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Dmitrij Nikolajewitsch Balakin

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Dmitrij Nikolajewitsch Balakin (russisch Дмитрий Николаевич Балакин; * 24. Februar 1985 in Rusajewka, Mordwinische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik, RSFSR, Sowjetunion) ist ein russischer Serienmörder, der wegen dreifachen Mordes, Vergewaltigung sowie Raub für schuldig befunden und zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Biografie[Bearbeiten]

Dmitrij Balakin wurde am 24. Februar 1985 in der Stadt Rusajewka in der Mordwinischen ASSR geboren. In seiner Jugend fiel er durch Aggressivität auf. In der einer weiterführenden Schule stahl er Geld, zunächst von Mitschülern und später auch von Erwachsenen. Zwischen 2000 und 2002 wurde er viermal angeklagt, kam aber als Minderjähriger immer nur mit Verwarnungen und Bewährungsstrafen davon.

Im Oktober 2002 zog die Familie in das Gebiet von Nischni Nowgorod Oblast, in der Hoffnung, die Probleme mit den Strafverfolgungsbehörden loszuwerden. Aber auch dort konnte sich Dmitrj nicht von seinen kriminellen Angewohnheiten lösen. Innerhalb weniger Tage nach dem Umzug überfiel er zwei Frauen auf der Straße und bemächtigte sich deren Wertsachen. Nach seiner Festnahme wurde er von einem Gericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 15. Oktober 2004 wurde er jedoch wegen guter Führung auf Bewährung entlassen.

Für einige Zeit lebte Dmitrij mit seiner Mutter und seinen Brüdern wieder in Nischni Nowgorod Oblast. Im März 2005 kehrte er nach Saransk zurück. Dort bekam er eine Stelle als Nachtwächter auf einer Baustelle und arbeitete dazu noch als Automechaniker. Während seiner Zeit in Saransk lernte er die 28-jährige Elena Arkhipowa kennen, die einen Sohn im Teenageralter hatte. Nach kurzer Zeit zogen sie zusammen und bildeten eine Lebensgemeinschaft. Die Nachbarn äusserten sich später im Prozess positiv über Balakin.

Morde[Bearbeiten]

Am 1. September 2005 lernte Dmitrij Balakin die 20-Jährige Studentin Kristina Fedjakina kennen und begleitete diese abends von der Universität nach Hause. Nur wenige Meter vor dem Eingang ins Treppenhaus zerrte er sie gewaltsam in ein Gebüsch, wo er sie vergewaltigte. Das Mädchen floh nach dem erzwungenen Geschlechtsverkehr in Richtung Haus. Balakin hielt sie auf und zerrte sie zurück ins Gebüsch, wo er sie erneut vergewaltigte. Schließlich erwürgte er das Mädchen und nahm ihre Handtasche an sich. Diese enthielt Kristinas Handy sowie einige kleinere Wertsachen.[1][2] [3] Am Abend des 8. September 2005 traf Balakin in einem Supermarkt auf die 16-jährige Schülerin Jekaterina Tarasowa, der er anbot, sie nach Hause zu begleiten. Tarasowa stimmte zu. An einer abgelegenen Stelle vergewaltigte er sie und erwürgte sie mit den Ärmeln ihrer Jacke. Anschließend nahm er ihren Ring vom Finger, bemächtigte sich ihrer Brieftasche, ihrer Ohrringe sowie ihrer goldenen Halskette. [1]

Am 22. September 2005 traf der Mörder auf die 19-jährige Julia Lanchina, eine Freundin seines ersten Opfers. Balakin und Lanchina besuchten zunächst ein Café und später einen Club, wonach er sie nach Hause begleitete und ein paar Meter vom Haus entfernt vergewaltigte und erwürgte. Die meisten Sachen, die er den Opfern gestohlen hatte, übergab er seiner Lebenspartnerin, Elena Arkhipowa, und versteckte den Rest der Raubbeute in einer anderen Wohnung.[1]

Am 24. September 2005 stahl Balakin ein Auto von der Autowerkstatt, in der er arbeitete. Er plante aus reinem Vergügen eine Spritztour. Dabei verlor jedoch die Kontrolle über das Fahrzeug und krachte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Laternenmast. Er erlitt viele Frakturen und musste sieben Monate im Krankenhaus verbringen. Dadurch wurde die Mordserie vorübergehend beendet.[1]

