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Götsch (Adelsgeschlecht)

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Datei:Wappen Götsch.JPG
Wappen der Götsch

Die Familie Götsch ist ein fiktives Tiroler Adelsgeschlecht aus Partschins.

Die Schimäre von den adeligen Götsch aus Partschins hat ihren Ursprung in der Erzählung „Ritter Randold“ von Josef Ladurner (1770–1832), dessen hinterlassenen (ungedruckten) Schriften in der Zeitschrift des Ferdinandeums dokumentiert wurden.[1]

Diese Erzählung wurde ca. 1880 abgedruckt.[2]

Der folgende Text basiert größtenteils auf dieser Fiktion.

Ursprung der Tiroler Götsch[Bearbeiten]

Christian von Auer, früher Richter auf dem Ritten, starb 1310 und hinterließ die Söhne Bertold, Christian und Randolt. Von den zwei letzten Söhnen kaufte 1310 Ulrich von Majenburg zu Partschins einen Acker ober Winkl auf dem Küchelberg. Die Tiroler Götsch stammen von Ritter Randold (Randolt) von Auer aus Partschins ab. Die Ritter von Partschins erhielten 1220 ihr Wappen. Dieses ist seit 25. Juli 1967 auch das offizielle Gemeindewappen von Partschins. Beschreibung des Wappens: In Silber eine schrägrechts aufwärts gestellte natürliche Pflugschar (Wagnis). Die Herren von Partschins, welche im 13. und 14. Jahrhundert ihren Sitz in Partschins hatten und deren um 1200 erbaute Dorfburg heute noch unter dem Namen Stachlburg besteht, benutzten dieses Wappen. Sie waren verwand mit den Herren von Tarant. Weil sich Randold 1349 gegen Ludwig von Brandenburg stellte, zog der Landesfürst die Besitztümer von Randold ein und übergab sie Heinrich von Spaur, der die Schwester von Randold geheiratet hatte. Passegaun, der letzte Ritter von Partschins, endete verarmt 1360.

Datei:CoA civ ITA Partschins-Parcines.png
Wappen der Herren von Partschins

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Der Name Götsch könnte von althochdeutsch Got für „Gott“ abstammen. Der Name könnte auch von Gottfried bzw. im Mittelalter auch Götz stammen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Götsch oder Goetsch Familien gab es und gibt es sowohl im Tirol als auch in Deutschland, in den Niederlanden, in Frankreich oder der Schweiz. Diese Familien sind vermutlich nicht verwandt, sondern besitzen nur den gleichen Namen. Auch in den USA gibt es Familien dieses Namens, die aus Deutschland ausgewandert sind.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein springendes Einhorn mit grünem Zweig im Maul. Auf dem gekrönten Helm das wachsende Einhorn wie im Schild. Die Helmdecken ist rot und Gold (gelb).¨

Daneben gibt es andere Götsch Wappen gemäß dem Tiroler Landesmuseum Fredinandeum: Z.B. das Wappen von Wolfgang Götsch Bürgermeister von Kitzbühel 1548 ist schräg gebändert oder das 3-fach schwarz gebänderte Wappen der Götsch/Botsch von Auer.

Randold von Partschins[Bearbeiten]

Randold von Partschins war ein Anhänger des 1. Gemahls der Margarete von Tirol, Prinz Johann Heinrich von Luxemburg, Sohn des Königs von Böhmen. Dieser wurde 1341 vom Schloss Tirol vertrieben. Der Tiroler Adel hatte bereits früher dem gleichnamigen Sohn des Kaisers Ludwig des Bayern, Markgrafen von Brandenburg, die Hand seiner Fürstin und das Land versprochen. Der Kaiser nahm dieses Versprechen ungeachtet davon an, dass die Fürstin bereits vermählt war.

