You can edit almost every page by Creating an account. Otherwise, see the FAQ.

Franz Immoos

Aus EverybodyWiki Bios & Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Franz Immoos
Die neun Bilder
Farbtransformation
Die gelbe Halle
Farbtransformation 69

Franz Immoos (* 1948 in Menziken Schweiz) ist ein Schweizer Objekt-Installationskünstler und Photograph. Er lebt in Amsterdam.

Leben[Bearbeiten]

Franz Immoos studierte von 1972 bis 1975 an der Kunstgewerbeschule Basel in der Fachklasse für Gestaltung bei Franz Fedier. Danach lebte er von 1976 bis 1977 in Paris in einem Atelier im Wohnkomplex in der Cité Internationale des Arts und studierte von 1978 bis 1979 „Visuelle Kommunikation“ an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Seit 1977 lebt und arbeitet Immoos in Amsterdam.

Werk[Bearbeiten]

Die Bandbreite der künstlerischen Arbeit von Immoos erstreckt sich von Objektkunst, Installationen, Fotoarbeiten, Künstlerbüchern sowie theoretischen Abhandlungen von Farbe und Raum.

Illusionsobjekte, Flächen im Raum[Bearbeiten]

Die ersten Objekte sind aus Stahlprofilen oder Graphite Platten gefertigt. Es sind minimalistische Markierungen im Raum. Es sind Illusionen von geometrischen Körpern wie Würfel, Quader, Pyramide usw. Die Figuren sind auf einen im Raum festgelegten „fixen Standpunkt“ bezogen; diesen erkennt man dadurch, dass sich die Figuren zu bekannten Körpern, wie Würfel, Quader, Pyramide usw. schliessen und entzerren. Beim Verlassen dieses fixen Standpunkts löst sich die plastische Illusion auf und verflacht. Es entsteht eine Interaktion mit dem Betrachter. Bekannte Sehgewohnheiten werden in Frage gestellt.

Farbobjekte, Symbolfarben, Installation[Bearbeiten]

Immoos hat sein Ensemble „Symbolfarben“ in der Tradition einer „mathematischen Ästhetik“ der konstruktiven und geometrischen Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts entwickelt. Als Holländer und Schweizer ist er den Gründern der Niederländische Kunstbewegung De Stijl, wie Piet Mondrian und Theo van Doesburg verpflichtet, ebenso den virulenten farbsystematischen Untersuchungen der Schweizer Max Bill und Richard Paul Lohse sowie der Lichtkinetik des ungarisch-französischen Malers und Graphikers Victor Vasarely – um einige Positionen nach 1945 zu nennen. Der fundamentale Unter schied zu diesen Vorgängern ist die von Immoos intendierte Symbolik seiner Farbfelder. In fast allen Richtungen der konkreten Kunst dieses Jahrhunderts, die mit dem schwarzen Quadrat des Russen Kazimir Malewitsch begann, wird die Verweisungsfunktion der Farbe abgelehnt. Die Farbe ist konkret, sie besitzt keine abbildhafte oder symbolische Bedeutung. Dieses unumstrittene Credo lehnt Immoos ab. Er verknüpft auf eine sehr individuelle Weise den in diesem Jahrhundert üblichen konkreten Umgang mit der Farbe mit ihrer jahrtausendalten Aufgabe im religiösen Kultus.[1]

Fotografie[Bearbeiten]

In der künstlerischen Fotografie wird das Medium Fotografie als Ausdrucksmittel verwendet. Im Allgemeinen kann bei der künstlerischen Fotografie das Foto auch als Kunstwerk bezeichnet werden und ist als bildende Kunst zu verstehen. Bei einer solchen Definition sind Fotografien nicht eine wirklichkeitsgetreue Wiedergabe. In der Kunstfotografie kann es auch zu Korrekturen am Bild im Labor oder am Computer kommen, dabei sind der Kreativität des Künstlers keine Grenzen gesetzt.

