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Aumüller Druck

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Aumüller Druck GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1888
Sitz Weidener Straße 2,
93057 Regensburg, Deutschland
Leitung
  • Christian Aumüller
Mitarbeiterzahl 125 (2012)[1]
Umsatz 32 Mio. Euro (2014)[2]
Branche Bogenoffsetdruckerei;
ehemalige Buch- und Kunstdruckerei mit Zeitungsverlag
Website www.aumueller-druck.de

Die Aumüller Druck GmbH & Co. KG, auch Aumüller Druck Regensburg, ist im Ursprung 1888 als Zeitungsverlag gegründete Druckerei in Regensburg, die sich seit 1912 in Familienbesitz befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aumüller Druck wurde ursprünglich 1888 als Verlag Deininger gegründet, der den Bayerischen Volksboten herausgab. Der Bayerische Volksbote wurde 1908 in Regensburger Neueste Nachrichten (R. N. N.) umbenannt, ebenfalls eine Zeitung mit Handelsblatt.[3][4]

Verlag Gg. Aumüller & Sohn und Regensburger Neueste Nachrichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ausscheiden des Verlagsleiters und Chefredakteurs Carl Schmitt im Juni 1913 übernahm der bislang als Redakteur für „Bayern“, „Gerichtssal“ und „Lokales“ im Verlag tätige Georg Aumüller (1869–1934)[5][6] und seinem aus der Ehe mit der Verlegertochter Frieda Schober – ihr Vater Johann Schober verlegte die Regensburger Allgemeine Zeitung – stammenden Sohn Josef Aumüller (1888–1937)[7], der seit 1912 für den Inseratsteil verantwortlich zeichnete, in erster und zweiter Generation den Zeitungsverlag, der ab dann G[eor]g Aumüller & Sohn Buch- und Kunstdruckerei mit Zeitungsverlag OHG hieß und gaben weiterhin die Regensburger Neueste Nachrichten heraus.[8] Mitte der 1920er Jahre erreichte das Blatt mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren seinen Höchststand an Lesern.[9] 1925 siedelte der Verlag nach vorerst nach Kiefersfelden bei Rosenheim über.[10] 1928 wurde in Regensburg das neu errichtete Industriegebäude der Buchdruckerei in Betrieb genommen und die Jubiläumsausgabe der Zeitung anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Blattes erschien.[11] 1932 wurde das Unternehmen Georg Aumüller & Sohn GmbH umfirmiert.[10] Die letzte Ausgabe der „Neuesten“ erschien 1933.[12] Nach der Machtergreifung wurde die im Haus verlegte Zeitung eingestellt.

Nach dem Tod von Georg und Josef Aumüller gingen die Firmenanteile an die Erbengemeinschaft Betty und Georg Aumüller († 2012) in dritter Generation über. Firmensitz war bis 1945 Am Römling 12.[13]

Wiedergründung und Entwicklung nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Georg Aumüller von der US-amerikanischen-Militärregierung die Lizenz zur Weiterführung der Buch- und Kunstdruckerei Gg. Aumüller & Sohn. 1954 erfolgte die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft. 1965 wurden die ersten Offsetdruckmaschinen erworben. 1972 wurde der Grundstein für das 3.000 m² große Areal im Regensburger Industriegebiet Haslbach gelegt. Seit 1981 Jahren können sich alle Mitarbeiter als echte stille Gesellschafter am Unternehmen beteiligen. 1994 nahm Aumüller Druck die erste 8-Farben-Maschine Bayerns in Betrieb und ein Jahr darauf wurde der Bürotrakt erweitert. 1996 trat Georg Aumüller in den Ruhestand.[14] Für seine Verdienste wurde er von der Universität Regensburg mit der Universitätsmedaille „Bene merenti“ ausgezeichnet.[15]

Seit 1996 wird das Unternehmen in vierter Generation allein von den Brüdern Stefan und Christian Aumüller geführt, die 1987 in die Geschäftsleitung eintraten. Schon im gleichen Jahr wurde weltweit die er erste 10-Farben-Maschine der Firma Heideldruck weltweit in Betrieb genommen. 2000 wurde Computer to Plate eingeführt.[14] Ein Jahr darauf wurde die Produktionsfläche auf insgesamt 4.700 qm erweitert. 2003 wurde Stefan Aumüller zum Vorstandsvorsitzenden der Fogra gewählt. Nachdem sich das Unternehmen 2004 nach Schließung der Münchener Produktionsstätte wieder auf die Produktion Regensburg konzentrierte, wurde 2005 die dortige Lagerhalle erweitert. Ein Jahr darauf erfolgte die Umwandlung in die Rechtsform GmbH & Co. KG. 2008 wurde das 3.000 m² große Nachbargrundstück für eine Produktionshalle erworben und 2011 erfolgte der Neubau einer zusätzlichen Multifunktionshalle mit 3.000 m².[14]

