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Harald Scherdin-Wendlandt

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Harald Scherdin-Wendlandt (* 1947) ist ein deutscher Psychologe und Barfußhistoriker auf dem Gebiet der Vergangenheitsbewältigung.

Leben[Bearbeiten]

Scherdin-Wendlandt wuchs vaterlos als Sohn einer deutschen Heimatvertriebenen und eines polnisch-ukrainischen NS Zwangsarbeiters in Burgdorf auf. Seinen Vater lernte er erst mit 32 Jahren kennen. Als er 15 Jahre alt war, erfuhr er von seiner Mutter, dass der Vater im Lager „Ohio“ für Displaced Person gewesen war und sich 1948 von ihr und seinem Kind nach Australien abgesetzt hatte. Zuvor hatte er während des Zweiten Weltkrieges auf Bauernhöfen in Niedersachsen Zwangsarbeit verrichten müssen.[1] [2] [3] In seiner 2018 erschienenen Autobiographie „Mutmacher mit Diplom: Vom Volksschüler zum Psychotherapeuten“ erzählt Scherdin-Wendlandt seine persönliche Geschichte als Sohn von einer Geflüchteten und eines Zwangsarbeiters.

Scherdin-Wendlandt studierte an der Freien Universität Berlin und später an der Technischen Universität Berlin, wo er 1984 sein Diplom in Psychologie mit dem Thema „Vaterlosigkeit und psychische Erkrankung“ abschloss. Kurz nach der Wiedervereinigung machte er sich selbständig und eröffnete eine Praxis in Berlin-Marzahn, wo er u. a. auch Kinder von Stasispitzeln behandelte und diese zur historischen Aufarbeitung der Geschichte der Eltern ermutigte.[4]

Scherdin-Wendlandt engagiert sich für die historische Aufarbeitung der Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Niedersachsen. Das 2017 mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte Burgdorf verfasste Buch „Im Schatten des Vergessens“ wird von Lehrern an Burgdorfer Schulen verwendet, um Schülern die Zeit des Nationalsozialismus an den Schicksalen realer Menschen zu erläutern.[5] Das Buch erzählt die Geschichte des Barackenlagers Ohio, welches die britische Militärregierung am nordöstlichen Stadtrand Burgdorfs eingerichtet hatte. Ende 1945 lebten dort 1000 ehemalige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und heimatlos gewordene Ausländer.[6] Das Buch behandelt auch die Hinrichtung von 31 aufständischen Zwangsarbeitern aus Burgdorf und Umgebung am 9. August 1944 im KZ Neuengamme.[7]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rebecca Boehling, Susanne Urban, René Bienert: Freilegungen: Displaced Persons - Leben im Transit: Überlebende zwischen Repatriierung, Rehabilitation und Neuanfang. Wallstein Verlag, 2014, ISBN 978-3-8353-1574-7.
  • Arbeitskreis Stadtgeschichte Burgdorf: Im Schatten des Vergessens: Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und heimatlose Ausländer in Burgdorf 1939 – 1950. Wehrhahn Verlag, 2017, ISBN 978-3-86525-807-6. Band 7 der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem
  • Harald Scherdin-Wendlandt und Susanne Liedke: Mutmacher mit Diplom: Vom Volksschüler zum Psychotherapeuten. Lichtig Verlag, 2018, ISBN 978-3-929905-40-3.
  • Thorsten Fehlberg: Trauma, Resilience, and Empowerment: Descendants of survivors of Nazi persecution. Mabuse-Verlag, 2019, ISBN 978-3-86321-438-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Ohio“ - Burgdorf stellt sich seiner Vergangenheit , Marktspiegel vom 07.09.2012 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  2. Im Benefizz-Erzählcafe . . .Das Burgdorfer DP-Lager, . . . OHIO . . . ein Lager für verschleppte, heimatlose Menschen (displaced persons) . . . , My Heimat vom 07.09.2012 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  3. Zwangsarbeitern auf der Spur , Hannoversche Allgemeine vom 18.07.2014 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  4. The spies who loved me: my dad, the Stasi agent, The Guardian vom 11.07.2015 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  5. Stadtgeschichte soll BBS-Schüler aufrütteln , Schaumburger Nachrichten vom 12.03.2018 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  6. Stadt erinnert sich der Heimatlosen , Neue Presse vom 26.08.2017 (abgerufen am 02. Februar 2020)
  7. Burgdorfer legen Kranz im KZ nieder , Hannoversche Allgemeine vom 12.08.2014 (abgerufen am 02. Februar 2020)


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