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Carl Meredith Allen

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Carl Meredith Allen (* 31. Mai 1925 in Springdale, Pennsylvania; † 5. März 1994 in Greeley, Colorado) war ein Seemann der US-amerikanischen Handelsmarine und Verursacher des umstrittenen Mythos um das Philadelphia-Experiment.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allen bewarb sich 1942 bei der US-Marine, wurde aber ein Jahr später wegen Dienstuntauglichkeit wieder entlassen. Kurz darauf nahm er das Angebot wahr, der US-Handelsmarine beizutreten, erwarb zur Jahresmitte 1943 ein Seemannszertifikat der US-Handelsmarine und wurde auf das Liberty-Handelsschiff „SS Andrew Furuseth“ der Matson Line beordert, wo er als Deckmatrose im Spätherbst 1943 eine Überfahrt nach Oran in Algerien antreten sollte. Die USA befanden sich mit Deutschland und Japan im Krieg und deshalb wurden neben der „SS Andrew Furuseth“ noch andere Schiffe in einem Konvoi mit der Bezeichnung GUS-22 zusammengefasst und unter den Schutz spezieller, sogenannter „Destroyer Escort“-Schiffe (DE) gestellt, die den Konvoi bewachen und im Fall eines Angriffs verteidigen sollten. Die Zusammenstellung des Konvois verzögerte sich jedoch, da ein schwerer Orkan die Konvoischiffe versprengt hatte. Während der Zusammenstellung des Konvois und während der späteren Überfahrt nach Afrika fiel Carl Meredith Allen ein Destroyer-Escort-Schiff der Cannon-Klasse (DE-173) auf, die „USS Eldridge“. Er beschrieb den Buchautoren Charles Berlitz und William L. Moore später, dass er gesehen habe, wie das Schiff grün aufleuchtete, dass es scheinbar verschwand und dass der ganze Vorgang wie ein militärisches Experiment auf ihn gewirkt habe.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allen hatte nie eine höhere Schule besucht oder ein Studium absolviert, war jedoch autodidaktisch einigermaßen begabt und versuchte jahrelang eine plausible Erklärung für seine Beobachtungen während der Zeit auf der „SS Andrew Furuseth“ zu finden. Er muss dabei Kontakte zum Office of Naval Research (NDRC/ONR) in Philadelphia gehabt haben oder sich auf irgendeine andere Art Zugang zu Informationen dieser Marineinstitution verschafft haben, da er ziemlich gut über die aktuellen Beförderungen und internen Organisationsstrukturen des ONR Bescheid wusste, was auch den Buchautoren Berlitz und Moore später verdächtig vorkam.

Allen schwieg sich jedoch zu diesem Sachverhalt aus, so dass nicht sicher geklärt werden kann, warum er über die Interna der Navy-Forschungsbehörde so gut unterrichtet war. Zwölf Jahre nach Allens Beobachtungen jenes vermeintlichen Experiments auf See wurde er auf den Astrophysiker und Autor Morris Ketchum Jessup aufmerksam, der gerade ein Buch mit dem Titel "The Case for the UFOs" geschrieben hatte und darin Bezug auf eine wenig bekannte unvollendete Arbeit Albert Einsteins zur sogenannten Einheitlichen Feldtheorie nahm. Carl Meredith Allen glaubte, diese Theorie wäre die Grundlage und der wissenschaftliche Kern des sogenannten Philadelphia-Experiments gewesen. Tief beunruhigt schrieb er einen zornigen Leserbrief an Morris K. Jessup, in dem er Jessup beschwörend bat, von der weiteren Erforschung der Einheitlichen Feldtheorie Abstand zu nehmen. Er ließ gegenüber Jessup durchblicken, dass er während seiner Zeit in der Handelsmarine Zeuge experimenteller Vorgänge geworden war und dies negative gesundheitliche Folgen für die Mannschaft gehabt hätte. Er unterschrieb den ersten Brief mit "Very disrespectfully", um seiner Abscheu Ausdruck zu verleihen. Jessup war an weiteren Informationen interessiert und so folgten zwei weitere Briefe von Carl Meredith Allen an Jessup, die er als "Carlos Miguel Allende" unter einer falschen Absenderadresse aus Pennsylvania an Jessup schickte. Nach dem dritten Brief meldete sich Carl Meredith Allen nicht mehr bei Jessup, so dass dieser sich anderen Dingen zuwandte, die er für interessanter hielt. Später gab Allen den Autoren William L. Moore und Charles Berliz gegenüber zu, dass er bei der Beschreibung der gesundheitlichen Auswirkungen des Experiments auf die Mannschaft der USS Eldridge etwas übertrieben habe, um Jessup zu erschrecken und seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, er hielt jedoch seine Kernaussage, dass ein Experiment stattgefunden habe, unverändert aufrecht.