„Das was der Mensch denkt und empfindet wird in Zeichen, Symbolen, Bildern und Fotos festgehalten. Symbole entspringen unserer imaginativen Vorstellung; sie transzendieren zwischen rationalem und irrationalem Denken; sie verbinden das Unbekannte mit dem Bewussten. Die fotografischen Abbildungen können ganz banal wahrgenommen und interpretiert werden; sie können aber auch mit transpersonalen archetypischen Inhalten verknüpft werden.“[2]

Künstlerbücher[Bearbeiten]

„Bei den Fotobücher (Fotokompressionen) werden architektonische Fragmente fototechnisch in transparenten Lagen miteinander kombiniert. Durch alte und neue Architekturelemente sowie unterschiedlichen Perspektiven entsteht ein neues Architekturgebilde. Diese irrationale Wirklichkeit die durch Überlagerungen von unterschiedlichen Architekturfragmenten in Stil und Zeit erstellt wurde ist illusionär. Es entsteht ein neuer, imaginärer Raum der im Konflikt mit der Realität steht. Dieser neu geschaffene Raum irritiert zum Einen das rationale Denken und zum Anderen regt er durchaus unsere Phantasie an. Die fragmentarische Zufälligkeit, dieser Architekturensembles sind utopisch und imaginär. Veränderung sowie die Vermengung von alten und neuen Architekturfragmenten erzeugen ein nicht wahrheitsgetreues Abbild. Die Komposition unvermuteter Formen und abgeänderten Perspektiven ergeben eine ungewohnte Raumdynamik. Die Ideenvorstellung führt über den Bildrand hinaus und lässt ein neues Ambiente vermuten. Das atmosphärische Wechselspiel von Licht und Schatten die im nichts endenden Treppen suggerieren allegorische, metaphorische Inhalte. Das entstandene Phantasie-Konstrukt bildet Analogien zu Traumbildern.“[3]

Pariser Fotoskizzen
Sakraler Raum
Immanenz Transzendenz
Raum Farbe Licht

Arbeitsaufenthalte in kulturellen Zentren[Bearbeiten]

  • 1991 Galerie Künstlerhaus am Deich Bremen
  • 1994 I.C.C.D. Trivandrum Kerala, Indien
  • 1995 Kulturelles Zentrum Binz 39, Scuol-Nairs, Schweiz
  • 1997 Sanskriti Kendra, Artist in Residence, New-Delhi
  • 1999 Nairs-Art, Kulturzentrum, Scuol/Nairs, Schweiz
  • 2000 Kartause Ittingen, Warth, Schweiz
  • 2000 Gästeatelier WWpp Kaskadenkondensator, Basel
  • 2001 Künstlerhäuser Worpswede
  • 2002 Künstlerdorf Schöppingen
  • 2018 Cité Internationale des Arts, Paris
  • 2018 Nairs-Art, Kulturzentrum, Scuol/Nairs, Schweiz
  • 2022 Cité Internationale des Arts, Paris

Öffentliche Sammlungen Kollektionen[Bearbeiten]

  • Öffentliche Kunstsammlung, Kunstmuseum Basel
  • Niederländische „Rijkscollectie“: „kleine plastieken“, Niederlande
  • Niederländische „Rijkscollectie“: „ijzer“, Niederlande
  • Niederländische „Rijkscollectie“: „foto's in combinatie“, Niederlande
  • Niederländische „Rijkscollectie“: „stempelkunst“, Niederlande
  • Museum Fodor Amsterdam, Niederlande
  • Van Reekummuseum, Apeldoorn, Gotthard-Bank, Lugano, Schweiz
  • Centrum Beeldende Kunst Utrecht, Niederlande
  • Landesbibliothek des Kantons Glarus, Schweiz
  • Ospidal d'Engiadina Bassa, Scuol, Schweiz
  • Collectie Nederland: Musea, Monumenten en Archeologie, Niederlande, Franz Immoos
  • „Helveticat“ Online-Katalog der Schweizerischen Nationalbibliothek, Schweiz, Franz Immoos

Stipendien[Bearbeiten]

  • 1974 Kiefer Hablitzelstipendium, Kunstmuseum Luzern
  • 1976 Kunststipendium der Stadt Basel 1976 Cité Internationale des Arts, Paris
  • 1978 Stipendium der Stadt Amsterdam
  • 1979 /81 Niederländisches Kunststipendium (CRM), Niederlande
  • 1997 Reisestipendium, Prins Bernhardfonds, Amsterdam
  • 2001 Künstlerhäuser Worpswede, Aufenthalt und Stipendium, Deutschland
  • 2002 Künstlerdorf Schöppingen, Aufenthalt und Stipendium, Deutschland
  • 2003 /04/05 Fonds voor Beeldende Kunst, Amsterdam, Niederlande

