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Anton ten Winkel

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Anton ten Winkel (* 21. Oktober 1903 in Gronau; † 8. November 1974 in Bonn) war ein niederländischer katholischer Ordenspriester der Redemptoristen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Anton wurde als drittes von sechs Kindern der Eheleute Georgius ten Winkel und Gesina Daakels geboren. Nach dem Volksschulabschluss entschloss er sich, Priester und Ordensmann zu werden. In den Ordensgymnasien Vaals und Bonn machte er 1925 das Abitur und legte nach dem Noviziat am 6. April 1928 seine Ordensgelübde ab. Im Frühjahr 1932 beendete er in Hennef-Geistingen seine Studien und wurde hier am 9. April 1931 in der Seminarkirche zum Priester geweiht. Nach dem zweiten Noviziat in Aachen unter der Führung des Missionars P. Jordan kam er nach Heiligenstadt und wurde im November 1934 nach Glanerbrug versetzt. Hier war er fast 20 Jahre Superior und übte eine große Anziehungskraft auf die Gronauer Katholiken aus.[1]

Am 28. Juni 1940, nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in die Niederlande, wurde er durch die Geheime Staatspolizei bis zum 11. November 1940 inhaftiert. Von August 1941 bis April 1942 kam er in das Konzentrationslager Amersfoort. Vom 13. Juli 1942 bis Mai 1943 wurde er ein drittes Mal inhaftiert. Nach seiner Entlassung suchte er Unterschlupf im Lazarett der Thuiner Franziskanerinnen in Enschede, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartier der Gestapo.

Nach der Befreiung der Niederlande durch die amerikanischen und britischen Truppen suchte er wieder die Öffentlichkeit und setzte seine Tätigkeiten in Glanerbrug bis 1955 fort.[2] Von da ab leistete er zusammen mit Pater Werenfried van Straaten einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Redemptoristenklosters Steterburg in Salzgitter-Thiede. Von 1959 bis 1965 war er mit der Leitung von Exerzitien für Bundeswehrsoldaten in Rheine beauftragt. In 144 Kursen betreute er 4500 Soldaten. Die Jahre 1965 bis 1969 waren wieder den Tätigkeiten im Kloster in Glanerbrug gewidmet. Es folgte in den Jahren 1969 bis 1974 vom Kloster Hallenberg aus die Betreuung der auf 18 Ortschaften verteilten Diaspora-Katholiken.

Anton ten Winkels Gesundheitszustand verschlechterte sich in Folge der durch die Haft verursachten Gesundheitsschäden zunehmend. Am 8. November 1974 verstarb er im St. Johannes-Hospital (Bonn).

Neffe Hermann ten Winkel[Bearbeiten]

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Sein Neffe Hermann ten Winkel hat am 5. Mai 2005 als damaliger Provinzial der Redemptoristen die CoJoBo-Stiftung gegründet, die sich der Förderung von Erziehung und Bildung, Wissenschaft und Religion durch Unterstützung der Schulseelsorge der Realschule und des Gymnasiums des Collegium Josephinum widmet. Hermann ten Winkel hat sich persönlich der Missbrauchsopfer angenommen, denen seinerzeit durch Ordensangehörige sexuelle und körperliche Misshandlungen zugefügt worden sind. [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Westfälische Nachrichten vom 13. November 2008
  2. Totenzettel
  3. Generalanzeiger Bonn am 23. Juli 2010

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