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Untersuchungen zum Ursprung von SARS-CoV-2

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COVID-19 ist eine Zoonose, eine Infektionskrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird und von Tieren auf Menschen übertragen wurde. In der chinesischen Stadt Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des damals neuartigen Erregers festgestellt worden. Die epidemiologische Analyse zahlreicher Patientendaten ergab einen deutlichen Anstieg an Lungenleiden in Wuhan in den ersten Wochen 2020. Ein bis zwei Wochen später war eine Verbreitung in weitere Teile der umgebenden Provinz Hubei zu beobachten. Immer mehr Länder meldeten im Laufe der Zeit Krankheitsfälle. Seitdem bemühen sich Wissenschaftler, Regierungen und internationale Organisationen, den Ursprung des Erregers zu bestimmen. Viele Wissenschaftler halten einen Ursprung in der Natur für wahrscheinlich, aber auch ein Laborunfall wird nicht ausgeschlossen.[1]

Ein Biologe hält eine Fledermaus, um sie auf ihre Infektiosität zu untersuchen.
Wuhan in China mit der umgebenden Provinz Hubei

Hufeisennasen – möglicherweise mehrere höhlenbewohnende Arten – waren das Reservoir des Erregers SARS-CoV-1, der die SARS-Pandemie 2002/2003 ausgelöst hatte, mit dem Larvenroller (Paguma larvata, englisch masked palm civet) als möglichem Zwischenwirt zwischen Fledertier und Mensch. Seitdem wurden verschiedene weitere Betacoronaviren, insbesondere auch SARS-CoV-artige der Untergattung Sarbecovirus, vor allem bei Fledertieren, aber auch bei Menschen gefunden. Chinesische Wissenschaftler fanden ähnliche Coronaviren in eingeschmuggelten Schuppentieren. Der unmittelbare tierische Vorfahr oder das Vorlӓufervirus für SARS-CoV-2 ist weiterhin unbekannt.[2][3]

Phylogenetik und Taxonomie[Bearbeiten]

Coronavirus SARS-CoV-2
Isolat Wuhan-Hu-1 (erste sequenzierte putative Genomorganisation von SARS-CoV-2)

SARS-CoV-2 ist eine Untergattung des Sarbecovirus (beta-CoV lineage B), die untereinander Rekombinieren können durch Neuanordnung von genetischem Material (RNA). Die Untergattung Sarbecovirus gehört der heutigen Gattung Betacoronavirus an. Um in die Wirtszellen vorzudringen verwendet SARS-CoV-2 das Enzym ACE-2 als Rezeptor. An seinem Spike-Protein besitzt das Virus eine Furin-affine Proteinausprägung und wird dort durch Furin gespalten, um den endosomalen Zellzutritt im Lungengewebe einzuleiten. SARS-CoV-2 ist das siebte bekannte Coronavirus nach 229E, NL63, OC43, HKU1, MERS-CoV und SARS-CoV-1 das Menschen infizieren kann.[4][5] Es konnte im Herbst 2020 aufgrund umfangreichen Genomvergleichs eine vermutliche Ribonukleinsäure (RNA)-Sequenz der Ausgangsform („Stammvater“, en. progenitor: proCoV2) ermittelt werden, die (wie zu erwarten) vom Genom der real existierenden Referenzform etwas abweicht.[6][7]

Erste nachgewiesene Infektionen[Bearbeiten]

Die in beiden Hauptzweigen des Stammbaums basal liegenden Isolate stammen aus Wuhan, was ein Beleg dafür war, dass das Virus dort seinen Ausgang genommen hat. Das Virus hatte bereits im November 2019, möglicherweise früher, die ersten Menschen infiziert, wie US-Forscher aus Berechnungen der molekularen Uhr und aus Computersimulationen zur Frühphase der Epidemie feststellten. In China hatte es Mitte November eine erste nachgewiesene Infektion mit SARS-CoV-2 gegeben. Das bedeutet aber nicht, dass das Virus zwangsläufig auch in China entstanden sein muss, der Südostasiatische Raum kommt dazu auch in infrage. Es wurden 13 Virus-Stӓmme isoliert, die sich nicht alle dem Ausbruch in Wuhan zuordnen lassen, was auf unentdeckte Übertragungsketten hindeutet. Im Sommer bis Herbst 2019 war ein auffälliges Infektionsgeschehen durch die Auswertungen von verkauften Fieber- und Erkältungsmitteln nicht festzustellen. In Proben, die im zweiten Halbjahr 2019 von chinesischen Patienten mit Atemwegserkrankungen genommen worden waren, fand sich bei einer erneuten Untersuchung kein Sars-CoV-2. Wenn der Erreger schon im Herbst zirkulierte, dann wahrscheinlich nur auf niedrigem Niveau, so die Schlussfolgerung.[8][9][10] Die von der WHO vom 13. Januar bis zum 11. Februar 2020 verwendete Bezeichnung „2019-nCoV“ galt nach deren Aussage nur vorläufig.[11]

Am 10. November 2019 begab sich eine damals 25-jährige Mailänderin, die als Patient „Zero“ gilt, wegen eines Hautausschlags in ärztliche Behandlung. Anfang 2021 konnten von einem internationalen Forscherteam, koordiniert von der Universität Mailand, in der seinerzeit entnommenen Hautprobe Nukleotidsequenzen (genetische Spuren) der RNA von SARS-CoV-2 in den Schweißdrüsen nachgewiesen werden.[12] Ein noch früheres Vorkommen könnten Blutproben belegen, die im September 2019 Italienern entnommen wurden und laut einer Untersuchung im November 2020 Antikörper gegen SARS-CoV-2 enthielten. Das Virus könnte somit früh in Europa in Erscheinung getreten sein.[13]

Feinkost-Nassmarkt in Wuhan[Bearbeiten]

Abstand des Feinkost-Nassmarkts zum Wuhan Center for Disease Control and Prevention (277 Meter)

Als erste Patientin wurde zeitweise die 57-jährige Wie Guixian angesehen, die als Shrimps-Verkäuferin auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan arbeitete. Da auch von den 41 ersten Fällen 28 in direkter Verbindung zu dem Tiermarkt in Wuhan standen, gilt der Feinkost-Nassmarkt in Wuhan (Huanan Seafood Market) als Ursprung der Pandemie. Die ehemals auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan aufgetretenen Fälle von COVID-19 Ende 2019 deuten darauf hin, dass eine zoonotische Quelle bei Wildtieren anwesend war, wie bei den ähnlich feuchten Märkten, die in den SARS-Ausbruch von 2002–2003 verwickelt waren. Dafür spricht die Tatsache, dass SARS-CoV-2-ähnliche SARS-CoVs gefunden wurden, die in Reservoirwirten bei Fledermäusen zirkulieren.[14] Das chinesische Center for Disease Control and Prevention fand in 33 von 585 genommenen Proben des Marktes die Präsenz des Virus, unter anderem an Wildfleisch-Ständen. In Wuhan kommen relativ wenige Fledermäuse in freier Wildbahn vor, darüber hinaus befanden sich die Tiere im Winterschlaf. Wissenschaftler sehen bisher jedoch keine eindeutigen Belege, dass der Markt die Quelle war. Der Markt könnte daher Schauplatz eines frühen Superspreader-Ereignisses gewesen sein. Allerdings könnte die Übertragungskette komplexer gewesen sein, mit einem Zwischenwirt. In diesem Zwischenwirt könnten dann weitere Veränderungen des Virus erfolgt sein, was die bestehenden Unterschiede von SARS-COV-2 zu den bisher in Fledermäusen gefundenen SARS-CoV-ähnlichen Viren, wie RaTG13, erklären könnte.[15][16]

