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Sergei Nikolajewitsch Adonjew

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Sergey Adonyev

Sergei Adonjew (geboren am 28. Januar 1961 in Lwow, Sowjetunion) ist ein russischer Geschäftsmann und Philanthrop.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adonjew ist Absolvent des Polytechnischen Instituts von Leningrad (Polytechnische Peter-der-Große-Universität Sankt Petersburg),[1] an dem er von 1985 bis 1989 auch strukturelle Resistenz unterrichtete.

Frühe Geschäftsaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JFC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 gründete Adonjew gemeinsam mit Oleg Boyko und Vladimir Kekhman Olbi-Jazz, ein Unternehmen zur Obst- und Gemüseeinfuhr. 1996 gründete Adonjew die Joint Food Company (JFC), ein neues Unternehmen, das zum führenden Obst- und Gemüseimporteur in Russland wurde.[2] Im Jahr 2001 verkaufte Adonjew seine Unternehmensanteile.

US-Gerichtsfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adonjew bemüht sich gegenwärtig darum, ein altes in den Vereinigten Staaten verhängtes Urteil anzufechten (dies bezieht sich auf ein US-Unternehmen, dessen Mitinhaber er Anfang der Neunzigerjahre war). In dieser Angelegenheit wird er von Anthony Julius und Alan Dershowitz rechtlich vertreten. Die Verurteilung wird auf der Basis angefochten, dass keine Straftat begangen wurde und sie daher als Justizirrtum zu betrachten ist.

Hauptgeschäftsaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 gründete Adonjew den „Telconet Capital Fund“, der zum Hauptanteilseigner des Telekommunikationsbetreibers Skartel (Handelsmarke Yota) wurde. [3] Yota erzielte innerhalb der ersten fünf Monate einen betrieblichen Gewinn und war der erste mobile WiMAX-Anbieter (4G) in Russland. 2008 wurden 25 % des Unternehmens von Rostec übernommen. 2012 startete Yota das erste LTE-Netz in Russland. 2011 entstand aus jener Yota-Division, die hochtechnologische mobile Internetgeräte entwickelte, der Ableger Yota Devices, der das YotaPhone hervorbrachte. Yota Devices hat sich vor Kurzem von Yota abgesondert. 2013 verkaufte der Telconet Capital Fund seine Skartel-Anteile an die unter der Kontrolle von Alisher Usmanov stehende Telekom-Holdinggesellschaft Garsdale Services. Der geschätzte Transaktionswert betrug 1,33 Milliarden USD.[4]

Immobiliengeschäfte und Agrarindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 gründete Adonjew gemeinsam mit dem Geschäftsmann Sergey Rukin das in St. Petersburg ansässige Unternehmen Technologies of Greenhouse Growth. Zum Unternehmen gehören zwei bereits bestehende Gewächshausanlagen aus den Regionen Moskau und Tumen sowie das Handelsunternehmen TTR Trade. Produkte wurden unter dem Markennamen „ROST“ über die wichtigsten Einzelhändler in ganz Russland vertrieben (einschließlich Metro, Paytyerochka, Diksi, Magnit, Lenta). In dieses Projekt flossen mehr als 100 Millionen USD an Investitionen ein.[5] Anfang des Jahres 2017 erwarb Rukin den gesamten Geschäftsanteil von Adonjew.[6]

2017 erzielte Adonjew mit einem Nettovermögen von 800 Millionen USD den 124. Platz auf der Forbes-Rangliste.[7]

Philanthropie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adonjew unterstützt zahlreiche Kultur- und Sozialprojekte; die wichtigsten davon sind unter anderem:

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrotheater Stanislawski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Elektrotheater Stanislawski [8] öffnete seine Pforten 2015 nach kompletter Neukonstruktion und artistischer Umstrukturierung unter der Leitung des Theaterdirektors, Theoretikers und Pädagogen Boris Yukhananov. Romeo Castellucci, Heiner Goebbels, Konstantin Bogomolov, Philipp Grigoryan, Katy Mitchell, Teodor Currentzis, Theodoros Terzopoulos, Dmitri Kurlyandksiy – befinden sich unter den Künstlern, die mit dem Theater bereits zusammengearbeitet haben.[9]

MusicAeterna-Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chor befindet sich unter der Leitung des anerkannten Dirigenten Teodor Currentzis. MusicAeterna hat als erstes Orchester aus Russland die Salzburger Festspiele eröffnet.[10]

DAU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DAU ist ein großangelegtes internationales Filmprojekt von Ilya Khrzhanovsky. Es handelt sich um eine wichtige Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa, die durch internationale Filmfonds und Produktionsfirmen (Medienboard Berlin-Brandenburg, Mitteldeutsche Medienförderung, Arte France Cinema, WDR/Arte Essential Filmproduktion, Eurimage, The Swedish Film Institute und andere) gefördert wird.[11] Teodor Currentzis, Marina Abramovich, Carsten Hoeller, Romeo Castellucci, Vladimir Martynov, Leonid Fedorov, Boris Mikhailov, Robert Del Naja, Brian Eno, Anatoliy Vassiliev, Nobelpreisträger David Gross, Gewinner der Fields-Medaille Shing-Tung Yau – befinden sich unter den Künstlern und Wissenschaftlern, die am DAU-Projekt beteiligt waren. Die Premiere ist für Herbst 2018 geplant.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strelka-Institut für Medien, Architektur und Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strelka-Institut [12] ist ein internationales Non-Profit-Ausbildungsprojekt, das 2009 in Moskau gegründet wurde. Adonjew war gemeinsam mit Alexander Mamut Mitbegründer und von 2009 bis 2014 Co-Finanzier des Strelka-Instituts.

Merab Mamardashvili Foundation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgabe dieser Stiftung [13] ist es, das Erbe des außergewöhnlichen sowjetischen Philosophen und Phänomenologen Merab Mamardashvili zu studieren und zu veröffentlichen.

Salomon Maimon Heritage Foundation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung dient dazu, das Leben und die Werke des jüdisch-deutschen Philosophen und Autodidakten Salomon Maimon zu studieren und zu veröffentlichen.

Wohltätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohltätigkeitsorganisation Ostrova[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Wohltätigkeitsorganisation hilft Menschen in Russland, die an zystischer Fibrose leiden.[14]

2016 wurde Adonjew der Titel „Philanthrop des Jahres“ verliehen. Diese Auszeichnung wurde vom Kulturministerium in Russland ins Leben gerufen und wird jenen wichtigen Philanthropen verliehen, die sich dafür einsetzen, das kulturelle Erbe Russlands zu erhalten und diesbezügliche Projekte finanziell zu unterstützen. [15]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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