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Michail Jurjewitsch Antonenko

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Michail Jurjewitsch Antonenko, auch: Michail Antonenko (russisch Михаил Юрьевич Антоненко, * 25. Februar 1989 in Moskau) ist ein russischer Pianist und Dirigent.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antonenko wurde 1989 in Moskau geboren. Seine Eltern sind Biochemiker und arbeiten an der Staatlichen Universität Moskau. Michail hat eine jüdische Mutter und einen russischen Vater, eine ältere Schwester Jekaterina, sie ist Chor-Dirigent und künstlerischer Leiter der Intrada-ensemble.[2]

Antonenko begann das Klavierspielen im Alter von sechs Jahren und hatte sein erstes solo-Konzert in Moskau im Alter von sieben Jahren. Seit der frühen Kindheit erhielt er Klavierunterricht in Moskau bei Jelena Alexandrowa.

2004–2008 studierte Antonenko an der Moskauer Staatlichen Konservatorium der Akademischen Hochschule für Musik bei Vera Choroschina und Orgel bei Natalia Gurejewa. Anschließend setzte er die Studien am Staatlichen Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei Pawel Nersessjan fort und besuchte Meisterklassen von Dmitri Bashkirov, Michail Jurowski und Teodor Currentzis.

Antonenko leitet auf Mozart-Gala-Konzert. Am 30. Mai 2018 im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums. Links Sopranistin Julia Leschnewa

Seit 2007 arbeitet Antonenko ständig mit der Sopranistin Julia Leschnewa zusammen, die er in der Musikhochschule am Moskauer Konservatorium kennengelernt hat. Nach Studien bei Grigori Sokolow trat er in Wiener und Berliner Konzerthäusern, Amsterdam Musicgebau, Champs-Elysées und Gavo-Halle in Paris, Melbourne Resitl-Center, Hamburger Leishalle, große Halle des Moskauer Konservatoriums, Große und Kleine Säle der St. Petersburg Philharmonie, sowie im Rahmen der Festivals in Gstaad (Jehoudi Menuhin Festival), Queensien Musical in San Sebastián, Toroella de Montgrí, Peralada und Moskau (Dezembers Abende von Svyatoslav Richter) auf. Seit Dezember 2015 dirigierte Antonenko regelmäßig Orchester. Am 29. Dezember 2015 gab Antonenko sein Debüt auf der Bühne im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums für Julia Leschnewas New Year' s Concert.[3]

Im Januar 2016 nahm Antonenko als Pianist in der Halle des Kongresszentrums in Luzern und spielte Klavier zusammen mit Luzerner Symphonieorchester unter der Leitung von James Gaffigan[4]. Im November 2016 nahm Antonenko an einem Weihnachtskonzert zusammen mit dem Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Herbert Blomstedt in der Halle des Gewandhauses in Leipzig.[5]

Antonenko dirigierte das Concerto Köln-Orchester auf der Aufnahme von Julia Leschnewa, die dem Komponisten Karl Heinrich Graun gewidmet war. Die Scheibe erschien im April 2017 unter dem Label Decca und wurde CD des Monats Bayerischer Rundfunk CD (Mai 2017), NDR CD der Woche und erhielt den Choc Classica und fünf Sterne der Zeitschrift Diapason in Frankreich, fünf Sternen im deutschen Kulturradio und vier Sterne Rezensionen in der Zeitung The Guardian in Großbritannien.

Am 18. Januar 2018 trat Antonenko im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums auf und debütierte mit dem staatlichen akademischen Symphonieorchester Russlands im Namen Jewgeni Swetlanow. Antonenko führte das erste Klavierkonzert von Beethoven als Dirigent und Solist aus und leitete auch die Oper Arien, die Ouvertüre von Mozart, Rossini, Donizetti und Meyerber mit der Teilnahme von Sopranistin Dilara Idrissova und Tenor Alexey Tatarintsev.[6]

Am 22. Februar 2018 in Seoul auf der Bühne Lotte Concert Hall Antonenko debütierte mit dem Orchester der Seoul Philharmonie.

Am 30. Mai 2018 leitete Antonenko eine Mozart-Gala-Konzert im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums in Moskau.

Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michail Antonenko im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums (2018)

Antonenko machte seine erste professionelle Aufnahme auf Decca. Er ist Concerto Köln für Julia Lezhneva neue Welt-ersteinspielung des Graun-Opern-Arien auf Decca durchgeführt (2017)/[7][8]

Die CD wurde vorgestellt als „CD des Monats“ des bayerischen Rundfunks.[9]

Das Konzertrepertoire Antonenko reicht von Scarlatti und Couperin bis Prokofjew und Schostakowitsch, mit einem Fokus auf Werke von J. S. Bach, W. A. Mozart, L. van Beethoven und Schubert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mikhail Antonenko. In: Lucerne Festival, 1. Februar 2018. Abgerufen am 19. März 2018. 
  2. Антоненко Юрий Николаевич: зав. лабораторией, профессор, доктор биологических наук. Abgerufen am 19. März 2018. 
  3. Корябин Игорь: Новогодний сюрприз от Юлии Лежневой и Михаила Антоненко. In: belcanto.ru, 10. Januar 2016. Abgerufen am 19. März 2018. 
  4. Thalmann Katharina: Prosit Neujahr mit Wolfgang und Gioachino. In: IG Kultur Luzern, 2. Januar 2016. Abgerufen am 19. März 2018. 
  5. Kempner André: Leipzig hilft Kindern – Benefizkonzert 2016 im Gewandhaus. In: Leipziger Volkszeitung, 10. Januar 2016. Abgerufen am 19. März 2018. 
  6. Молодые исполнители дадут концерт с оркестром имени Светланова в консерватории. In: Vesti.ru, 4. Januar 2018. Abgerufen am 19. März 2018. 
  7. Opera Arias. Julia Lezhneva. Concerto Köln. Mikhail Antonenko. In: Decca, 14. April 2017. Abgerufen am 19. März 2018. 
  8. Jeal Erika: Julia Lezhneva: Graun Arias CD review – a fluent recital of virtuoso pieces. In: The Guardian, 20. April 2017. Abgerufen am 19. März 2018. 
  9. Roeb Katharina: Vom suchen und finden. Julia Lezhneva mit arien von C. H. Graun. In: Sweet spot, 1. Mai 2017. Abgerufen am 19. März 2018. 


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