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Arzneimittelskandal

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Als Arzneimittelskandal (auch: Pharmaskandal) wird ein Aufsehen erregendes Ärgernis im Zusammenhang mit der Entwicklung, Vermarktung oder Anwendung von Arzneimitteln. Gebraucht wird der Begriff Skandal bezeichnet - hauptsächlich, wenn unter der breiten therapeutischen Anwendung das Bekanntwerden schwerster Nebenwirkungen, meist mit Todesfolge, zur Rücknahme von Medikamenten führt, die bei Einhaltung der vorhandenen Standards in der Regel vermeidbar gewesen wären.

Bekannte Fälle waren:[1]

Siehe auch weitere Beispiele für Marktrücknahmen wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen.

Heute schreibt die Gesetzgebung der meisten Länder die systematische Sammlung und Auswertung von Zwischenfällen vor, die bei einer breiten Anwendung eines Arzneimittels bekannt werden (Pharmakovigilanz).
Auch bereits vor der Vermarktung kann es im Rahmen der Entwicklung zu verheerenden Nebenwirkungen kommen, wie der Fall um den monoklonalen Antikörper TGN1412 zeigt, dessen Entwicklung zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten 2006 dadurch abrupt endete („TeGenero-Arzneimittelskandal“).

Arzneimittelskandale entstehen auch durch Arzneimittelfälschung, wie etwa der Heparin-Skandal im Jahr 2008, wo der Wirkstoff von gerinnungshemmenden Medikamenten mit einem minderwertigen, billigeren Stoff gestreckt wurde. Ein anderer Fall wissentlich unsachgemäßer Herstellung führte in den 1980er Jahren zum Arzneimittelskandal der Infektionen durch HIV-kontaminierte Blutprodukte.

2014/2015 kam es zu einem Arzneimittelskandal durch die Aufdeckung von mutmaßlicher Datenfälschung. In den Jahren zuvor waren für eine Vielzahl von Generika Arzneimittelzulassungen auf Basis von Bioäquivalenzstudien erteilt worden, deren Datenerhebung sich im Nachhinein als fragwürdig herausgestellt hatte (Skandal um GVK Biosciences).[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quentin Ravelli: Der Pillendreh. In: Le Monde diplomatique. Januar 2015, S. 8–10.
  2. Tod durch Stalinon. In: Der Spiegel. Nr. 4, 1957, S. 52–54 (online).
  3. Hunderte Tote und ein unwirscher Pharmachef. Handelsblatt, 16. Mai 2013, abgerufen am 25. Januar 2015.
  4. Arzneimittelskandal – Ruhende Arzneimittelzulassungen: Patienten bekommen Ersatzpräparat. Gesundheitsstadt Berlin, 14. Dezember 2014.
  5. Arzneimittelskandal – EU-Behörde rät von 52 Medikamenten ab. Deutschlandfunk, 23. Januar 2015.


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