Am 28. Januar 1342 versprach Markgraf Ludwig dem Tiroler Adel in München, dass er allen Tiroler Geistlichen und Weltlichen, allen Städten und Dörfern ihre Rechte behalten würden. Der Kaiser zog mit seinem Sohn nach Tirol und verheiratete ihn mit Margarete. Ungeachtet dieses Versprechens setzte der neue Landesherr Markgraf Ludwig Ausländer in die wichtigsten Ämter ein und verlieh ihnen Burgen. Die Missstimmung des Tiroler Adels nutzten die Luxemburger zusammen mit König Karl I. von Böhmen (späterer Kaiser Karl IV.), Bruder von Johann Heinrich und erschienen 1347 in der Abwesenheit von Ludwig in Trient und durchzogen mit Hilfe des Bischofs von Trient ohne Widerstand das Etschtal. Die Städte Bozen und Meran vereinten sich mit dem Bischof Ulrich von Chur (Ulrich V. von Lenzburg) bzw. Ulrich Ribi und belagerten das Schloss Tirol.
Randold von Partschins kämpfte zusammen mit dem Tiroler Adel gegen den verhassten Ludwig. Dieser erschien plötzlich mitten im Land und sammelte ein Heer und zog gegen Karl. Karl und seine Mitstreiter zogen sich darauf nach Trient zurück, nicht ohne große Verwüstungen im Lande zu hinterlassen. Bozen und Meran wurden größtenteils eingeäschert. Ludwig besiegte den Bischof von Chur und seine Verbündeten aus dem Tiroler Adel. Er konnte den Bischof gefangen nehmen. Dieser saß 6 Monate in Haft und wurde erst gegen die Übergabe etlicher Burgen freigegeben. Ludwig nahm nun an Randold von Partschins Rache, der angesichts der Übermacht verletzt geflüchtet war. Er nahm die Gemahlin von Randold, Tusnelda, Tochter des Ritters Berchtold de Rabland (Tarant von Partschins/Bartschins), gefangen und sperrte sie ein. Randolds Besitzungen wurden eingezogen und gingen später an seinen Schwager Heinrich von Spaur über. Nach mehrwöchiger Haft ließ man Tusnelda ziehen. Tusnelda suchte zuerst Zuflucht bei ihrem Bruder Thomas de Rabland (Schwiegersohn von Volkmar von Burgstall/Spaur), der ihr jedoch nicht half. Da ließ Tusnelda ihren ältesten Sohn beim Pfarrer Gander (Pfaffengander) zurück und reiste Randold nach Chur nach. Im Schloss des Bischofs Ribi wurden beide aufgenommen. Da Ludwig ihnen auf den Fersen war, flüchteten sie weiter zu einem Bauern namens Forcher in Eich am Sempachersee (Grafschaft Lenzburg), der ihnen später als Belohnung für ihre harte Arbeit auf dem Bauernhof Egg ein Gütlein namens Götsch schenkte. Randold und Tusnelda lebten nun 30 Jahre unbehelligt in der Schweiz.

1363 fiel Tirol an Österreich Habsburg. Bei der Schlacht bei Sempach 1386 (Eidgenossen gegen die Habsburger) fanden die 4 Brüder zueinander. Gemäß alter Überlieferung soll Herzog Leopold vor der Schlacht den Pfarrer von Eich mit sich genommen haben und sich die Messe gelesen lassen haben. Die 4 Söhne des Randolds kehrten später nach Tirol zurück (wahrscheinlich 1415 nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen) und wurden von Friedrich mit der leeren Tasche mit 4 Gütern oberhalb von Partschins beschenkt. Der älteste Sohn Willigis (nach Willigis – „Spross des Willens“) erhielt den Hof Egg und nannte sich Götsch gemäß dem Hof in der Schweiz. Der zweitälteste Sohn Adamar (nach Ademar von Monteil) bekam den Hof Rabein und nannte sich Forcher. Der dritte Sohn Fuldebert (nach Fulbert von Chartres) erhielt den Hof Gand und nahm den Namen Pircher an. Der jüngste Sohn Hartmann (nach Hartmann Moguntina, Biograph Willigis) nannte sich Gerstgrasser (da er beim Gerstenschnitt geboren wurde) und erhielt den Hof Giggelberg. Es gibt noch heute einen Hof Anderleiter Egg, einen Gasthof Giggelberg und die Höfe Unter- und Oberrabein oberhalb von Partschins.

Vertreter der Familie[Bearbeiten]

Hier einige Vertreter der Familie Götsch:

  • Hieronymus Götsch, 14. Jh., Besitzer Wohnturm Malaun in Dorf Tirol
  • Randold Götsch (* 1960 in Meran) lebt seit seiner Geburt in Partschins, Stiegenwirt in Partschins
Datei:Götsch, Niclaus (Königsfelden).jpg
Niclaus Götsch, Klosterkirche Königsfelden
Wappen von Niclaus und Christoffel Götsch, Wandgemälde in der Schlachtkapelle Sempach

Namensträger[Bearbeiten]

Folgende Personen tragen den Namen, eine Abstammung von der Adelsfamilie ist aber nicht gesichert.