Der Virologe Xiao Xiao vom Laboratory of Southwest China Wildlife Resources Conservation in Nanchong war auf der Suche nach bestimmten Zecken, die den Erreger einer manchmal tödlichen viralen Erkrankung namens Dabie bandavirus in sich tragen. Er fand zahlreiche Belege für Tierquälerei und illegalen Handel mit Wildtieren auf den Chinesischen Märkten. 30 % der lebend angebotenen Tiere wiesen Verletzungen von Schüssen oder Fallen auf. Die Forscher widersprechen dem WHO-Bericht zur Wuhan-Mission deutlich. Xiao Xiao hielt fest, dass man Aussagen über den Verkauf lebender Tiere im Jahre 2019 nicht habe verifizieren können. Dass nach der Schließung am 1. Januar 2020 keine Sars-CoV-2-Partikel in Resten von tiefgekühlten Tieren auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan sichergestellt wurden, widerlegt das Übersprungsszenario nicht.[17] Untersuchungen ergaben dass sich die empirischen genomischen Daten am besten durch mindestens zwei unterschiedliche zoonotische Übertragungen erklären lassen, die auf dem Wuhan Markt stattgefunden haben könnten.[18]

Hubei Wildlife Rescue Centre[Bearbeiten]

Al Jazeera berichtete über dass Hubei Wildlife Rescue Centre im Osten der Stadt Wuhan, dass sich mit Wildtieren beschäftigt, ein Tierkrankenhaus besitzt und mit dem Institut für Virologie Wuhan zusammenarbeitet. Welche Beziehungen es zwischen dem Institut für Virologie und dem Wildlife Rescue Centre gibt, wurden nach mehreren Anfragen von Al Jazeera abgelehnt. Der Virologe Edward Holmes von der Universität Sydney sagte: „Da fast alle menschlichen Viren von Tieren abstammen, ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, welche Wildtiere sich zum Zeitpunkt des Virus-Ausbruchs in Wuhan befanden“.[19]

Natürliche Selektion[Bearbeiten]

Zu Beginn der Pandemie kannte man praktisch keine nah mit SARS-CoV-2 verwandten Viren. Die hochaffine Bindung des SARS-CoV-2-Spike-Proteins an menschliches ACE2 ist wahrscheinlich das Ergebnis einer natürlichen Selektion an einer menschlichen oder menschenähnlichen ACE2, die eine optimale Bindungslösung gestattet. In der Nähe des S1-S2-Übergangs von Coronaviren können Mutationen, Insertionen und Deletionen aufkommen, sodass die polybasische Spaltstelle durch einen natürlichen Evolutionsprozess entstehen kann, wobei bei den bisher erforschten SARS-CoVs (Betacoronaviren) im tierischen Wirtsspektrum der Fledermäuse und Pangoline keine gesichtet wurden. Wahrscheinlich ist eine hohe tierische Wirtspopulationsdichte (Effizienz) notwendig, damit ein Vorläufervirus die polybasische Spaltstelle und Mutationen im Spike-Protein bekommt, die zur Bindung an menschliches ACE2 geeignet sind und eine ACE2-Codierung aufweisen, die mit der menschlichen evolutionär übereinstimmt.[20]

Coronaviren und Fledermäuse[Bearbeiten]

BatCoV RaTG13-Virus[Bearbeiten]

Rhinolophus affinis
Verbreitungsgebiet (rot) von Rhinolophus affinis

SARS-CoV-2 ist phylogenetisch mit Fledermaus-Coronaviren (CoVs) verwandt, insbesondere mit dem Virus BatCoV RaTG13. Wie im November 2020 bekannt wurde, litten bereits im Jahr 2012 vier Minenarbeiter, die zuvor in einer Höhle beim Ort Tongguan (通关镇)[21] im Landkreis Mojiang (墨江县) in der chinesischen Provinz Yunnan gearbeitet hatten, an schweren Atemwegserkrankungen, mit zum Teil tödlichem Ende. Am 26. und am 27. April 2012 wurden die Erkrankten im nächstgelegenen Krankenhaus aufgenommen und Patientenproben gesammelt. Im Oktober 2012 kontaktierte das Universitätskrankenhaus Kunming die chinesische Chef-Virologin Shi Zhengli, zum Aufspüren eines unbekannten Virus. Verschiedene Blutproben der Minenarbeiter wurden von ihr auf das Ebolavirus und andere Viren getestet, doch die Tests verliefen alle negativ. Shi stieg deswegen im Jahr 2013 selber in die Kupfermine von Mojiang.[22]

Die Proben von Fledermauskot aus dem stillgelegten Minenschacht wurden jedoch nicht auf RaTG13 und auch nicht auf SARS-CoV-2 getestet, da diese Viren 2012 noch nicht bekannt waren. Bei weiteren Untersuchungen an den Patienten und ihrer bronchoalveolären Spülflüssigkeit und in der Kupfermine, in diesem und den folgenden Jahren, fand man schließlich SARS-CoV-ähnliche Viren (SARSr-CoVs, Untergattung Sarbecovirus) mit Ähnlichkeiten zu dem Fledermaus-Coronavirus SARSr-CoV Rp3. Eine der dabei gefundenen Varianten wurde später von der ursprünglichen Proben-Nr. des Virusisolates „BatCoV/4991“, in „BatCoV RaTG13“ umbenannt, aber keine der damals gefundenen Varianten ist identisch mit SARS-CoV-2. Das Virus RaTG13 ist nach der lateinischen Bezeichnung der Fledermaus (Rhinolophus affinis), dem Fundort (Tongguan) und dem Jahr des Fundes (2013) benannt. Die Vorfälle in der Kupfermine in Tongguan 2012, haben das Interesse an der Erforschung der Viren bei Fledermäusen gefördert und RaTG13 ist ein Indikator zum Ursprung von SARS-CoV-2. Es gibt sogenannte Wochenstuben-Kolonien, die von erwachsenen männlichen Fledermäusen gemieden werden und wo sich die Tiere wahrscheinlich gegenseitig anstecken. Es wird vermutet, dass sich die Coronaviren dabei bevorzugt in den immunologisch ungeschützten Jungtieren vermehren.[23][24]

