Enpal

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Enpal
Rechtsform GmbH
Gründung 2017
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Mario Kohle
Mitarbeiterzahl 500[1] (Stand Dezember 2020)
Branche Energieversorgung
🌐Website enpal.de
Stand: 2020

Enpal ist ein deutsches Leasing-Unternehmen für Solaranlagen mit Sitz in Berlin. Es ist mit mittlerweile über 6000 Kunden der größte Anbieter und Marktführer[2][3] in Deutschland.[4][5][6]

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Unternehmen 2017, damals noch unter dem Namen Evergreen Energy. Während zu Beginn Solaranlagen verkauft wurden, spezialisierte sich das Unternehmen nach seiner Umbenennung auf ein Leasing-Modell. Finanziert werden die Anlagen derzeit vorwiegend aus Bankkrediten, welche 2020 ein Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro hatten. Hauptgeldgeber sind unter anderem die Berliner Volksbank (25 Millionen Euro[7]) und die Deutsche Kreditbank.[8] Insgesamt 39 Million Euro stammen zudem von der ING.[9][10]

Im Jahr 2019 investierten Rocket Internet-Gründer Alexander Samwer und der Circ-Gründer Lukasz Gadowski größere Beträge in das Unternehmen.[11]

Während der Corona-Pandemie 2020 konnte Enpal sein Geschäft verdoppeln.[12]

Im November 2020 gab das Unternehmen bekannt, als erstes deutsches Unternehmen eine Investition im einstelligen Millionenbereich des vom Schauspieler Leonardo DiCaprio finanzierten international bekannten Fonds Princeville Climate Technology erhalten zu haben.[8][13][14] Kurz zuvor hatten die Zalando-Gründer bereits Millionenbeträge investiert.[15][16]

Nach eigenen Angaben bezieht Enpal seine Solarkomponenten aus China.[5] Bezüglich dessen steht das Unternehmen seit August 2020 mit dem Weltmarktführer LONGi Green Energy Technology in Kooperation.[17] Der chinesische Konzern geht damit zum ersten Mal eine Kooperation mit einem europäischen B2C-Unternehmen ein.[12]

Ziel des Unternehmens ist es, im Rahmen der Energiewende bis 2027 mehr als 5 Millionen Haushalte mit grünem Strom zu versorgen.[18] Für das Jahr 2021 ist der Verbau von 12000 Anlagen geplant.[12]

Konzept[Bearbeiten]

Beim Leasing-Modell geht das Unternehmen bei der Beschaffung der Solaranlage in Vorleistung. Die Idee ist, dass der Kunde eine monatliche Miete zahlt und dafür eine geringere Stromrechnung zu begleichen hat. In der Miete sind neben der Anlage außerdem auch Versicherung, Monitoring, Wartung und anfallende Reparaturen mit inbegriffen.[10] Der Kunde trägt kein Risiko für die Anlage. Vor Unterschrift wird zudem eine durchschnittliche Stromausbeute der Anlagen garantiert. Diese Berechnung basiert auf den konkreten Bedingungen der Installation.[19] Nach 20 Jahren Vertragslaufzeit geht die Anlage dann für den Preis von 1 Euro in den Besitz des Kunden über.

Als bisher erstes deutsches Unternehmen wickelt Enpal das Leasing der Solarmodule ausschließlich über den digitalen Weg ab. Dabei finden Planung und Koordination ohne klassischen Außenvertriebsdienst statt.[20]

Aus Sicht der Verbraucherschutzzentrale wird das Modell Enpals jedoch auch skeptisch gesehen. So sei der Kauf eines eigenen Solarmoduls langfristig günstiger. Laut Bundesverband Solarwirtschaft ist der Preis für eine Solaranlage seit 2006 um 75 Prozent gesunken.[21] Auch wurde bemängelt, dass Kunden sich durch die Verträge über einen langen Zeitraum an das Unternehmen binden.[5] Allerdings können Kunden den Vertrag jährlich kündigen und die Anlage dann für einen Abschlag Enpal abkaufen.[21] Stehe zudem die globale Erwärmung und nicht eine optimale Rendite im Vordergrund, sei das Mietmodell bei der Umstellung auf erneuerbaren Strom „sehr viel einfacher“.[19]

Struktur[Bearbeiten]

Die Enpal GmbH besitzt die Tochtergesellschaften Enpal Sales GmbH, Enpal Energy GmbH, Enpal China Limited und Enpal Montage GmbH.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wenn man das Solardach einfach mietet, In: rbb24, abgerufen am 27. Februar 2021.
  2. Solarenergie zum Leasen, In: Münstersche Zeitung, abgerufen am 28. Februar 2021.
  3. Photovoltaik fürs Zuhause: Das sind Deutschlands beste Solaranlagenanbieter 2021, In: efahrer.chip.de, abgerufen am 28. Februar 2021.
  4. Enpal erhält Millionen-Investment von Zalando-Gründern, In: PV Magazine (3. November 2020), abgerufen am 27. Februar 2021.
  5. 5,0 5,1 5,2 Gutes Geschäft mit dem Strom vom Dach, In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 27. Februar 2021.
  6. Junges Start-up vermietet Solaranlagen im Abo, In: Berliner Woche, abgerufen am 28. Februar 2021.
  7. Enpal baut strategische Partnerschaft mit Berliner Volksbank auf 25 Millionen Euro Finanzierungsvolumen aus, In: presseportal.de, abgerufen am 1. März 2021.
  8. 8,0 8,1 Leonardo-DiCaprio-Fonds investiert erstmals in deutsches Unternehmen, In: Der Spiegel Online, abgerufen am 27. Februar 2021.
  9. Enpal’s €39 Million Project Financing, In: Global Legal Chronicle, abgerufen am 28. Februar 2021.
  10. 10,0 10,1 Solar-Unternehmen Enpal erhöht Refinanzierungsvolumen auf rund 80 Millionen Euro, In: presseportal.de, abgerufen am 1. März 2021.
  11. Wie das Start-up Enpal Solarstrom vermieten möchte, In: Handelsblatt, abgerufen am 27. Februar 2021.
  12. 12,0 12,1 12,2 Enpal baut Standort in China aus und kooperiert mit größtem Photovoltaik-Konzern der Welt, In: presseportal.de, abgerufen am 1. März 2021.
  13. Leonardo DiCaprio investiert in Berliner Solar-Startup Enpal, In: businessinsider.de, abgerufen am 27. Februar 2021.
  14. Enpal holt international bekannten Climate-Tech-Fonds Princeville mit Leonardo DiCaprio ins Boot, In: presseportal.de, abgerufen am 1. März 2021.
  15. Zalando-Gründer steigen bei Solar-Start-up ein, In: tagesschau.de, abgerufen am 27. Februar 2021.
  16. Zalando-Chefs investieren in Solar-Start-up, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 27. Februar 2021.
  17. Enpal baut Standort in China aus und kooperiert mit größtem Photovoltaik-Konzern der Welt, In: PV Magazine, abgerufen am 27. Februar 2021.
  18. Solarleasing: Wie Enpal zum größten Energieunternehmen Europas werden will, In: Cleanthinking.de, abgerufen am 27. Februar 2021
  19. 19,0 19,1 Solaranlage im Mietmodell – ökologisch ohne Risiko, In: Stern, abgerufen am 27. Februar 2021.
  20. Enpal holt international bekannten Climate-Tech-Fonds Princeville mit Leonardo DiCaprio ins Boot, In: Finanznachrichten.de, Abgerufen am 1. März 2021.
  21. 21,0 21,1 Mareike Mirau: Der Sonnenkönig, In: Der Focus, August 2020.


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