Von 1990 bis 2012 konnte der Umsatz des Unternehmens trotz der Wirtschaftskrise auf mehr als das Siebenfache gesteigert werden. Die Produktionsfläche wurde in diesem Zeitraum von zuvor ca. 4.700 m² auf 11.500 m² erhöht.[1] 2012 bescheinigte Creditreform Regensburg dem Unternehmen mit dem Zertifikat „CrefoZert“ eine außergewöhnlich gute Bonität und damit, dass Aumüller Druck zu den besten 1,7 Prozent der deutschen Unternehmen gehört. Hoppenstedt vergab 2013 dem Unternehmen das „Top Rating 1“.[16]

Filiale in München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Hauptsitz im Regensburger Gewerbegebiet Haslbach verfügte Aumüller Druck auch über eine Filiale in München, die 2004 geschlossen wurde.[14] In der bayerischen Landeshauptstadt wird aktuell noch ein Vertriebsbüro in der Peißenbergstraße 5 unterhalten.[17]

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende der 1990er Jahre besteht eine Kooperation mit Heideldruck.[1] Seit 2014 firmieren Aumüller Druck und das 1963 in Grünwald als Nägele & Peschke Siebdruck gegründete Druckunternehmen Peschke Druck (G. Peschke Druckerei GmbH) mit Sitz seit 2014 im Parsdorfer Neubau mit über 8.000 m²qm Areal bei München als sogenannte +PrintAllianz Peschke+Aumüller, wobei Aumüller eine Minderheitsbeteiligung an Peschke erwarb. Die Allianz verfügt zusammen über mehr als 70 Druckwerke.[18][19] Peschke Druck mit Schwerpunkt Siebdruck oder Digitaldruck wird neben Thomas Kirschner auch von Stefan Aumüller geführt und verfügte im Juli 2017 über 95 Mitarbeiter im dreischichtigen Betrieb.[20] 2013 waren es noch 120.[19] Aufgrund der Verringerung der Nachfrage an konventionellen Druckproduktionen kooperiert das Aumüller Druck seit 2008 mit dem Onlinedruckunternehmen flyeralarm.[21]

Preisverleihungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet und vergibt selbst seit 2003 den „Aumüller Schulpreis“ und den „Aumüller Berufsschulpreis“, seit 2011 den „Aumüller Integrationspreis“ und mittlerweile auch die Teilstipendien für „Youth For Understanding“.[1][14]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Universitätsmedaille „Bene merenti“ der Universität Regensburg für Georg Aumüller
  • 1993: Margarethe-Runtinger-Preis, Stadt Regensburg[22]
  • 1995: Umweltpreis der Stadt Regensburg für Stefan und Christian Aumüller[23]
  • 2002: Gutenberg-Senefelder-Plakette der Heidelberger Druckmaschinen AG als Versuchs- und Vorführdruckerei von Heidelberger Druckmaschinen für 8- und 10-Farbenmaschinen[16]
  • 2003: sappi-„Printer of the Year“ in der Kategorie „Broschüren[16]
  • 2005: Bronzemedaille im Rahmen der Verleihung sappi-„Printer of the Year“ für die Broschüre „Audi A6[16]
  • 2005: „Unternehmerpersönlichkeit der Druckindustrie“ des Fachverbands Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung (FDI) für Stefan und Christian Aumüller in der Kategorie „Herausragende Unternehmerpersönlichkeiten“[16]
  • 2008: „Druckerei des Jahres 2008“ (Gold), „Familien-Druckerei des Jahres“, „Ausbildungsbetrieb des Jahres“ bei den Druck&Medien Awards[16]
  • 2009: „Innovativstes Unternehmen des Jahres im Bereich Geschäftsmodell“ bei den Druck&Medien Awards[16]
  • 2009: Gläserner Ausbilderpreis 2009 der Stadt Regensburg[24]
  • 2010: 2. Preis beim Best Business Award (BBA) für nachhaltige Unternehmensführung in der Kategorie „Unternehmen von 31 bis 100 Mitarbeiter“[25]
  • 2012: Silbermedaille im Rahmen der Verleihung sappi-„Printer of the Year“ für das „adidas History Book“[16]
  • 2012: Silber beim PrintStars – Der Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie in der Kategorie „Corporate Books“ für die Produktion des „adidas History Book“ zusammen mit den Firmen adidas AG, Melville Brand Design GmbH, Nureg GmbH, Conzella Verlagsbuchbinderei Urban Meister sowie Deckenfertigung Winter & Company[16]
  • 2015: Erster Preis in der Kategorie „Sozial engagiertes Druckunternehmen“ bei den Druck&Medien Awards
  • 2015: Anerkennungsurkunde beim Ausbilderpreis der Stadt Regensburg[26]
  • 2016: Anerkennungsurkunde für Umwelt- und Naturschutz durch Bürgermeister Joachim Wolbergs
  • 2016: Erster Preis in der Kategorie „Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres“ bei den Druck&Medien Awards
  • 2016: Matthäus-Runtinger-Medaille der Stadt Regensburg für für Stefan und Christian Aumüller[27]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Görres: Die Regensburger neuesten Nachrichten. Kommunale und nationale Politik in einer Regionalzeitung. 1929–1933. Magisterarbeit ungedr., München, 1985.
  • Andreas Jobst: Pressegeschichte Regensburgs von der Revolution 1848/49 bis in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Stadtarchiv Regensburg, 2002. ISBN 978-3-935052-14-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Aumüller Druck GmbH & Co. KG. Sparkassenverband Bayern; abgerufen am 27. Juli 2017.
  2. http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/mz-azubi-erhaelt-den-aumueller-preis-21179-art1183458.html
  3. Regensburger neueste Nachrichten: Bayerischer Volksbote, Regensburger Zeitung und Handelsblatt, Regensburger Lokalanzeiger. Regensburger Katalog; abgerufen am 27. Juli 2017.
  4. Regensburger Neueste Nachrichten : neue Folge des Bayer. Volksboten ; Regensburger Zeitung mit Handelsblatt. Regensburger Katalog; abgerufen am 27. Juli 2017.
  5. Georg Aumüller (* 6. Januar 1869 in Bamberg; † 1934)
  6. siehe hierzu Andreas Jobst: Pressegeschichte Regensburgs von der Revolution 1848/49 bis in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Stadtarchiv Regensburg, 2002, S. 126.
  7. Josef Aumüller (* 16. Oktober 1888 in Bamberg; † 11. Juli 1937 in München)
  8. siehe hierzu Andreas Jobst: Pressegeschichte Regensburgs von der Revolution 1848/49 bis in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Stadtarchiv Regensburg, 2002, S. 126.
  9. siehe hierzu Andreas Jobst: Pressegeschichte Regensburgs von der Revolution 1848/49 bis in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Stadtarchiv Regensburg, 2002, S. 172.
  10. 10,0 10,1 siehe hierzu Andreas Jobst: Pressegeschichte Regensburgs von der Revolution 1848/49 bis in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Stadtarchiv Regensburg, 2002, S. 269.
  11. Regensburger Neueste Nachrichten. Jubiläums-Nummer. 40 Jahre R. N. N.; 15 Jahre Gg. Aumüller & Sohn. Datenbankeintrag der Deutschen Nationalbibliothek.
  12. Regensburger neueste Nachrichten. Datenbankeintrag der Deutschen Nationalbibliothek.
  13. Regensburg.; In: Germany Zone Handbook, Great Britain. Foreign Office, 1945, S. 304.
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 Chronik. Aumüller Druck Regensburg; abgerufen am 27. Juli 2017.
  15. Trägerinnen und Träger der Universitätsmedaille „Bene merenti“. In: Von der Universität vergebene Ehrungen. Universität Regensburg; abgerufen am 29. Juli 2017.
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 16,5 16,6 16,7 16,8 Auszeichnungen. Aumüller Druck Regensburg; abgerufen am 27. Juli 2017.
  17. Vertriebsbüro München. Aumüller Druck Regensburg; abgerufen am 27. Juli 2017.
  18. Geschichte. Peschke Druck; abgerufen am 27. Juli 2017.
  19. 19,0 19,1 Bernhard Niemela: Aumüller Druck beteiligt sich an Peschke Druck. print.de, 25. Oktober 2013.
  20. Daten und Fakten. Peschke Druck; abgerufen am 27. Juli 2017.
  21. +PrintAllianz. Peschke Druck; abgerufen am 27. Juli 2017.
  22. Preisträger 1991-2007. Volkshochschule Regensburg; abgerufen am 27. Juli 2017.
  23. Verleihung der Matthäus-Runtinger-Medaille an Herrn Christian und Stefan Aumüller. In: Stadtfreiheitstag 2016 (Laudationes). Stadt Regensburg, 2016.
  24. Die besonders hohe Auszeichnung mit Urkunde und dem gläsernen Ausbilderpreis 2009. In: Ausbilderpreis der Stadt Regensburg 2009. Stadt Regensburg, 2009.
  25. Preisträger 2010. Best Business Award; abgerufen am 27. Juli 2017.
  26. Novum: Ausbilderpreis ging auch an ein Geschwisterpaar. Mittelbayerische Zeitung, 3. Dezember 2015, S. 34.
  27. Matthäus-Runtinger-Medaille. Stadt Regensburg; abgerufen am 27. Juli 2017.

Koordinaten: 49° 3′ 44,7″ N, 12° 8′ 4,3″ O

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