Aufgrund der Ähnlichkeit der Bindungsstelle (en. receptor binding domain, RBD) des Spike-Proteins an den menschlichen Rezeptor ACE2 (hACE2) gilt inzwischen das Virus-Isolat BatCoV RaTG13[25] (gefunden in Java-Hufeisennasen Rhinolophus affinis, englisch intermediate horseshoe bat in Yunnan, in Bruchstücken auch bei erkrankten und verstorbenen Minenarbeitern aus Yunnan 2016), als wichtiger Kandidat für den Ursprung von SARS-CoV-2, auch wenn nicht klar ist, ob die Übertragung direkt erfolgte. Die Übereinstimmungen der Gesamtgenomsequenzidentitӓt zwischen RaTG13 und SARS-COV-2, festgestellt beim Screening durch eine veröffentlichte Pan-CoV-2-PCR-Methode bei der 13 der 100 Rektaltupfer positiv waren, betrӓgt nach Sequenzierung von PCR-Amplicons die höchste Sequenzidentitӓt von 96,22 % zum Fledermaus RaTG13 und zu 95,86 % zum menschlichem SARS-CoV-2 (in genetischen Maßstäben gering). Trotz der Übereinstimmung divergiert die Spitze von RaTG13 in der Rezeptorbindungsdomäne, was darauf hindeutet, dass es sich wahrscheinlich nicht gut an menschliches ACE2 bindet. Seitdem wurde von mehr SARS-CoV-verwandten viralen Genomsequenzen von Fledermӓusen aus Ostchina, Kambodscha, Thailand (RmYN02) und Japan sowie von Pangolinen in China berichtet. RaTG13 ist das unmittelbare tierische Vorlӓufervirus, das zu 99 % identische Sequenzen zum 2003 ausgebrochenen SARS-CoV-1 Virus enthӓlt und in Fledermäusen und Larvenrollern nachgewiesen wurde. Es dauerte dabei 15 Jahre, um den Zwischenwirt aufzuspüren. Der unmittelbare tierische Vorfahr oder das Vorlӓufervirus für SARS-CoV-2 ist weiterhin unbekannt.[26]

SARS-CoV-ähnliche Coronaviren[Bearbeiten]

Bis 2017 wurden in den Höhlen in Yunnan SARS-CoV-ähnliche Coronaviren in folgenden Fledermausspezies gefunden: in Hufeisennasenarten bei der Java-Hufeisennase (Rhinolophus affinis, en. intermediate horseshoe bat), der Chinesischen Hufeisennase (R. sinicus) und der Großen Hufeisennase (R. ferrumequinum) sowie in der Stoliczka-Dreizackblattnase (Aselliscus stoliczkanus, en. Stoliczka’s trident bat). Die häufige Vergesellschaftung mehrerer Arten von Fledertieren in Höhlen und Stollen begünstigt die Übertragung von Viren zwischen den Fledermausarten; das ist eine Ursache für die große Diversität der Fledermaus-assoziierten Coronaviren.[27][28]

Rhinolophus pusillus
Verbreitungsgebiet (rot) der malaysischen Hufeisenfledermaus (Rhinolophus malayanus)

Wissenschaftler unter der Leitung des Virologen Marc Eloit vom Institut Pasteur wiesen in drei Hufeisennasenarten namens Malaysische Hufeisennase (Rhinolophus malayanus), Marshalls Hufeisennase (Rhinolophus marshalli) und der Kleinsten Hufeisennase (Rhinolophus pusillus) im Norden von Laos Coronaviren nach, dabei wurde Speichel, Urin und Kot von rund 650 Fledermäusen untersucht. Die Viren wurden BANAL-52, BANAL-103 und BANAL-236 benannt und sind zu über 95 % mit dem Ursprungsstamm von Sars-CoV-2 identisch. Die größte Ähnlichkeit mit SARS-CoV-2, aber in genetischen Maßstäben gering, hat laut der Analyse Banal-52 (Bat SL-CoV BANAL-52) mit einer genetischen Übereinstimmung von 96,8 % (Rhinolophus malayanus). Die Viren besitzen Rezeptor-Bindungsdomänen, die praktisch identisch mit jenen von Sars-CoV-2 sind, sodass theoretisch die oben genannten Viren, damit auch auf Menschen überspringen und an den ACE2 Rezeptor menschlicher Zellen andocken können. Den Viren fehlt allerdings die Eigenschaft von SARS-CoV-2, leicht in menschliche Zellen einzudringen, da sie nicht die Furin-Spaltungsstelle auf dem Spikeprotein tragen. Es ist zu vermuten, dass der Vorläufer von SARS-CoV-2 diese Fähigkeit durch weitere Rekombination mit einem Coronavirus erhielt.[29][30][31][32]

Im Kot einer Horn-Hufeisennase (Rhinolophus cornutus, en. little Japanese horseshoe bat) aus der Präfektur Iwate im Norden der japanischen Hauptinsel Honshū vom Jahr 2013 wurde im Herbst 2020 ein Rc-o319 genannter Sarbecovirus-Stamm gefunden, dessen Genom zu 81 % mit dem von SARS-CoV-2 übereinstimmt.[33][34] Anfang Dezember 2020 wurde erstmals über Funde SARS-CoV-2-ähnlicher Coronaviren bei Fledermäusen außerhalb Chinas berichtet.

Neben dem oben erwähnten Fund von Rc-o319 bei der Horn-Hufeisennase aus Japan könnte man bei zwei bereits im Jahr 2010 eingefrorenen Exemplaren der Kochang-Hufeisennase (Rhinolophus shameli, en. Shamel’s horseshoe bat) aus dem Norden Kambodschas fündig geworden sein, die Genom-Analyse ist aber erst zu 70 % abgeschlossen (Stand 6. Dezember 2020).[33]

Eine Untersuchung der ACE2-Rezeptoren in den Zellen von 46 Fledermausarten ergab, dass die Mehrheit schlechte Wirte waren. Einige Arten, wie z. B. Fruchtfledermäuse (Rousettus aegyptiacus), die infiziert wurden, konnten die Infektion auf andere Fledermäuse übertragen. Minimal eingeschätzt wird die direkte Übertragung von SARS-CoV-ähnlichen Viren aus Fledermäuse auf Menschen. Sars-Viren in Fledermausbeständen gibt es auch in Europa (Sarbecovirus), wobei sie schlecht auf Menschen übertragbar sind. Eine direkte Übertragung von der Fledermaus, insbesondere bei tropischen Arten, auf den Menschen ist aber durchaus möglich, wie chinesische Studien gezeigt haben. Bei den in der chinesischen Provinz Yunnan in der Nähe von Fledermaushöhlen lebenden Menschen, wurden Antikörper gegen Coronaviren in ihrem Blut festgestellt.[35][36]

Fledermäuse sind durch die gesteigerte Interferon-Alpha-Ausschüttung die durch Jahrmillionen der Koevolution mit Viren entstand, in der Lage, Infektionen mit Coronaviren und anderen Erregern zu tolerieren, ohne selber daran zu erkranken. Eine stark entzündungshemmende Immunantwort fehlt den meisten anderen Säugetieren. Weltweit tragen Fledermäuse schätzungsweise über 3.000 verschiedene Coronaviren in sich. Neben SARS-CoV-2 konnte etwa auch SARS-CoV-1 und MERS-CoV, große Epidemien verursachten.[37]

Tierischer Ursprung von unterschiedlichen Coronaviren
Darstellung des möglichen Übertragungsweges von Tier zu Mensch
Phylogenetische Analyse von SARS-CoV-2 und repräsentativen Sarbecoviren im geografischen Kontext