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1976 Förderpreis der Stadt Basel
  • 1978 Förderpreis der Stadt Amsterdam
  • 1979 Wettbewerb: Percentageregeling voor beeldende kunstopdrachten, MEAO Aula te Helmond (Auftrag), Niederlande
  • 1979 Amsterdam koopt Kunst, Museum Fodor, Amsterdam
  • 1980 Amsterdam koopt Kunst, Museum Fodor, Amsterdam
  • 1999 Wettbewerb: Ausschreibung Ospidal d'Engiadina Bassa, Scuol (Auftrag), Schweiz

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1976 Galerie Stampa, Basel
  • 1978 /81/82/88 Galerie Lydia Megert, Bern
  • 1978 Other books and so, Amsterdam
  • 1979 Hester van Royen Gallery, London
  • 1980 Galerie Nouvelles Images, Den Haag
  • 1982 /85/88/94 Galerie Resy Muijsers, Tilburg
  • 1983 85/89 Multi Art Points, Amsterdam
  • 1986 Galerie Ton Peek, Amsterdam
  • 1987 /94/01 Galerie Gruppe Grün, Bremen
  • 1989 Galerie Schöller, Düsseldorf
  • 1990 Stichting Beeldende Kunst, Amsterdam
  • 1991 Centrum Beeldende Kunst, Utrecht
  • 1991 Galerie Künstlerhaus am Deich, Bremen
  • 1992 96 Galerie Maria Chailloux, Amsterdam
  • 1993 Raum 1, Düsseldorf 1994 I.C.C.D. Trivandrum Kerala (Indien)
  • 1994 Galerie Hubertus Wunschik, Düsseldorf
  • 1995 05 Hortus Botanicus, Amsterdam
  • 1996 Museum Waterland, Purmerend, Niederlande
  • 1997 Sanskriti Kendra, New-Delhi
  • 1998 Stichting Beeldende Kunst, Amsterdam
  • 1999 Galerie Pennings, Eindhoven
  • 2003 Galerie Frontstore, Basel
  • 2005 Hortus Botanicus, Amsterdam

Gruppenausstellungen[Bearbeiten]

  • 1981 5e Fotobienale, Erweiterte Fotografie, Wien
  • 1983 Kampnagel Fabrik, Hamburg
  • 1983 Museum Waterland, Purmerend
  • 1984 Städtische Galerie, Regensburg
  • 1989 Arts Consultancy, Antwerpen
  • 1991 Galerie Künstlerhaus am Deich Bremen
  • 1993 Künstlerhaus Berlin, Kunstamt Lützowplatz, Berlin
  • 1994 Große Kunstausstellung, Kunstmuseum Düsseldorf
  • 1995 Fondazione Galleria Gotthardo, Lugano
  • 1995 Art Multiple, Kunstverlag Schuhmacher, Düsseldorf
  • 1997 Privatgrün-Stadtgrün, Projekt, Bremen
  • 1998 Stichting Beeldende Kunst, Amsterdam
  • 2000 Ausstellungsprojekt " View assistance " Basel/ Boswil
  • 2003 Edition Multiple Art Zürich / Galerie Zimmermannhaus Stadt Brugg
  • 2004 Edition Multiple Art Zürich / Galerie Modern Art Ammann Locarno
  • 2004 "À la carte", Neues Museum Weserburg, Bremen
  • 2005 Galerie Octagon, Amsterdam, Art Box Frankfurt
  • 2007 "Leck mich! " Künstlerbriefmarken, Neues Museum Weserburg, Bremen
  • 2008 Jubiläumsausstellung, Galerie Resy Muijsers, Tilburg,
  • 2009 "Minimentaal", Galerie Maria Chailloux, Amsterdam
  • 2010 Kunst im alten Schützenhaus Zofingen / Edition Multiple Art Zürich
  • 2011 Kunstfrühling 2011, Gruppe Grün, Bremen
  • 2012 Privatbesitz Städtische Galerie, Bremen
  • 2015 Treffpunkt Worpswede, Heinrich Vogeler Museum Barkenhoff, Worpswede

Kunstmessen[Bearbeiten]

  • 1982 /1983/1984/ Art Basel, Galerie Lydia Megert, Bern
  • 1986 Kunst-Rai, Galerie Ton Peek, Amsterdam
  • 1993 Art Bologna, Galerie Lydia Megert, Schweiz
  • 1997 Kunst-Rai, Amsterdam Steiger 8, Niederlande
  • 1997 Kunst-Rai, Amsterdam Galerie Resy Muijsers, Tilburg, Niederlande
  • 1998 Photo – Paris, Paris Galerie Pennings, Frankreich
  • 2000 /2002/2003/2004/2005/ Art Frankfurt / Galerie Octagon, Amsterdam, Deutschland
  • 2004 /2005/ Köln Art/ Galerie Octagon, Amsterdam, Deutschland
  • 2004 /2005/2006/2007/2008/2009/2010/ Kunst Zürich / Edition Multiple Art Zürich