Ende April 2006 verließ Balakin das Krankenhaus. Von seinem Unfall blieb eine Behinderung an seinem linken Bein zurück, auf dem er fortan stark hinkte. Am 4. Mai des selben Jahres ging Balakin wieder auf die "Jagd", allerdings konnte sein nächstes Opfer, die 23-jährige Elena Sosnina, Widerstand leisten und fliehen. Aufgrund seiner Behinderung konnte Balakin das Mädchen glücklicherweise nicht mehr einholen. Er erbeutete lediglich ihr Handy. Elena Sosnina meldete den Vorfall umgehend der Polizei.[1]

Wie bereits in früheren Fällen versteckte Balakin Elenas Handy in der Wohnung seiner Lebenspartnerin Arkhipova. Nach einiger Zeit fand diese das Telefon, legte dort ihre SIM-Karte ein und nutze das Handy für eigene Telefonate. Mit Hilfe des Mobilfunkanbieters konnten die Behörden das Handy zurückverfolgen. Nach einigen Ausflüchten gab Arkhipova zu, dass das Handy von Dmitrij Balakin stamme. Dieser war zu diesem Zeitpunkt aber nicht auffindbar. [1]

Verhaftung[Bearbeiten]

Dmitrij Balakin wurde wegen Mordverdachts in ganz Rußland zur Fahndung ausgeschrieben. Die Wohnungen seiner Mutter und seiner Lebenspartnerin wurden erfolglos unter Polizeibeobachtung gestellt. Trotz der verschärften Suchmaßnahmen und dem steigenden Risiko gefasst zu werden, vergewaltigte Balakin in der Nacht des 26. Juni 2006 Elena Toropowa, die mit ihrer 7-jährigen Tochter Milena unterwegs gewesen war. Er stahl Elenas Wertsachen, darunter ein MP3-Player, Geld und Schmuck. Er ermordete sie aber nicht. In derselben Nacht griff er im Aufzug eines Wohnhauses Maria Perminowa an, die sich allerdings erfolgreich mit Hilfe eines Leistentritts wehren und anschließend fliehen konnte.

Am 20. Juli 2006 nahmen Polizisten, die die Wohnung der Mutter des Mörders in Saransk beobachteten, ein Mädchen fest, das versuchte, in die Wohnung einzudringen. Es stellte sich heraus, dass sie die Freundin von Balakins jüngerem Bruder war, die von Dmitrij geschickt wurde, um zu überprüfen ob sich jemand in der Wohnung befand. Sie sagte auch, dass sich Dmitrij in der gemieteten Wohnung seines Bruders versteckte, woraufhin der Mörder einige Stunden später festgenommen werden konnte.[1]

Polizeiarbeit und Prozess[Bearbeiten]

Im Zuge der Mordermittlungen haben die Ermittler elf Hypothesen über die Persönlichkeit des Serienmörders entwickelt, 51 Durchsuchungen durchgeführt, über 200 Expertisen erstellt, über 900 Zeugen befragt und 272 Verdächtige überprüft.

Balakin bestritt zunächst jede Beteiligung an den Morden und Vergewaltigungen. Die überlebenden Opfer identifizierten jedoch den Täter. Außerdem wurde eine DNA-Untersuchung durchgeführt, die eine Übereinstimmung des Spermas vom Tatort des Mordes an Kristina Fedjakina mit der DNA von Balakin ergab. Danach begann Balakin zu gestehen.

Am 25. September 2006 befand das Mordwinische Regionalgericht Dmitrij Balakin des dreifachen Mordes und mehrfacher Vergewaltgungen für schuldig und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.[1] Das Oberste Russische Gericht bestätigte das Urteil. Zunächst verbüßte er seine Strafe in der Justizvollzugskolonie in Sosnovka in der Republik Mordwinien. Später wurde er in die Strafkolonie "IK-6" verlegt, welche als "Torbeevskij Central", bekannt ist. Dort verbüßt er derzeit seine Haftstrafe.[4].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7  Криминальные хроники. Необузданный инстинкт. Pervyy Kanal (Rossiya).
  2. Криминальная Россия: Video 1. August 2020 auf YouTube
  3. Криминальная Россия: Video 2. August 2020 auf YouTube
  4. «О чем мечтаю? Выйти на свободу!», stolica-s.su, 23. Juni 2017


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