Genetische Übereinstimmungen von SARS-CoV-2 und Coronaviren im Überblick[Bearbeiten]

Klimawandelbedingte Veränderungen[Bearbeiten]

Eine Studie der Universität Cambridge, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Hawai’i-Manoa beschreibt große klimawandelbeding Veränderungen der natürlichen Vegetation in der südchinesischen Provinz Yunnan und benachbarten Gebieten in Myanmar und Laos. Im 20. Jahrhundert wandelte sich das tropische Buschland hin zu tropischer Savanne und Laubwald. Dieser Prozess hat die Ausbreitung zahlreicher neuer Fledermausarten ermöglicht. Die Fledermausfauna Chinas ist mit mehr als 100 Fledermausarten und mehreren endemischen Arten, die sowohl die Paläarktis als auch die indo-malaiische Region repräsentieren, beschrieben. Laut den Daten könnte in der südchinesische Provinz Yunnan, die eine hohe Fledermauspopulation aufweist, der Ursprung der Pandemie gewesen sein (1500 Kilometer von Wuhan entfernt).[40]

Schuppentiere[Bearbeiten]

Malaiisches Schuppentier
Verbreitungsgebiet (grün) des Malaiischen Schuppentiers

Nachdem in Malaiischen Schuppentieren (Manis javanica, en. Sunda pangolin) Coronaviren mit hoher genetischer Übereinstimmung zum SARS-CoV-2 gefunden wurden (Manis-CoV, genauer Pan_SL-CoV_GD/P1L, Isolate SRR10168377 und SRR10168378), gerieten diese in Verdacht der Ursprung der Pandemie zu sein, obwohl Pangoline Einzeltiere sind die relativ kleine Populationsgrößen aufweisen, aber trotz Verbots in China gehandelt werden (Rote Liste gefährdeter Arten).[41][42][43][44][45] Die Übereinstimmung betrug in diesem Fall 90 % über das gesamte Genom, aber 99 % in einer spezifischen Region des Spike-Proteins (S-Protein), die es dem Virus erlaubt, an die ACE-Rezeptoren der menschlichen Zellen zu binden.[2] Interessanterweise ist das in den Java-Hufeisennasen (R. affinis) isolierte Virus RaTG13 gerade in diesem Genom-Abschnitt zu SARS-CoV-2 mit nur 77 % Übereinstimmung vergleichsweise unterschiedlich.[2] Dies bedeutet, dass die aus den Malaiischen Schuppentieren isolierten Coronaviren in menschliche Zellen eindringen können, das aus Java-Hufeisennasen isolierte jedoch nicht.[2] Außerdem ist dieses Ergebnis verträglich mit der Annahme, dass SARS-CoV-2 das Ergebnis einer Rekombination der RNA-Moleküle zweier verschiedener Viren sein könnte, eines dem RaTG13 aus Fledermäusen von Yunnan, das andere dem Pan_SL-CoV_GD aus den Schuppentieren von Guangdong nahestehend. Dann wäre SARS-CoV-2 entstanden als eine neue Chimäre aus zwei Viren, die diesen beiden Linien jeweils sehr nahestanden.[2][46] Diese Annahme wurde durch eine weitere Studie von Xiaojun Li und Kollegen (Duke University, Los Alamos National Laboratory, University of Texas, El Paso und New York University) Ende Mai 2020 unterstützt.[47][48][49]

Chinesisches Schuppentier
Verbreitungsgebiet (grün) des Chinesischen Schuppentiers

Bemerkenswert war laut Tommy Tsan-Yuk Lam, Virologe am Joint Institute of Virology (Shantou University and The University of Hong Kong), Guangdong-Hongkong, P. R. China, die Beobachtung mutmaßlicher Rekombinationssignale zwischen den Pangolin-Coronaviren, dem Fledermaus-Coronavirus RaTG13 und menschlichem SARS-CoV-2. Insbesondere zeigt SARS-CoV-2 eine sehr hohe Sequenzähnlichkeit zu den Guangdong-Pangolin-Coronaviren in der Rezeptorbindungsdomäne (RBD) (97,4 %). Historische Daten vom Mai 2003 haben gezeigt, dass eines von sieben Pangolinseren positiv für SARS-CoV war. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pangoline ihre SARS-CoV-2-verwandten Viren unabhängig von Fledermäusen oder einem anderen tierischen Wirt erworben haben.[50]

Zwar besitzen Coronaviren – anders als etwa Influenzaviren – ein unsegmentiertes Genom (monopartit), d. h. nur ein einziges Nukleinsäuremolekül (hier RNA). Eine Rekombination von Segmenten als Ganzes (Reassortment) ist also im Gegensatz zu diesen nicht möglich. Insbesondere um den Ursprung des alten SARS-Virus SARS-CoV-1 zu erklären, wurde bereits früher bei dieser Virusfamilie ein Rekombinationsmechanismus, und zwar innerhalb des (einzigen) Genom-Segments, beschrieben (homologe Rekombination).[51] Eine solche Rekombination kann, egal ob segmentiertes oder unsegmentiertes Genom, zu einem neuen Virus führen, das eine neue Wirtsspezies befallen und krank machen kann. Das Rekombinationsereignis kann daher zum Ausgangspunkt einer neuen Epidemie werden, wie es bei SARS vermutet (und bei Influenza stets befürchtet) wird. Voraussetzung ist die Doppelinfektion (Koinfektion) eines (einzelnen) Wirtsindividuums durch die beiden Ausgangsviren. Allerdings bleibt bislang (Stand 2. Juni 2020) ungeklärt, in welcher Spezies die hypothetische Doppelinfektion stattgefunden haben könnte, und unter welchen Umständen dies geschehen sein könnte. Bei den konfiszierten Pangolinen die in Quarantӓnezentren untergebracht wurden konnten hochspeziefische SARS-CoV-2 Antigene festgestellt werden.[52]

Als alternatives Szenario, das ohne Rekombination auskommt, wird verschiedentlich etwa Folgendes vorgeschlagen: Die gemeinsamen Vorfahren von RaTG13 und SARS-CoV-2 stammen danach ursprünglich von den Schuppentier-Coronaviren ab, von deren SARS-CoV-2-ähnlichstem Stamm sie sich vor mehr als 140 Jahren trennten. Diese Linie spaltete sich vor etwa 40 bis 70 Jahren erneut auf: eine Linie verblieb in Fledermäusen und verlor dort die Bindungsfähigkeit ihres Spike-Proteins an das menschliche ACE2 (hACE2). Die andere behielt diese Fähigkeit und sprang zuletzt als SARS-CoV-2 auf den Menschen über.[53] Die verschiedenen Möglichkeiten werden auch von Halloy et al. in einem PrePrint vom Juli 2020 diskutiert.[54] Auch Boni et al. vertreten Ende Juli 2020 die Ansicht, dass SARS-CoV-2 nicht direkt aus einer Rekombination von Fledermaus- und Schuppentier-Coronaviren hervorgegangen ist, sondern dass sich seine Entwicklungslinie von der des Fledermausvirus RaTG13 vor ca. 50 Jahren getrennt hat.[55]

Marderhunde, Nerze und Schleichkatzen[Bearbeiten]