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Kataloge, Bücher[Bearbeiten]

  • 1976 "Stampa 17", Galerie Stampa, Basel CH
  • 1979 "Buchobjekte"Universitätsbibliothek, Freiburg DE
  • 1979 "Amsterdam koopt kunst" Museum Fodor, Amsterdam, NL
  • 1980 "Erweiterte Fotografie",Wiener Secession 5e Bienale, Wenen A
  • 1980 "Installaties" Vleeshal, (i.s.m. Galerie Lydia Megert, Bern) , Middelburg NL
  • 1981 "Zwischenbereiche". Internationales Sommerprogramm, Galerie Gruppe Grün, Bremen DE
  • 1982 "Foto's in combinatie", Nederlandse Kunststichting, Amsterdam NL
  • 1983 "Umgang mit der Aura", Edition Hohweg, Zürich CH
  • 1983 "Triptychons", Kampnagelfabrik, Kulturbehörde Hamburg DE
  • 1983 "Chronik"Galerie vor Ort, Hamburg DE
  • 1984 "Water, Earth, Air", 3 Künstlerbücher Edition da Costa, Amsterdam NL
  • 1989 "Künstlerbücher in der Schweiz", Helmhaus, Zürich CH
  • 1992 "20 Jahre Galerie Gruppe Grün" Galerie Gruppe Grün, Bremen DE
  • 1992 "Mai 1991-Oktober 1992", Künstlerhaus am Deich, Bremen DE
  • 1993 "Kunst auf Zeit", Edition 3. ISBN 3-89479-036-9 Künstlerhaus Berlin DE
  • 1994 "Grosse Kunstausstellung" Verein Kunstausstellungen Düsseldorf DE
  • 1994 "Jubiläumsausstellung",Galerie Schöller, Düsseldorf DE
  • 1995 "Schweizer-Fotografie", ISBN 88-86455-04-6 Die Sammlung der Gotthard Bank, Lugano, Zürich, CH
  • 1997 "Privat-Stadtgrün",Senator für Bildung, Kunst und Wissenschaft, Bremen
  • 2001 "Schweizer Stimmen Kunstschaffen in den Niederlanden" ISBN 90-9014400-5 Botschaft, Den Haag. NL
  • 2002 "30 Jahre Gruppe Grün", ISBN 3-88808-283-8, Galerie Gruppe Grün, Bremen DE
  • 2004 "Art à la carte" ISBN 3-928761-63-3 Neues Museum Weserburg, Bremen DE
  • 2007 "Edition Multiple Art", ISBN 978-3-7165-1521-1, Benteli Verlag, Bern CH
  • 2011 "Katalog Kunstfrühling 2011", ISBN 978-3-88808-710-3, Bremen DE
  • 2015 "Treffpunkt Worpswede", ISBN 978-3-89946-237-1, Heinrich Vogeler Museum Barkenhoff, Worpswede DE

Künstlerbücher[Bearbeiten]

  • „Imitations“, 1982 Edition da Costa, Amsterdam
  • „Water, Earth, Air“ 1984 Edition da Costa, Amsterdam
  • „Venus“,1985 Edition da Costa Amsterdam
  • „Pariser Foto-Skizzen“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2018, ISBN 978-1-388-25494-0
  • „Architekturcollagen“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2020, ISBN 978-1-714-75038-2
  • „Immanenz Transzendenz“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2020, ISBN 978-1-714-74407-7
  • „Light Images and Idols“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2021, ISBN 978-1-006-99186-8
  • „Sakraler Raum“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2021 ISBN 978-1-006-99177-6
  • „Raum-Farbe-Licht“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2022, ISBN 979-8-21170680-8
  • „Graffiti Idole“. Fotokompressionen, Franz Immoos. 2022, ISBN 979-8-210-89499-1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dr. Hans Joachim Manske, Direktor der Städtischen Galerie im Buntentor Bremen Katalog: "Privatgrün-Stadtgrün" 1997.
  2. Franz Immoos, Gedanken zu den Fotoarbeiten, 2006.
  3. Franz Immoos Fotokompressionen, 2018


Diese artikel "Franz Immoos" ist von Wikipedia The list of its authors can be seen in its historical and/or the page Edithistory:Franz Immoos.



Read or create/edit this page in another language[Bearbeiten]