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Panzergrenadierbataillon 371

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Panzergrenadierbataillon 371
— PzGrenBtl 371 —
II
PzGrenBtl 371..png

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1991
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Truppengattung Panzergrenadiere
Typ Bataillon der Stabilisierungskräfte
Stärke ~940 Soldaten
Unterstellung PzGrenBrig 37.gif Panzergrenadierbrigade 37
Stationierungsort Marienberg
Ausrüstung SPz Marder
Auszeichnungen Flag of Germany.svg Fahnenband
Deutschland (1996)
Kommandeur
Kommandeur Oberstlt Thorsten Gensler[1]

Das Panzergrenadierbataillon 371 „Marienberger Jäger“ (PzGrenBtl 371) ist ein Bataillon der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ und gehört zu den Stabilisierungskräften. Der Verband ist in der Erzgebirgskaserne in Marienberg im Bundesland Sachsen stationiert. Er stellt deutsche Anteile der Very High Readiness Joint Task Force (NATO Response Force).

Auftrag und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

geplante Aufstellung des Bataillons und Verteilung des Puma im deutschen Heer

Das Panzergrenadierbataillon 371 ist ein Kampftruppenbataillon der Stabilisierungskräfte und leistet einen Fähigkeitsbeitrag für streitkräftegemeinsame Operationen niedriger und mittlerer Intensität. Das Bataillon führt Operationen im komplexen und dynamischen Einsatzumfeld, über längere Dauer im breiten Spektrum friedensstabilisierender Maßnahmen und ist befähigt Operationen verbundener Kräfte im gesamten Intensitätsspektrum zu führen. Es kann bei eskalierenden Lagen zeitlich und örtlich begrenzt gegen einen teilweise militärisch organisierten Gegner und symmetrisch auftretende Kräfte kämpfen. Dazu gliedert sich das Bataillon in:

  • PzGrenBtl 371: Bataillonsstab PzGrenBtl 371
  • 1./ PzGrenBtl 371: Stabs- und Versorgungskompanie
  • 2./ PzGrenBtl 371: Panzergrenadierkompanie
  • 3./ PzGrenBtl 371: Panzergrenadierkompanie
  • 4./ PzGrenBtl 371: Panzergrenadierkompanie
  • 5./ PzGrenBtl 371: Ersatz- und Unterstützungskompanie (wurde zum 1. Mai 2013 aufgelöst)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbandsabzeichen des Panzergrenadierbataillons 371 ist weiß-grün und repräsentiert die Landesfarben des Freistaates Sachsen. Rechts oben ist das Balkenkreuz der Bundeswehr zu sehen und links unten sind Hammer und Schlegel, die den in der Region ehemals ansässigen Silberbergbau symbolisieren. Dieses Verbandsabzeichen wurde am 28. August 1991 für das Panzergrenadierbataillon 371 eingeführt.

Hauptwaffensystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marder 1A3

Das PzGrenBtl 371 nutzt aktuell den Schützenpanzer (SPz) Marder (44 Stück, davon 14 je Panzergrenadierkompanie und zwei in der Stabs- und Versorgungskompanie). Die Einführung des SPz Puma ist geplant.[veraltet]

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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit anderen Truppenteilen der mit Ablauf des 2. Oktober 1990 aufgelösten NVA wurde mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 das MotSchützenregiment 7 in die Bundeswehr überführt. Im Rahmen der im Zwei-plus-Vier-Vertrag vereinbarten Neustrukturierung der Bundeswehr wurde das MotSchützenregiment 7 am 27. März 1991 aufgelöst.

Gleichzeitig wurden Truppenteile der Heimatschutzbrigade 37 in der Gliederung der damals neuen Heeresstruktur in Dienst gestellt. Diese bestanden aus dem Panzergrenadierbataillon 371, dem mobilmachungsabhängigen Panzergrenadierbataillon 372 mit geringem Stammpersonal im Frieden und vorwiegend mit der Ausbildung von Unteroffizieranwärtern betraut, sowie aus der selbstständigen Panzerjägerkompanie 370. Im Juni 1996 wurden das Panzergrenadierbataillon 372 und die Panzerjägerkompanie 370 aufgelöst. Zugleich wurde im Rahmen eines Umbenennungsappells dem Jägerbataillon 371 am 19. Juni 1996 anlässlich der 475-Jahr-Feier der Patenstadt Marienberg der Ehrenname Marienberger Jäger durch den Bürgermeister und das Fahnenband „Jägerbataillon 371“ durch den Bundesminister der Verteidigung, Volker Rühe, verliehen. Damit vollzog sich zugleich eine Umstrukturierung vom Panzergrenadierbataillon 371 in das Jägerbataillon 371. Dieses wurde dann im Jahr 1997 in ein Jägerbataillon der Krisenreaktionskräfte (KRK) umgewandelt. Im Juli 2007 erfolgte die erneute Umbenennung des Bataillons zurück in Panzergrenadierbataillon 371.

Das Bataillon stellt (zukünftig) den Kern des deutschen Anteils der Very High Readiness Joint Task Force (der NATO Response Force).[2]

Patenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bataillon sowie die einzelnen Kompanien unterhalten Patenschaften zu Städten und Gemeinden der Umgebung. Die einzelnen Patengemeinden sind u. a.:

Einsätze im In- und Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland[3]
  • 2012: Ehrenpreis der General-Kießling-Stiftung[4][5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vita Kdr PzGrenBtl 371. In: www.deutschesheer.de. 29. Juli 2015, abgerufen am 28. Juli 2015.
  2. Stephan Lorenz: Marienberger Eingreiftruppe der Nato macht eine gute Figur. In: Freie Presse, 11. März 2015, S. 5.
  3. Panzergrenadierbataillon 371 (Hrsg.): „Marienberger Jäger“. Das Panzergrenadierbataillon 371. Mering 2011, S. 9.
  4. Panzergrenadierbataillon 371: Geschichte, deutschesheer.de, 12. Juli 2016.
  5. Ehrenpreis an Soldaten aus Marienberg verliehen. In: Freie Presse, 5. Oktober 2012, S. 13.

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