Marderhund als möglicher Zwischenwirt
Schleichkatzen als möglicher Zwischenwirt

Der Berliner Virologe Christian Drosten hält Chinas Pelzindustrie mit Marderhunde (Nyctereutes procyonoides), als Fleischfresser für eine plausible Quelle für COVID-19. In den Farmen würde den Tieren „lebendig das Fell über die Ohren gezogen“, sagte Drosten: „Die Tiere stoßen Todesschreie aus und brüllen und dabei kommen Aerosole zustande. Dabei kann sich dann der Mensch mit dem Virus anstecken“. Es würden immer wieder auch wilde Marderhunde in die Zuchtbetriebe gebracht, die zuvor Kleinsäuger wie Fledermäuse gefressen haben können. Für ihn sei überraschend gewesen, dass diese Zucht überhaupt noch einmal als möglicher Ausgangspunkt einer Pandemie infrage kommen würde. Auf Pelztierfarmen hätten chinesischen Angaben zufolge 2016 vermutlich 14 Millionen Menschen gearbeitet. 2003 und 2004 gab es umfangreiche Studien, die in China gemacht wurden und die für SARS-CoV-1 die Verbindung zu Marderhunden und Larvenroller Schleichkatzen belegen. Es bleibt die Möglichkeit, dass auch Larvenroller nicht der Ursprung des Virus waren, sondern ihn ihrerseits von anderen, noch unbekannten Tieren empfangen haben. Im Genom des Marderhundes wurden die Gene für zwei Membranproteine gefunden, an die SARS-CoV-2 andocken kann.[56][57]

Nerze können sich vergleichsweise leicht bei Menschen mit SARS-CoV-2 anstecken durch eine umgekehrte Zoonose.[58]

Labor-These[Bearbeiten]

Institut für Virologie Wuhan
Inspektion eines Laboranzugs auf Luftdichte

Dass die Genetik des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 so gut zum Menschen passt, wird immer wieder als Argument für einen Labor-Ursprung des Virus benutzt. Das Institut für Virologie Wuhan (WIV) ist ein Hochsicherheitslabor der Stufe BSL-4 und das Zentrum der chinesischen Virenforschung, dass eine eine große Sammlung an Fledermaus-Viren beherbergt. Es ist als mögliche Quelle von SARS-CoV-2 unter Verdacht geraten und befindet sich in der Nähe des Feinkost-Nassmarkts in Wuhan. Die Washington Post berichtete im April 2020, dass es Zweifel daran gebe, wie strikt die Vorschriften im Institut für Virologie Wuhan umgesetzt würden. Wie es in einem Bericht im britischen Wissenschaftsmagazin The Conversation heißt, könnte sich das Szenario beim Sammeln von Material in der Natur oder während eines Experiments im Labor ereignet haben, ohne dass jemand das Viren-Genom manipuliert haben müsste.[59][60] Die wissenschaftlichen Daten der US-Virologen Kristian G. Andersen und Andrew Rambaut et al. zeigen, dass SARS-CoV-2 nicht von einem verwendeten Virusrückgrat abgeleitet ist und auch dass es keinen Hinweis für die sonst in labortechnischen Systemen verfügbaren und für Menschen infektiösen Betacoronaviren gibt. Theoretisch wäre ein kulturbasiertes Szenario möglich, wobei der Befund von SARS-CoV-2-ähnlichen Coronaviren aus Fledermäusen und Pangolinen eine einfachere Erklärung darstellt.[61]

Versehentliche Freisetzung aus einem Labor[Bearbeiten]

Der Virologe Alexander Kekulé sagte im focus, dass die versehentliche Freisetzung aus einem Labor zu den Möglichkeiten gehört, die durchaus in Betracht gezogen werden müssen. Der Erreger der Sars-Pandemie von 2003 ist gleich zweimal aus einem Pekinger Forschungsinstitut entkommen; damals infizierten sich neun Menschen, einer von ihnen starb. Auch das Marburg-Virus in der Stadt Marburg ist durch Laborunfälle im August 1967 freigesetzt worden; im Jahr 2007 ist an einem britischen Institut in der Grafschaft Surrey der Erreger der Maul- und Klauenseuche entwichen. Genetische Analysen und einige ungewöhnliche Merkmale der russischen Grippe 1977/1978 veranlassten viele Forscher zu der Vermutung, dass auch dieses Virus durch einen Laborunfall freigesetzt worden sein könnte.[62][63] Es gibt in Wuhan zwei weitere Labore, über deren Aktivitäten auch in China nur wenig bekannt ist. Eines davon gehört dem Wuhan Center for Disease Control and Prevention. Auch dort wurde an Fledermäusen geforscht und es existiert ein Video, wo Forscher im Freien mit Fledermäusen hantieren ohne Atemschutzmasken.[64]

Forschung an Coronaviren[Bearbeiten]

Eine Kooperation des Wuhan Institute of Virology mit US-Forschern war jahrelang vorhanden. Es ging Geld des National Institutes of Health über die karitative Organisation EcoHealth Alliance des britisch-amerikanischen Zoologen und Experten für Infektionsepidemiologie Peter Daszak, der Teil der WHO-Experten-Mission nach Wuhan war, an Fledermausforschungsprojekte von Shi Zhengli, der Leiterin des Instituts für Virologie in Wuhan und chinesische Chef-Virologin. Daszak beteiligte sich daran, eine im Februar 2020 im Fachmagazin The Lancet veröffentlichte Stellungnahme von 27 Forschern zusammenzubringen. Die Theorie eines Laborunfalls wurden dabei kritisiert, da diese die natürliche Herkunft des Virus anzweifeln würde. Daszak hatte schon im Jahr 2004 in Malaysia Fledermäuse gefangen, um sie auf Viren zu untersuchen.[65][66] Daszak wollte in Kooperation mit mehreren US-Forschern, sowie Experten des Wuhan Institute of Virology in verschiedenen Coronaviren von Fledermäusen genetische Elemente, sowie eine Furin-Spaltstelle einbauen. Der Antrag wurde bei der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) eingereicht und es handelte sich dabei um Gain-of-function-Forschung an Coronaviren. Der Antrag zu Forschungen wurde damals aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt. Ob mit den Forschungen begonnen wurde kann trotzdem nicht vollständig ausgeschlossen werden. Der ehemalige US-Präsident Präsident Barack Obama hatte solche Vorhaben im Jahr 2014 in den USA verboten, aufgrund des Risikos von Laborunfällen. Im Jahr 2017 wurde Gain-of-function-Forschung mit vorheriger Prüfung wieder erlaubt, was zu einer zunehmenden Zahl von Forschungen in China führte, auch mit finanzieller Unterstützung der USA. Viren werden bei solchen Experimenten virulenter oder übertragbarer gemacht.[67][68][69][70]

