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Heinrich Arnold

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Heinrich Martin Arnold (* 28. März 1971 in Ingolstadt) ist ein deutscher Manager und Leiter der Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Deutschen Telekom AG mit Standorten in Deutschland (Berlin, Bonn, Darmstadt), USA (Mountain View) und Israel (Be’er Sheva). Die T-Labs sind gleichzeitig die größte Public Private Partnership zwischen einem DAX Konzern und ausgewählten Forschungseinrichtungen, vornehmlich der TU Berlin als Ankeruniversität und der Ben Gurion Universität in Beersheva. Seit 1.9.2016 ist Dr. Heinrich Arnold Chief Executive Detecon Digital mit dem Auftrag das externe Digitalgeschäft der Telekom über die Detecon auszubauen, dem Beratungsarm der Deutschen Telekom

Dr. Heinrich Arnold hat seine Karriere bei Mercer Management Consulting (jetzt Oliver Wyman) begonnen und eines der ersten deutsch-chinesischen Biotechunternehmen mitbegründet. Bei der Deutschen Telekom war er einer der jüngsten F&E Leiter eines DAX Konzerns, unter anderem hat er im Auftrag der Deutschen Telekom 10 Tochterunternehmen und 20 Spin-Offs in Israel, Silicon Valley und Berlin gegründet. Das erste Digital Reengineering Kundenprojekt wurde in seinem Bereich initiiert, ebenso der erste 100%-Online Operator IMMMR (vorgestellt auf dem Mobile World Congress 2016). Er vertritt die Deutsche Telekom in einer Reihe von Gremien darunter im Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0. Dr. Heinrich Arnold ist ein Absolvent der Stanford University und der Universitäten in München. Die Wirtschaftswoche zählte ihn bereits 2012 zu den 100 Digital Leaders in Deutschland.  

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur nahm Heinrich Arnold im Jahr 1991 ein Studium der Technischen Physik an der Technischen Universität München auf und schloss dieses im Jahr 1994 ab.

Im Anschluss wechselte er an die Stanford University und absolvierte seinen Master of Science in Engineering im Jahre 1995. Von 1999 – 2001 absolvierte Heinrich Arnold einen zweiten Master in Business Research an der Technischen Universität München und dem Massachusetts Institute of Technology, Sloan School of Management als Jahrgangsbester. Zeitgleich promovierte Arnold an der Technischen Universität München in Wirtschaft und Management mit der Gesamtbewertung summa cum laude. Forschungsthema seiner Dissertation war „Technology shocks - origins, managerial responses, and firm performance in the manufacturing industry”.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercer Management Consulting (1995 – 2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abschluss an der Stanford University stieg Arnold als Senior Associate bei der Unternehmensberatung Mercer Management Consulting (jetzt: Oliver Wyman) ein Dabei war unter anderem für Telekommunikations-, Industrie- und Logistikkunden Projekte in den Bereichen Innovation Management, Operational Efficiency, Market Entry sowie Carve-Outs und Privatisierungen tätig. [2]

Medigen (1999 – 2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während eines Sabbaticals von Mercer Management Consulting zwischen 1999 - 2000 gehörte Arnold zu den Gründungsmitgliedern von Medigen, welches nun ein Börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Taipeh ist und sich auf Biopharmazeutische Medikamente spezialisiert. 

Bicoll Group (2000-2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2000 war Arnold Mitbegründer des Biotech Unternehmen Bicoll Group mit Sitz in Shanghai und München. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung neuer Arzneimittel basierend auf natürlichen und chemischen Zusatzstoffen. Als Anteilseigner und Head of Affairs war er zuständig für Investorenbeziehungen, Business Development, Finanzen und Produktentwicklung.[1]

Deutsche Telekom AG (2004 – Heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NIm Rahmen der Neuausrichtung der Innovationstätigkeiten der Telekom wurde Dr. Arnold angefragt, diese mitzugestalten. [2]

