Theodor Recknagel (Maler)

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Ein vergnügter Mann (um 1900)
Gemälde zur Studie von 1907: Porträt eines kleinen Mädchens mit Blüten im lockigen blonden Haar (um 1907)
Blondes Mädchen mit blauer Schleife (um 1920)
Rothaarige Schönheit (um 1920)

Theodor Recknagel (auch Recknagl, * 1865 in München; † 1945 ebenda) war ein deutscher Genre- und Porträtmaler der Münchner Schule.

Leben[Bearbeiten]

Geboren als Sohn eines Bankbeamten, studierte Recknagel seit dem 13. Oktober 1881 an der Königlichen Akademie der Künste in München in der Antikenklasse. Nach dem Studium beschäftigte er sich mit der Genremalerei und der Porträtmalerei, aber auch einige Landschaften entstanden.[1] Nach 1921 schuf er mehrere Porträts von Kardinal Michael von Faulhaber.

Vier Gemälde kaufte und verkaufte die Galerie Heinemann in München, eine Tyrolerin (1897) nach London, eine Tyrolerin (1898) nach Köln, Der Schnupfer (1899) nach Dresden und Ein gutes Pfeifchen (1904) nach New York. Einige seiner Motive erschienen als Künstlerpostkarten.[2][3][4][5][6] Kunstdrucke seiner volkstümlichen Porträts (Stickende Dame, Jäger mit Pfeife) sind bis heute beliebte Ausstellungsstücke für folkloristisch-historisierende "Bauernstuben". 1907 wurde in den Monatsheften von Velhagen & Klasing die Zeichnung eines weiblichen Studienkopfes abgebildet und ein Text dazu verfasst.[7] Das Gemälde zu der Studie wurde Ende 2016 auf einer Auktion angeboten.[8]

Bis 1898 hatte Recknagel sein Atelier eine Zeit lang in der Schellingstraße 114 in der Münchner Maxvorstadt,[9] ab 1898 in der Theresienstraße 75 und um 1900 in der Findlingstraße 28. Auch die Künstler Carl Strathmann, Alexander von Salzmann und Adelbert Niemeyer hatten zu der Zeit unter der selben Adresse ihr gemeinsames Atelier. Um 1903 hatte er sein Atelier in der Pettenkoferstraße 28.[10] Um 1936 war Recknagel in Leipzig tätig.[11]

Recknagel signierte seine Bilder mit Th. Recknagl. Er war Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Münchner Künstlergenossenschaft.

Ein von Theodor Recknagel auf Holz gemalter Kopf einer Schwarzwälder Bäuerin (18 × 14 cm) ist in der Lost Art-Datenbank der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste gelistet.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1898 Münchner Jahresausstellung im Glaspalast – Ölgemälde Kinderbildnis[12]
  • 1900 Münchner Jahresausstellung im Glaspalast – Pastell Kinderkopf[13]

Literatur[Bearbeiten]

  • Willy Oskar Dreßler: Dresslers Kunsthandbuch: Deutsche bildende Künstler und Kunstwissenschaftler : Karl Curtius, Berlin 1930

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Theodor Recknagel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landschaft mit Hirsch
  2. Karte 1, Madonna
  3. Karte 2, Goldelse
  4. Karte 3, Lilli
  5. Karte 4, Dein gedenk ich
  6. Karte 5, Siesta
  7. Abbildung Studierkopf
  8. Gemälde zu der Studie bei zeller.de
  9. Adolf Bothe: Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart, München 1898
  10. Ausübende Künstler im Jahrbuch der bildenden Kunst, 1903
  11. Recknagel beim RKD
  12. Ausstellungskatalog, München 1898
  13. Ausstellungskatalog, München 1900

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