Belegt ist, dass im Jahr 2015, Shi Zhengli an einer in den USA durchgeführten internationalen Studie teilnahm, in der ein hybrides Virus erzeugt wurde, dass sich aus Teilen verschiedener Viren zusammensetzt. Es war eine Variante des SARS-CoV-1-Virus. Dieser Hybrid war kein Vorläufer von SARS-CoV-2. Das Labor in Wuhan, sowie das Forscherteam um Ralph Baric, Epidemiologe an der Abteilung für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität von North Carolina in Chapel Hill, beteiligten sich daran.[71] Über Nutzen und Risiken dieses Forschungsansatzes wird bei aller legitimer oder nicht legitimer Absicht seit langem gestritten. 2011 wurden Vogelgrippeviren so veränderten, dass sie zwischen Säugetieren übertragbar waren. Desweiteren wurde die Rekonstruktion des Erregers der „Spanischen Grippe“, der ab 1918 eine folgenschwere Pandemie auslöste und die Synthese eines dem menschlichen Pockenerreger verwandten Virus als zu riskant kritisiert.[72][73][74]

Die einzige ausländische Expertin für Fledermaus-Viren, die im BSL-4-Labor des Wuhan Institute of Virology geforscht hatte, war die australische Virologin Danielle Anderson, wie Bloomberg berichtete. Ihre letzte Mitarbeit als Kollegin von Shi Zhenglie endete im November 2019. Sie sagte, das Verlassen der Anlage sei besonders kompliziert gewesen, da man sowohl eine chemische Dusche als auch eine persönliche Dusche nehmen musste, deren Zeitpunkte genau geplant waren. Laut Anderson sei niemand, den sie am Institut in Wuhan kannte, gegen Ende 2019 krank gewesen. Außerdem gibt es ein Verfahren zur Meldung von Symptomen, die mit den Erregern korrespondieren, mit denen in Hochrisiko-Eindämmungslaboren gearbeitet wird. Anderson sagte, dass es theoretisch möglich wäre, dass ein Labor-Wissenschaftler Viren neue Eigenschaften verleiht, sich unwissentlich infiziert und dann ungewollt andere in der Gemeinschaft ansteckt. Die Wahrscheinlichkeit sei aber äußerst gering, so die Virologin. Dass Anderson selbst Teil der WHO-Experten-Mission nach Wuhan war, kritisierten einige Wissenschaftler.[75]

Von „Drastic“ veröffentlichte offizielle Videos[Bearbeiten]

Drastic“ veröffentlichte, offizielle Videos, die im Mai 2017 in chinesischen Laboren gedreht wurde wo zu sehen ist, wie Forschende mit Fledermäusen arbeiten. Es sind viele Fledermäuse in Käfigen zu sehen, ein Forscher fütterte eine Fledermaus mit einem Wurm. Von den Forschenden wurde erzählt, dass sie DNA-Proben von 15.000 Fledermäusen haben würden. Des Weiteren war vom 29. Dezember 2017 bereits ein ähnlicher Film aus China aufgetaucht, der Fragen über die Sicherheitsvorkehrungen der Wuhan-Forscher aufwarf. Es zeigte Forscher des virologischen Instituts bei der Arbeit mit Fledermäusen im Freien ohne Atemschutzmasken und Schutzhandschuhen.[76][77]

SARS-COV-2 als Biowaffe[Bearbeiten]

Als Biowaffe die vorsätzlich Freigesetzt wird, hätte ein Angreifer wissentlich riskiert, seine eigene Bevölkerung einem immensen Infektionsrisiko auszusetzen. Auch die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen eines Covid-19-Ausbruchs lassen sich kaum kontrollieren. [78]

Forderung zusätzlicher Untersuchungen der WHO[Bearbeiten]

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass neben der Untersuchung von Wildtieren und Tiermärkten im chinesischen Wuhan, wo das Virus Ende 2019 zum ersten Mal aufgetaucht war, auch die dortigen Labore inspiziert werden müssen. Peter Ben Embarek, Chefermittler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte am 12. August 2021 im dänischen Fernsehen, dass er es nun doch für möglich hält, dass sich der weltweit erste SARS-CoV-2-Patient in einem Labor in Wuhan angesteckt hat. „Ein Mitarbeiter, der sich im Feld durch Probenahmen infiziert hat, fällt unter eine der wahrscheinlichen Hypothesen.“[79][80]

Chinas Reaktion zum Plan der WHO Labor-Inspektion[Bearbeiten]

China stellte sich gegen Pläne der WHO einer Labor-Inspektion in der zentralchinesischen Metropole Wuhan auf der Suche nach dem Ursprung von SARS-CoV-2. China könne einen solchen Plan nicht akzeptieren, sagte Zeng Yixin, Vizeminister von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, am 21. Juli 2021. Er sei überrascht gewesen, als er die neuen Pläne der WHO studierte. Der Fokus auf einen möglichen Laborausbruch zeuge von einer arroganten Haltung gegenüber der Wissenschaft.[81]

SARS-CoV-2 über Tiefkühlkost[Bearbeiten]

Der chinesische Wissenschaftler Liang Wannian beschrieb die These, dass das Virus auch aus einem anderen Land gekommen und über tiefgefrorene Lebensmittel nach China eingeschleppt worden sein könnte. Andrew Breed, Veterinärepidemiologe an der University of Queensland in Brisbane sagte, zuvor tiefgefrorene und aufgetaute Kadaver, die mit dem Virus infiziert seien, könnten ein Infektionsrisiko darstellen. Es müsste eine Infektion der Schleimhäute stattfinden, was bedarf, dass die Finger in den Mund genommen oder damit die Augen berührt werden, damit dieser Kontakt hergestellt wird. Eine Infektion durch Verschlucken ist hochgradig unwahrscheinlich. Viele Wissenschaftler sehen die Theorie als ein Ablenkungsmanöver Chinas.[82]

WHO-Bericht zum Ursprung von SARS-CoV-2[Bearbeiten]

Am 14. Januar 2021 durfte ein internationales Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Zweck der Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus nach Wuhan reisen.[83] Der nächste Verwandte des Virus, der COVID-19 verursacht, wurde in Fledermäusen gefunden, die Träger von Coronaviren sind. Der evolutionäre Abstand zwischen diesen Fledermausviren und Sars-CoV-2 wird jedoch auf mehrere Jahrzehnte geschätzt, was auf ein fehlendes Bindeglied hindeute. Laut dem Bericht der WHO Anfang 2021 wurden sehr ähnliche Viren in Schuppentieren gefunden. Allerdings betont der Bericht auch, dass Nerze und Zibetkatzen für das Virus empfänglich sind, was darauf hindeutet, dass sie Träger sein könnten.[84]In Wuhan wurden zehn Marktstände gefunden, an denen wilde oder gezüchtete Tiere aus Farmen in Südchina verkauft wurden, darunter Kaninchen, Zibetkatzen, Waschbären und Frettchen. Der britisch-amerikanische Zoologe und Experte für Infektionsepidemiologie, Peter Daszak forderte eine Untersuchung der Bestände und Mitarbeiter dieser Farmen, ob sich dort möglicherweise noch Antikörper gegen das Virus finden lassen. Im Rahmen der Untersuchungen wurden Proben von mehr als 80.000 Wild- und Nutztieren aus 31 chinesischen Provinzen ausgewertet. In keiner der Proben konnten SARS-CoV-2 spezifische Antikörper oder RNA gefunden werden.[85][86] Am 30. März 2021 veröffentliche die WHO den vorläufigen Bericht zur WHO-Mission.[87] Das gemeinsame Team bewertete die Wahrscheinlichkeit der einzelnen möglichen Übertragungswege wie folgt:

  • Die direkte zoonotische Übertragung wird als ein möglicher bis wahrscheinlicher Weg angesehen;
  • die Übertragung über einen Zwischenwirt wird als ein wahrscheinlicher bis sehr wahrscheinlicher Weg angesehen;
  • die Übertragung durch Produkte der Kühl-/Lebensmittelkette gilt als möglicher Weg;
  • die Übertragung durch einen Laborunfall wurde als extrem unwahrscheinlicher Weg angesehen.