Vice President Innovation Development (2004 – 2010)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Arnold gründete im Jahre 2004 das Telekom Innovation Center (Umbenennung in die heutigen Telekom Innovation Laboratories im Jahre 2005) mit Sitz in Bonn, Berlin, Darmstadt und Los Altos und Israel. Zu seinen Forschungsaufgaben gehörten die Sichtung langfristiger Technologie- und Markttrends in der Forschung mit Fokus auf Exploration, Technology Scouting und kundenzentrierte Innovation. Im Jahre 2008 war er beteiligt an der Expansion der Telekom Innovation Laboratories nach Los Altos und Israel. Heinrich Arnold verantwortete die anwendungsorientierten F&E Aktivitäten innerhalb der Telekom  Laboratories. Sein Fokus lag auf der Entwicklung von Vor-Produkten und Systemkomponenten und war damit unter anderem verantwortlich für eine Payment Lösung namens mWallet sowie einem Cloud Marktplatz. Daneben gehörten auch Produkte im Bereich Radio Access Network und Rechenzentrums-Virtualisierung zu seinen Aktivitäten.

Co-Head Telekom Innovation Laboratories (2010 - 2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2010 leitete Arnold die Neuausrichtung der Telekom Laboratories. Die Ausrichtung auf anwendungs- und umsetzungsorientierte Themen wurde von den gesamten Laboratories übernommen. Aus den Telekom Laboratories wurden die Telekom Innovation Laboratories. 

Senior Vice President Telekom Innovation Laboratories (2011 - Heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Neuausrichtung übernahm Dr. Heinrich Arnold die Gesamtführung der Telekom Innovation Laboratories.

In diesem Zeitraum wurden unter anderem die Grundlagen für drei neue Business Units im Bereich Cloud Computing, Connected Home sowie Mobile Payment für und innerhalb der Telekom gelegt. Darüber hinaus wurden weitere Fokusfelder mit Themenfokus Gesundheit, Energie, M2M und Medien etabliert. Innerhalb des internen und externen Netzwerks agieren etwa 1.500 Personen bestehend aus Mitgliedern von Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie politischen Vertretern. Im Rahmen der F&E Aktivitäten sind die Telekom Innovation Laboratories auch im Besitz von zahlreichen Patenten speziell im Bereich Telekommunikation.

Des Weiteren war Dr. Heinrich Arnold unter anderem auch verantwortlich für Cross-industrielle Projekte für die digitale Industrie, wie zum Beispiel im Jahre 2012 im Hamburger Hafen gemeinschaftlich mit industriellen Partnern wie SAP, Adidas, Claas, Osram, Siemens, Kuka und Trumpf[3]

Heinrich Arnold war insgesamt maßgeblich beteiligt an 20 Geschäftsneugründungen (Spin-Offs), die sich aus den Projekten der Telekom Innovation Laboratories ergeben hatten. Dazu gehören unter anderem Trust2Core[4], SureNow[5], Litedesk[6], Motionlogic[7], Benocs[8], Soundcall, Zimory[9], Bitplaces[10], Schaltzeit[11] sowie der digitale cloudbasierte Telekommunikationsservice immmr[12] (2016).

Gremien und Konsortien [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Arnold vertritt die Deutsche Telekom in zahlreichen Gremien und Konsortien auf nationaler und internationaler Ebene[13]. Hierzu gehören unter anderem:

  • Plattform Industrie 4.0 (Mitbegründer und Board Member)[14]
  • Berliner Kreis zur Digitalisierung des regierenden Bürgermeisters von Berlin und des Präsidenten der TU Berlin (Mitglied, seit 2015)[15]
  • Technologiestiftung Berlin (Chairman)[16]
  • Meda.net.berlinbrandenburg (Aufsichtsratmitglied)[17]
  • European institute of Technology (Executive Board steering member)[18]
  • Münchener Kreis (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender)[19]
  • Connected Living e.V. (Vorstand)[20]
  • Fraunhofer FOKUS Institute (Kurator)[21]
  • Max Planck Institute for Innovation and IPR (Kurator)[22]
  • Telekom University (Kurator)
  • Deutsche Telekom Stiftung (Mentor)
  • Digitalisierungsbeirat Nordrhein-Westfalen und Bayern (Member)
  • Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (Sachverständiger)
  • Davidson Technology Debt Fund (Beirat)
  • Nationaler IT-Gipfel (Delegierter)[23]
  • University of Illinois at Urbana-Champaign (Innovation Leadership Advisory Board, siet 2004)[24]
  • Acatech (Delegierter)
  • Boston Consulting Group „PULSE“) (Leadership Circle)
  • Center for Digital Technology and Management at LMU und TU München (Mitglied)[25]
  • Deutsche Forschungsgesellschaft (Kandidat für den Senat)
  • German Turkish Advanced Research Center (Co-Chairman)[26]
  • German Silicon Valley Accelerator (Gründungsmitglied)
  • Labs Network Industrie 4.0 (Member of the Board)[27]
  • Universität Bonn (Mitglied des Verwaltungsrates)[28]
  • Feldafinger Kreis (einer von insgesamt sechs Delegierten aus DAX Unternehmen, seit 2006)[29]
  • Telekom Innovation Laboratories an der Ben-Gurion Universität in Be'ersheva (Chairman, seit 2011)
  • Speaker of Deutsche Telekom executives (Elected member, seit 2014)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner beruflichen Laufbahn erhielt Arnold einige Auszeichnungen.

