber hinaus hatte der Entwickler der ASALM technische Probleme. So wurde später vergeblich versucht, auf Grundlage der ASALM einen Zieldarstellungsflugkörper AQM-127 SLAT zu entwickeln,[1] um sowjetische überschallschnelle, tieffliegende Seezielflugkörper zu simulieren. Schließlich wurden dafür unter der Bezeichnung MA-31 die sowjetische Ch-31 kopiert.

Sowjetische Reaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das sowjetische Verteidigungsministerium wurde über das Programm ASALM informiert, ihre Reichweite mit 600–800 km allerdings überschätzt, sowie eine zusätzliche Mach-2-Tiefflugfähigkeit vermutet.[2] Nicht nur die S-300P, sondern eine modernisierte Version der S-200, S-200D Dubna mit der Lenkwaffe W-880M, hätte die ASALM als Standardziel bekämpfen können.[3] Außerdem wurde als weitere Gegenmaßnahme das Kurzstrecken-Flugabwehrsystems 75T6 Igarka mit der 45N6-Lenkwaffe entwickelt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert C. Aldridge: First Strike!: The Pentagon’s Strategy for Nuclear War, Verlag South End Press, 1983, ISBN 978-0-89608-154-3, S. 150–151 [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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