WHO-Team: Fabian Leendertz, Peter Daszak, John Watson, Marion Koopmans, Thea Fisher, Dominic Dwyer, Vladimir Dedkov, Hung Nguyen-Viet, Farag El Moubasher, Ken Maeda

Ermittlungen der USA zum Ursprung von SARS-CoV-2[Bearbeiten]

Die USA haben unter dem Präsidenten Joe Biden wiederholt die Befürchtung geäußert, der WHO-Bericht könne nicht alle Erkenntnisse und Hinweise offenlegen. Er beklagte, dass in den ersten Monaten der Pandemie US-Inspektoren keinen Zugang für Ermittlungen bekommen hätten. Dieses Versäumnis werde „immer jede Untersuchung“ behindern. Biden sagte, dass das Szenario eines möglichen Unfalls mit potenziell infektiösem Material (Laborunfall) in einer chinesischen Forschungseinrichtung – ein Vorwurf, den sein Vorgänger Donald Trump lautstark verbreitet hatte – teilweise in den US-Geheimdienstapparaten für möglich gehalten wird. Joe Biden hatte die amerikanischen Geheimdienste bereits im März 2021 damit beauftragt, den Ursprung der COVID-19-Pandemie zu ermitteln. Ende Mai 2021 bat Biden schließlich die US-amerikanischen Geheimdienste, innerhalb von 90 Tagen einen Bericht zum Ursprung von SARS-CoV-2 zu erstellen, wobei auch der Laborunfall-These nachgegangen werden solle. Der Diplomat und Mitglied des chinesischen Politbüros Yang Jiechi nannte die Theorie „absurd“. Er rief die USA auf, „Tatsachen und die Wissenschaft zu respektieren und die Suche nach dem Ursprung des Virus nicht zu politisieren“.[88][89]

Das „Wall Street Journal“ hatte über einen möglichen Unfall im Institut für Virologie in Wuhan unter Berufung auf einen US-Geheimdienstbericht berichtet. Im November 2019 seien drei Mitarbeiter des Instituts so schwer mit COVID-ähnlichen Symptomen erkrankt, dass sie eine Klinik aufgesucht hätten. China bestritt dies. Das Institut für Virologie Wuhan betonte, dass kein Mitarbeiter des Hochsicherheitslabors mit Covid-19 infiziert war. Das Labor halte Proben der Mitarbeiter ein Jahr lang vor und habe diese im Januar 2020 noch einmal rückwirkend untersucht, berichtete die staatliche Zeitung „Global Times“ unter Berufung auf Labordirektor Yuan Zhiming.[90]

Ermittlungsergebnisse der USA[Bearbeiten]

Ein im August 2021 vorgestellter gemeinsamer Bericht mehrerer US-Geheimdienste bezeichnet zwei Hypothesen als plausibel: dass das Virus aus einem Labor stamme oder dass es von einem Tier auf den Menschen übergesprungen sei. Diese Hypothesen seien nicht ohne Hilfen chinesischer Behörden zu bestätigen oder zu widerlegen. Unstrittig unter den Geheimdiensten ist laut diesem Bericht, dass chinesische Behörden vor dem ersten Ausbruch keine Kenntnis von diesem Virus hatten und dass das Virus nicht als biologische Waffe entwickelt wurde.[91]

