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Max Blumenfeld

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Das Ehepaar Blumenfeld-Grunwald zwischen 1925 und 1936

Max Blumenfeld (13. Juni 1880, Kirchhain, Provinz Hessen-Nassau – 7./8. März 1936, Meran, Italien) war Lehrer in Hannover-Ahlem und später auch Lehrer und Waisenhausdirektor, Graudenz, Westpreußen (heute Grudziądz, Polen) und Berlin.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Max Blumenfeld war das vierte der sieben Kinder von Moses Blumenfeld und Sara Stern.[1] Über Max Blumenfelds Ausbildung ist nichts überliefert. Er begann seine pädagogische Tätigkeit als Lehrer in der Israelitischen Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover im Frühling 1900. Ein Artikel in Der Israelit vom 21. März 1901 belegt seine Wahl als Lehrer:[2]

1904 berichtete Der Israelit unter „Vermischtes“ über Max Blumenfelds Wahl zum Inspektor des Caspar Lachmannschen Provinzial-Waisenhauses in Graudenz, Westpreußen:[3]

Im Berliner Tagblatt und Handelszeitung machten im November 1905 Moses und Sara Blumenfeld-Stern und Isidor und Rosa Grunwald-Israel die Verlobung ihrer Kinder Anna und Max bekannt. Die Trauung fand in Berlin-Pankow am 15. März 1906 statt. Anna Grunwald war die Tochter des Waisenhausdirektors Isidor Grunwald und seiner 1903 verstorbenen Frau Nanny Braun.[4] Ein Jahr später wurde ihre Tochter Edith am 16. Februar geboren. Sohn Fritz kam am 13. Juli 1910 zur Welt. Beide Kinder wurden in Graudenz geboren.[5][6]

Nach dem Tod seines Schwiegervaters Isidor Grunwald am 17. Februar 1925[7] wurde Max sein Nachfolger als Direktor des Zweiten Jüdischen Waisenhauses in Pankow. Max und Anna zogen nach Berlin und bezogen die Wohnung des Direktors an der Berliner Strasse 120/121.

In ihrem Buch Das Jüdische Waisenhaus in Pankow zitiert Inge Lammel den ehemaligen Lehrer Martin Davidsohn, der meinte, „dass mit ihm [Max Blumenfeld] ein freiheitlicher Geist in die Erziehung einzog, demokratische Formen, wie Beschwerdemöglichkeiten und ein geheim gewähltes Lehrlingsgericht, erhöhten das Selbstvertrauen der Zöglinge.“[8]

Isidor Grunwalds Enkel Walter Grunwald beschreibt die Führungsstil seines Grossvaters im Gegensatz zu der von Max Blumenfeld:[9]

„Mein Grossvater legte den Zöglingen eine sehr harte, aber notwendige Disziplin auf, da gelegentlich Übergriffe von den Jungen auf ihn vokkamen. Mein Vater erzählte mir, dass Grossvater nachts, mit einem kräftigen Schlüsselbund bewaffnet, durch die Schlafsäle ging, um nach dem Rechten zu sehen. Alle Jungen trugen Uniform. Sonntags Vormittag exerzierte Grossvater auf dem Hof mit Trommlern und Flötisten. […] Er konnte seine eigene Militärzeit als Offizier nicht vergessen. […] Jeden Abend mussten alle Jungen auf dem langen Korridor vor Grosselterns Privatwohnung antreten, in Viererreihe wohl ausgerichtet vom Grössten bis zum Kleinsten. Grossvater sagte jedem einzelnen Jungen ‹Gute Nacht› und gab ihm die Hand.“

Nichts Weiteres über die Arbeit von Max und Anna Blumenfeld-Grunwald in Berlin ist dokumentiert. Dass ihre Tochter Edith den Direktor des Waldpark Sanatoriums in Meran heiratete und dass Max dort während eines Erholungsaufenthalts starb, lässt vermuten, vermuten, dass die Familie im Kurort Meran Zeit verbrachte. Meran war damals ein beliebter Kurort für Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft.

Max Blumenfeld starb in Meran, Italien am 7 oder 8. März 1936 nach schwerer Krankheit.[10][11][12]

Literatur[Bearbeiten]

  • Inge Lammel, Das Jüdische Waisenhaus in Pankow, Seine Geschichte in Bildern und Dokumenten, Verein der Förderer und Freunde des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Pankow e.V., Berlin, 2001.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Standesamt Kirchhain Geburtennebenregister 1880, Blatt 58, (HStAMR Best. 915 Nr. 4981), Hessisches Staatarchiv Marburg.
  2. Aus dem Fünften Bericht über die Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem b. Hannover für den Zeitraum 15. Oktober 1899 bis 31. Oktober 1900, in: Der Israelit, 31. März 1901, S. 71.
  3. Der Israelit, 4. Oktober 1904, S. 1642.
  4. Berliner Tagblatt und Handelszeitung, 29. November 1905, Seite 12; Landesarchiv Berlin, Berlin, Deutschland, Personenstandsregister Heiratsregister 1906, Blatt 34.
  5. Berliner Tagblatt und Handelszeitung, 17. Februar 1907, S. 11, Geburtsanzeige.
  6. Berliner Tagblatt und Handelszeitung, 14. Juli 1910, S. 11, Geburtsanzeige.
  7. Berlin, Deutschland; Landesarchiv Berlin; Personenstandsregister Sterberegister 1925, Blatt 266.
  8. Inge Lammel, Das Jüdische Waisenhaus in Pankow, Seine Geschichte in Bildern und Dokumenten, S. 50.
  9. Inge Lammel, Das Jüdische Waisenhaus in Pankow, Seine Geschichte in Bildern und Dokumenten, S. 48.
  10. Todesanzeige Max Blumenfeld, Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, 15. März 1936.
  11. Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Meran, Italien.
  12. Todesanzeige in der Central-Verein-Zeitung vom 12. März 1936, S. 248.


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