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Panzergrenadierbataillon 391

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Panzergrenadierbataillon 391
— PzGrenBtl 391 —
II
Internes Verbandsabzeichen

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. April 1991
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Truppengattung Panzergrenadiere
Stärke 824
Unterstellung Panzergrenadierbrigade 37 (Bundeswehr).svg Panzergrenadierbrigade 37
Stationierungsort Bad Salzungen
Marsch Fridericus-Rex-Grenadiermarsch
Auszeichnungen Flag of Thuringia.svg Fahnenband
Thüringen (2009)
Kommandeur
Kommandeur Oberstleutnant Volker Ortloff[1]

Das Panzergrenadierbataillon 391 (PzGrenBtl 391) ist ein Bataillon der Panzergrenadierbrigade 37 Freistaat Sachsen und ist in der Werratal-Kaserne in der Kurstadt Bad Salzungen im Bundesland Thüringen stationiert.

Auftrag und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das über 800 Soldaten starke Bataillon unterstützt die Operationen verbundener Kräfte auf Brigadeebene oder im Gefechtsverband gegen gepanzerte Kräfte. Im Auftrag der Bundeswehr ist das Bataillon zum Schutz Deutschlands und seiner Bürger, Rettung und Evakuierung, Unterstützung von Bündnispartnern, internationaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung und Hilfeleistungen bei Katastrophen bestimmt. Dazu gliedert sich das Bataillon neben dem Bataillonsstab in fünf Kompanien:

  • 1./ PzGrenBtl 391: Versorgungskompanie
  • 2./ PzGrenBtl 391: Einsatzkompanie
  • 3./ PzGrenBtl 391: Einsatzkompanie
  • 4./ PzGrenBtl 391: Einsatzkompanie
  • Ausbildungs- und Unterstützungskompanie: Einsatzunterstützungskompanie (Grundausbildungskompanie)

Im Rahmen der Umstrukturierung des Heeres (Heer 2010) erfolgte eine Neugliederung. Die ehemalige 5./391 (Panzermörserkompanie) mit dem Panzermörsern M113 entfiel 2004 ersatzlos. Weiterhin wurde die ehemalige 6. Kompanie (Ausbildungskompanie) zur Durchführung der Grundausbildung als 5. Kompanie neu aufgestellt und führte die Chronik der Panzermörserkompanie weiter. Ihre Bezeichnung änderte sich im Zuge der Umstrukturierung HEER2011 zu „Ausbildungs- und Unterstützungskompanie“. Die Schützenpanzer Marder werden in den kommenden Jahren sukzessive außer Dienst gestellt und durch den neuen Schützenpanzer Puma ersetzt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen als Verbandsabzeichen besteht aus dem Thüringer Löwen mit acht Sternen als Verbundenheit zum Land Thüringen. Die Werra wird als blaues Band dargestellt und symbolisiert die Trennung und Wiedervereinigung der BRD und DDR. Die gekreuzten Gewehre mit dem grünen Untergrund kennzeichnen die Zugehörigkeit zur Infanterie und gleichzeitig zur nördlichen Rhön. Als Verbindung zur Garnisonsstadt Bad Salzungen wurde ein stilisierter Solebrunnen übernommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1991 wurde das Bataillon in Bad Salzungen/Thüringen unter dem Kommando der damaligen Heimatschutzbrigade 39 Thüringen aufgestellt. Zunächst noch mit dem BMP-1 als Schützenpanzer ausgestattet folgte bereits im Juli 1991 die erste Bataillonsübung Werrawechsel. Ab April 1992 begann die Umrüstung auf den Schützenpanzer Marder sowie ab 1995 mit der Heeresstruktur 5 (N) –Neues Heer für neue Aufgaben – die Umgliederung zu einem KRK Bataillon. Einige Highlights waren der Besuch des Chef des Generalstabes der belgischen Armee Generalleutnant Joseph Charlier und des Generalinspekteur der Bundeswehr General Klaus Naumann im April 1994, der Truppenübungsplatzaufenthalt im Oktober 1994 in Shilo/Kanada, der erste von weiteren CMTC-(Combat Maneuver Training Center) Durchgängen im Manöverübungszentrum in Hohenfels im Januar 1996 mit dem Panzerbataillon 393 als erste Verbände aus den neuen Bundesländern und der Besuch des Canadian Land Forces Command and Staff College am 7. Mai 1996. Den ersten Katastropheneinsatz bewältigte das Bataillon beim Oderhochwasser 1997.