  • Niclaus Götsch (siehe auch Botsch von Auer) aus Bozen (Botzen/Potzen), sein Bruder Cunrat aus Empfen und sein Bruder Cristoffel aus Malaun in Dorf Tirol sind auf der Totenliste der Schlacht bei Sempach 1386
  • Wolfgang Götsch, um 1547 Propst des Gotteshauses Bamberg Kitzbühel
  • Wolfgang Götsch, Bürgermeister von Kitzbühel 1548
  • Eva Götsch, verkauft 1615 zusammen mit ihrem Mann Burkhart Schwaiger, Richter zu St. Veit in Pongau das Schloss Kaps an Peter Wibmer
  • Cassian Götsch (* 17. Juli 1656; † 25. November 1719), stattete die meisten Kirchen des Ötztales mit Altären aus
  • Mathes Götsch, beerdigt 30. Juli 1675 in Nürnberg, Stammvater der Nürnberger Rechenmeisterfamilie
  • Thomas Götsch von Egg auf Tabland-Partschins, geboren 1649
  • Augustin Götsch von Gand zu Belau, verh. 1654 mit Maria Pichler
  • Hans Götsch, 1699 als Steinmetz in Eschringen (D) erwähnt.
  • Joseph Götsch aus Marling, Kampfgefährte von Andreas Hofer
  • Joachim Friedrich Goetsch (* 25. Juli 1803 in Tribsow (Preußen); † 25. Juni 1884 in Sherman Sheboygan County Wisconsin), Gründer eines amerikanischen Familienzweigs Goetsch
  • Johann Heinrich Gottlieb Goetsch (* 1842), vor 1862 in die USA/Wisconsin ausgewandert

Götschehüüsli[Bearbeiten]

In Salen-Reutenen in der Schweiz gibt es ein Götschehüüsli, was Wohnhaus der Familie Götsch bedeutet.

Götsch in Monatshausen[Bearbeiten]

In Monatshausen in Oberbayern lebte eine Familie Götsch um 1698 auf einem hofmärkischen Anwesen.

Stadt Meran[Bearbeiten]

Im Haus Nummer 80 in Meran wohnten 1630 die Erben von Hans Tandis, Larch, Götsch, Bocher und Demetz.

Wallern im Burgenland[Bearbeiten]

Im Jahr 1269 schenkt der adelige Lambertus von Götsch in einer Urkunde ein Grundstück im Ausmaß von 150 Joch der Zisterzienser-Abtei Klostermarienberg.

Quellen[Bearbeiten]

  • Geschichte des Stammwappens der Familie Götsch, H. Götsch, 6. September 1959, Vieider-More, Schlanders
  • Götsch in Ensheim
  • Familie Götsch, Nürnberger Rechenmeisterfamilie
  • Wallern im Burgenland
  • Das Land Tirol: mit einem Anhange: Vorarlberg : ein Handbuch für Reisende, Zweiter Band, Südtirol, Beda Weber, 1838
  • Joseph Ladurner und seine Schriften, in: Neue Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg, Band 2, Innsbruck 1835, S. 104 (Reprint Bände 1–4: eingeschränkte Vorschau).
  • Abhandlung der historischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2, 1837 (Abhandlungen der historischen Classe Band 2 auf ZOBODAT.at.).
  • Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau: Herkunft und Bedeutung der Namen der Ortschaften, Weiler und Höfe im Kanton Thurgau, Eugen Nyffenegger, Verlag Huber, 2003
  • Adliger Alltag auf dem Land, Beate Spiegel, Waxman, 1997
  • Tirolische Schlösser, Band 1, Kaspar Schwarz, 1907
  • Chronik der Stadt Zürich, Johannes Dierauer, 1900 (Zitat: S.Th. von Liebenau, Die Schlacht bei Sempach, S. 132)
  • Klingenberger Chronik: wie sie Schodoler, Tschudi, Stumpf, Guilliman und andere benutzten, Dr Anton Henne von Sargans, 1861
  • Abschilderung u. Abschrift aller Figuren, Wappen u. Gemälde Nebst Aufschriften, welche in der Schlacht Capelle Sempach gemalt zu sehen, Martin Eglin, 1826
  • Cölestin Stampfer: Geschichte der Stadt Meran in der neueren Zeit 1490–1872, 1872
  • Rudolf Granichstaedten-Czerva: Meran: Burggrafen und Burgherren, 1949
  • Beda Weber: Meran und seine Umgebungen: oder das Burggrafenamt von Tirol, 1845

Einzelnachweise[Bearbeiten]


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