  • Wirtschaftswoche Top 100 – Welche Menschen die deutsche Internetwirtschaft bewegen[30]
  • BMW Stiftung H Quandt, Young European Leader 2008 Young Global Leader 2010, 2012, 2014, 2016[31]
  • Jüngster F&E Verantwortlicher eines Dax 30 Konzerns 

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Arnold ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt mit seiner Familie in Berlin

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Arnold - Profile. In: tmt.knect365.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  2. Connected Living e.V. Abgerufen im 1. Januar 2010.
  3. Pressemitteilung - Container schneller an Bord: Hamburg nimmt Kurs auf Hafen der Zukunft. In: www.hamburg-port-authority.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  4. New T-Labs start-up company markets innovative security architecture. In: www.laboratories.telekom.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  5. SureNow – A quick trip to the mountains, including ski insurance booked on your smartphone. In: www.laboratories.telekom.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  6. humans.txt: European Internet Forum - NEWS. In: www.eifonline.org. Abgerufen am 29. August 2016.
  7. Motionlogic GmbH: Motionlogic - International Website. In: www.motionlogic.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  8. BENOCS. In: www.laboratories.telekom.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  9. Geschichte: zimory. In: www.zimory.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  10. Location-based Services der neuesten Generation erhöhen den ROI von mobilen Apps | Bitplaces GmbH. In: www.bitplaces.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  11. 01 Unternehmen. Abgerufen am 29. August 2016.
  12. Immmr Imprint. Abgerufen am 29. August 2016 (en-US).
  13. Memberships. In: www.laboratories.telekom.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  14. Recommendations for implementing the strategic initiative INDUSTRIE 4.0. Abgerufen im 1. April 2013.
  15. Berlin als IT-Standort. Abgerufen im 26. Juni 2015.
  16. Beitrag - Technologiestiftung Berlin. In: www.technologiestiftung-berlin.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  17. media.net | Supervisory Board. In: www.medianet-bb.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  18. Executive Steering Board. Abgerufen am 29. August 2016.
  19. Mitglieder : MÜNCHNER KREIS. In: www.muenchner-kreis.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  20. Connected Living e.V. | Organisation. In: www.connected-living.org. Abgerufen am 29. August 2016.
  21. Fraunhofer FOKUS, Webmaster: Fraunhofer FOKUS. In: Fraunhofer FOKUS. Abgerufen am 29. August 2016.
  22. Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb: Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb - The Institute - Boards. In: www.ip.mpg.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  23. Dienste der Zukunft Innovationsfähigkeit für das digitale Leben und Arbeiten. Abgerufen im 1. November 2008.
  24. Dennis Bork: Engineering Management. In: www.aot.tu-berlin.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  25. Dr. Heinrich Arnold | CDTM - Center for Digital Technology & Management. Abgerufen am 29. August 2016 (en-US).
  26. GT-ARC. In: www.gt-arc.com. Abgerufen am 29. August 2016.
  27. Labs Network Industrie 4.0. In: Labs Network Industrie 4.0. Abgerufen am 29. August 2016.
  28. Der Verwaltungsrat — Universität Bonn. In: www.uni-bonn.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  29. Mitglieder. In: www.feldafinger-kreis.de. Abgerufen am 14. September 2016.
  30. Plätze 21 bis 100: Plätze 61 bis 100. In: www.wiwo.de. Abgerufen am 29. August 2016.
  31. 100 Innovators for Change. Abgerufen im 1. Mai 2016.

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