Den US-Geheimdiensten zufolge wurden bereits Wochen vor den ersten offiziell gemeldeten Covid-Fällen in China mindestens drei Wissenschaftler aus Wuhan mit Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert. Peking hat dazu keine Befragungen zugelassen. Den wahren Ursprung von SARS-CoV-2 zu finden ist selbst bei voller Kooperation Chinas eher unwahrscheinlich. So sind die ersten Übertragungen des Ebola-Virus und des HI-Virus auch nach Jahrzehnten Forschung nicht eindeutig geklärt. „Wir werden vielleicht für immer im Dunkeln tappen“, sagte Eric Topol, Experte für molekulare Medizin am kalifornischen Scripps Research Translational Institute.[92]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: COVID-19 – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema COVID-19
 Commons: SARS-CoV-2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Verzeichnis von Wörtern im Zusammenhang mit COVID-19/Corona – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RKI-Risikobewertung: (wird fortlaufend aktualisiert) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html, abgerufen am 12. Juni 2021.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Alexandre Hassanin: Coronavirus Could Be a ‘Chimera’ of Two Different Viruses, Genome Analysis Suggests, auf: sciencealert vom 24. März 2020 (Quelle: The Conversation)
  3. Veterinärmedizinische Universität Wien: Wie Zoonosen entstehen. 17. Februar 2020, abgerufen am 8. Juni 2021.
  4. rki.de: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Virologische_Basisdaten.html, abgerufen am 13. September 2021.
  5. A Novel Coronavirus from Patients with Pneumonia in China, 2019: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7092803/, abgerufen am 15. September 2021.
  6. eurekalert.org: https://www.eurekalert.org/pub_releases/2021-05/sjb-nst042921.php, abgerufen am 2. Juli 2021.
  7. Phylogeny of SARS-like betacoronaviruses including novel coronavirus SARS-CoV-2: https://nextstrain.org/groups/blab/sars-like-cov, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  8. Jonathan Pekar et al. - Timing the SARS-CoV-2 index case in Hubei province: https://science.sciencemag.org/content/372/6540/412, abgerufen am 13. Juni 2021.
  9. zoonosen.net: https://www.zoonosen.net/herkunft-unbekannt-weitere-studien-noetig-um-sars-cov-2-ursprung-zu-finden, abgerufen am 2. Juli 2021.
  10. Sudhir Kamar et al.: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.09.24.311845v2.article-info, abgerufen am 13. August 2021.
  11. WHO-Europa: https://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19/novel-coronavirus-2019-ncov, abgerufen am 12. August 2021
  12. Bislang ältester Nachweis einer Corona-Infektion könnte aus Italien stammen. In: Der Spiegel. 11. Januar 2021, abgerufen am 12. Januar 2021 (Die Mitteilung bezieht sich auf einen „Research Letter“ (Kurzmitteilung): „COVID-19 related dermatosis in November 2019. Could this case be Italy’s patient zero?“, veröffentlicht im British Journal of Dermatology).
  13. Corona war schon im September 2019 da, auch in Europa. In: Website–Deutsche Welle. 20. November 2020, abgerufen am 14. Februar 2021 (Die Mitteilung bezieht sich auf die Studie: „Unexpected detection of SARS-CoV-2 antibodies in the prepandemic period in Italy“, veröffentlicht von SAGE Publications am 11. November 2020).
  14. WHO-Experten inspizieren Huanan-Markt in Wuhan: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120706/WHO-Experten-inspizieren-Huanan-Markt-in-Wuhan, abgerufen am 11. Juni 2021.
  15. Lothar Zöller, Natur, Labor oder Biowaffe: https://coviduptodate.de/woher-kommt-das-sars-cov-2-natur-laborunfall-oder-biowaffe/der-huanan-markt-fuer-meeresfruechte-in-wuhan/, abgerufen am 12. Juni 2021.
  16. who.int: https://www.who.int/emergencies/disease-outbreak-news/item/2020-DON229, abgerufen am 9. Oktober 2021.
  17. Xiao Xiao, Chris Newman - Animal - sales from Wuhan wet markets immediately prior to the COVID-19 pandemic: https://www.nature.com/articles/s41598-021-91470-2, abgerufen am 15. Juni 2021
  18. Pekar, Jonathan E. Et al.: SARS-CoV-2 emergence very likely resulted from at least two zoonotic events. zenodo.org, 26. Februar 2022, abgerufen am 23. April 2022.
  19. fr.de: https://www.fr.de/panorama/corona-ursprung-wuhan-china-wildtiere-labor-theorie-unfall-coronavirus-90947516.html, abgerufen am 13. September 2021
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  42. Mike McRae: Coronaviruses Similar to The COVID-19 One Have Just Been Found in Pangolins, auf sciencealert vom 27. März 2020 (mit „COVID-19“ ist nicht die menschliche Krankheit, sondern es sind allgemein Sarbecoviren gemeint, mit „Coronaviruses“ speziell nur SARS-CoV-2). Die Schuppentiere bzw. Teile derselben waren bei einer Anti-Schmuggel Operation vom chinesischen Zoll beschlagnahmt worden, bei Pan_SL-CoV_GD in der Provinz Guandong, bei Pan_SL-CoV_GX in der Provinz Guangxi.
  43. Tommy Tsan-Yuk Lam et al.: Identifying SARS-CoV-2 related coronaviruses in Malayan pangolins, in: Nature vom 26. März 2020, doi:10.1038/s41586-020-2169-0 (Preprint)
  44. Pangolins, Not Snakes, May Be Missing Link in Coronavirus Jump From Bats to Humans, auf: SciTechDaily vom 27. März 2020, Quelle: American Chemical Society
  45. Chengxin Zhang et al.: Protein Structure and Sequence Reanalysis of 2019-nCoV Genome Refutes Snakes as Its Intermediate Host and the Unique Similarity between Its Spike Protein Insertions and HIV-1, in: American Chemical Society: J. Proteome Res. vom 22. März 2020, doi:10.1021/acs.jproteome.0c00129; PrePrint, PrePrint Volltext (PDF) vom 8. Februar 2020
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  47. name="LiX2020-05">Xiaojun Li, Elena E. Giorgi, Manukumar Honnayakanahalli Marichannegowda, Brian Foley, Chuan Xiao, Xiang-Peng Kong, Yue Chen, S. Gnanakaran, Bette Korber, Feng Gao: Emergence of SARS-CoV-2 through recombination and strong purifying selection. In: ScienceAdvances, AAAS, vom 29. Mai 2020, eabb9153, doi:10.1126/sciadv.abb9153
  48. Bats, Pangolins and Humans: COVID-19 Virus Likely Emerged From Recombination of Viral Genes Across Different Species, auf: ScitechDaily vom 31. Mai 2020. Zitat: „… the virus’ entire receptor binding motif (RBM), a component that plays a key role in viral entry into host cells, was introduced [into specific bat coronaviruses] through recombination with pangolin coronaviruses.
  49. Evolution of Pandemic Coronavirus Outlines Path From Animals to Humans – Highlights Future Danger, auf:xSciTechDaily vom 6. Juni 2020, Quelle: DUKE UNIVERSITY MEDICAL CENTER
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  52. Alexandre Hassanin, the Conversation: https://www.sciencealert.com/genome-analysis-of-the-coronavirus-suggests-two-viruses-may-have-combined, abgerufen am 8. Juni 2021.
  53. David Cyranoski: Virologie: Porträt eines Killers. Online-Ausgabe des Artikels in Spektrum der Wissenschaft Nr. 8, August 2020, S. 40–49.
  54. Jose Halloy, Erwan Sallard, José Halloy, Didier Casane, Etienne Decroly, Jacques van Helden: Tracing the origins of SARS-COV-2 in coronavirus phylogenies. In: HAL, 16. Juli 2020, HAL Id: hal-02891455 (Preprint)
  55. Maciej F. Boni, Philippe Lemey, Xiaowei Jiang, Tommy Tsan-Yuk Lam, Blair W. Perry, Todd A. Castoe, Andrew Rambaut, David L. Robertson: Evolutionary origins of the SARS-CoV-2 sarbecovirus lineage responsible for the COVID-19 pandemic. In: Nature Microbiology, 28. Juli 2020, doi:10.1038/s41564-020-0771-4; dazu:
    Nadja Podbregar: Den Wurzeln von Sars-CoV-2 auf der Spur. wissenschaft.de, 28. Juli 2020;
    Nadja Podbregar: Corona: SARS-CoV-2 gibt es schon seit Jahrzehnten. scinexx.de, 29. Juli 2020;
    Erin Garcia de Jesus: Close relatives of the coronavirus may have been in bats for decades. ScienceNews, 28. Juli 2020.
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  63. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz, Robert Koch-Institut (Hrsg.): Biologische Gefahren II. Entscheidungshilfen zu medizinisch angemessenen Vorgehensweisen in einer B-Gefahrenlage. 3. Auflage. Bonn 2007, ISBN 3-939347-07-8.
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  78. Una Jakob: Was die COVID-19-Pandemie mit Biowaffenkontrolle und Sicherheit zu tun hat. 20. April 2020, abgerufen am 18. Juni 2021.
  79. Joachim Müller-Jung: Die Rache der Ideologen an der Virologie. 11. Juni 2021, abgerufen am 15. Juni 2021.
  80. Isabel Wetzel: Corona: Erste Infektion im Wuhan Labor? - WHO-Chefermittler nennt Detai. 14. August 2021, abgerufen am 15. August 2021.
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  83. Friederike Böge: Ursprung des Coronavirus: WHO auf Spurensuche in China. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. Juni 2021]).
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  88. Corona-Ursprung: Biden lässt Geheimdienste Laborunfall-These prüfen. In: welt.de. 26. Mai 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.
  89. Luisa Weckesser: Begann die Corona-Pandemie doch im Labor? US-Präsident Joe Biden ordnet Untersuchung an. hna.de, 28. Mai 2021, abgerufen am 22. Juni 2021.
  90. US-Geheimdienste sollen Ursprung klären: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/biden-corona-ursprung-101.html, abgerufen am 12. Juni 2021.
  91. Bericht der US-Geheimdienste: Corona-Ursprung bleibt ungeklärt. In: tagesschau.de. 28. August 2021, abgerufen am 28. August 2021.
  92. Ursprung bleibt ein Rätsel. In: handelsblatt.de. 5. September 2021, abgerufen am 13. September 2021.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!


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