Im Rahmen 10 Jahre PzGrenBtl 391 erhielt das Bataillon am 30. Mai 2001 das Fahnenband des Freistaates Thüringen. Zum 14. August 2001 wechselt das Bataillon mit der Auflösung der Panzerbrigade 39 zur Jägerbrigade 37 Freistaat Sachsen. Im Juli 2002 folgte während des Auslandseinsatzes des 5. Einsatzkontingent, Einsatzbataillon 1, KFOR der Besuch des damaligen Bundesministers der Verteidigung Rudolf Scharping. Im August 2002 wurde das restliche Bataillon komplett beim Hochwasser der Elbe eingesetzt, gleichzeitig sah man sich der Auflösung gegenüber und führte ab 2003 die Fremdgrundausbildung für das deutsche Heer in drei Kompanien (4, 5, 6) durch, darunter befanden sich die ersten 12 Frauen, die nicht im Sanitätsdienst dienen würden. Einen tragischen Fall erlebte das Bataillon dagegen, als während der Grundausbildung ein weiblicher Rekrut starb. Gegen Ende 2003 verlegte das Grenadierbataillon nach Wildflecken und diente dort von Januar 2004 bis Juli 2004 als Unterstützungsverband für die Ausbildung der Einsatzkontingente der 13. Panzergrenadierdivision. Erprobt wurde das Konzept einer zentralen Ausbildung für alle Auslandseinsätze mit Grund- und Fachteil je nach Einsatzland. Im April 2004 fiel die Entscheidung zur Auflösung des Bataillons. Bis zur ihrer Stornierung im August 2004 schrumpfte das ehemals 1000 Mann starke Bataillon auf 300 Soldaten, die gesamte Ausrüstung wurde in Depots abgegeben. 2005 bereits erstmals nach der Struktur Heer 2010 ungegliedert, erreichte das Bataillon zur Jahresmitte 2014 seine aktuelle Gliederung nach der neuen Struktur Heer 2011. Beim Elbehochwasser 2013 war das Bataillon im Juni 2013 als Leitverband für den Raum Dresden eingesetzt.

Auslandseinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von–bis Einsatzverband Land
April 1997–Oktober 1997 Reserveverband SFOR Bosnien-Herzegowina
Juni 1998–Dezember 1998 1. Folgekontingent SFOR Bosnien-Herzegowina
Juni 2000–Dezember 2000 5. Folgekontingent SFOR Bosnien-Herzegowina
Mai 2002–November 2002 5. Einsatzkontingent, Einsatzbataillon 1 (TF Prizren) KFOR Kosovo
November 2003–Mai 2004 8. Einsatzkontingent, Einsatzkompanie 2 SFOR Bosnien-Herzegowina
Juli 2006–September 2006 Teile des Btl. im 11. Einsatzkontingent, Einsatzleitverband PRT Feyzabad ISAF Afghanistan
März 2009–März 2010 19./20./21. Deutsches Einsatzkontingent ISAF im Provincial Reconstruction Team Kunduz Afghanistan
Juli 2012–Februar 2013 29./30. Deutsches Einsatzkontingent ISAF Afghanistan
September 2015–Januar 2016 Gestellung mehrerer Soldaten an der Ausbildungsmission im Irak Irak

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Januar 2010 erhielt Hauptfeldwebel Daniel Seibert (30) als einer der ersten Soldaten das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit für einen heldenhaften Einsatz in Afghanistan am 4. Juni 2009.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von–bis Kommandeur
1. September 1991–30. September 1992 Oberstleutnant Kappen
1. Oktober 1992–18. August 1994 Oberstleutnant Pazderski
18. August 1994–11. Dezember 1998 Oberstleutnant Schild
11. Dezember 1998–29. Juni 2001 Oberstleutnant Stahl
29. Juni 2001–20. Juni 2003 Oberstleutnant Tegmeier
20. Juni 2003–3. Juni 2005 Oberstleutnant Bayer
3. Juni 2005–16. August 2007 Oberstleutnant Lanziger
16. August 2007–21. Mai 2010 Oberstleutnant Killmann
21. Mai 2010–18. Oktober 2013 Oberstleutnant Mayer
18. Oktober 2013–25. September 2015 Oberstleutnant Büscher
seit 25. September 2015 Oberstleutnant Ortloff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vita Kdr PzGrenBtl 391. In: deutschesheer.de. 3. Januar 2014, abgerufen am 3. September 2014.

Koordinaten: 50° 48′ 13,7″ N, 10° 15′ 23,9″ O{{#coordinates:50,803806|10,256639|primary

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