Der Astrophysiker Jessup wurde von Offizieren des Office of Naval Research (ONR) aufgesucht und darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Ausgabe seines Buches "The Case for the UFOs" per Paketpost mit der Aufschrift "Frohe Ostern" Anfang August 1955 an das Büro des kommandierenden Offiziers des ONR Admiral N. Furth zugestellt wurde, die allerlei merkwürdige handschriftliche Zusätze enthielt, auf die sich die Offiziere Commander George W. Hoover (USN), Major Darrel L. Ritter (USMC) und Captain Sidney Sherby (USN) keinen Reim machen konnten, weshalb sie Jessup um Rat fragten und ihn baten, ins ONR zu kommen.

Morris K. Jessup kam in das Bureau of Naval Research, wo er mit den Marineoffizieren Ritter und Hoover über die handschriftlichen Zusätze seines Buches sprach, und identifizierte dabei Carl Meredith Allens Handschrift (den er jedoch durch seinen Briefwechsel nur als "Carlos Miguel Allende" kannte). Fortan unternahm die Marine größere Mühen, um Carl Meredith Allen aufzuspüren, Allen schien jedoch bemerkt zu haben, dass er gesucht wurde, und tauchte eine längere Zeit unter.

Orbiter-Untersuchungsgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marineoffiziere Hover und Ritter ließen 25 Reproduktionen von Morris K. Jessups Buch "The Case for the UFO" mit den handschriftlichen Anmerkungen Carl Meredith Allens reproduzieren (nicht offiziell bestätigte Angaben sprechen sogar von 107 Exemplaren), die später als sogenannte Varo-Ausgaben bekannt wurden, da diese von der Firma Varo Manufacturing Company in Garland, Texas, angefertigt wurden. Ritter und Hover legten die Varo-Ausgaben ihren Vorgesetzten vor und erhielten die Genehmigung, die Orbiter-Projektgruppe, die aus führenden Wissenschaftlern der damaligen Zeit bestand (z.B. Wernher von Braun) und die mit der Evaluierung und Vorprojektierung des US-amerikanischen Raumfahrtsprogramms in der Vor-Sputnik-Ära befasst war, mit dem Thema zu beschäftigen. Hover und Ritter arrangierten ein Treffen mit der Gruppe, die die Varo-Reproduktionen von Jessups Buch begutachten sollte. Zum Fazit ist nichts bekannt, jedoch liegt ein Foto des Treffens im National Archive in Washington DC vor, das Charles Berlitz und William L. Moore ihrem Buch beigefügt haben, auf der die gesamten Mitglieder der Projektgruppe sowie die Marineoffiziere Hover, Ritter und Sherby des Office of Naval Research (ONR) ebenfalls zu sehen sind.[1]

Widerrufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allen wurde im Juli 1969 bei der damals größten privaten UFO-Forschungsgruppe (ARPO) in Phoenix, Arizona, vorstellig und legte dort ein Geständnis ab, dass die ganze Geschichte um das Philadelphia-Experiment ausgedacht und erlogen gewesen sei und so ziemlich das Verrückteste gewesen wäre, das er sich jemals ausgedacht habe. Kurze Zeit später stellte er seinen Widerruf jedoch wieder in Abrede und kehrte zu seiner alten Darstellung zurück. Als Gründe beschreiben Charles Berlitz und William L. Moore in ihrem Buch, dass Carl Meredith Allen verärgert darüber gewesen sei, dass andere mit seiner Geschichte so viel Geld verdienten, während er selbst nahezu mittellos sei. Er wollte den Erfolg anderer um seine Geschichte schmälern, indem er sie als erlogen darstellte.

Interview[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986 wurde Carl Meredith Allen, der zu dieser Zeit in Greeley, Weld County, Colorado, lebte, im städtischen Krankenhaus von Greely von einer lokalen Zeitung interviewt. Dieses Interview wurde als das Sterbebett-Vermächtnis Allens betitelt, da dieser glaubte, nur noch kurze Zeit zu leben. Er wiederholte auch im Angesicht des Todes, dass die Vorgänge bezüglich des Philadelphia-Experiments der Wahrheit entsprochen hätten, dass er die letzten Jahre sehr gut von der Regierung beschützt worden sei und dass es Dinge bezüglich des vermeintlichen Experiments gegeben habe, die er nie jemandem erzählt habe und mit in sein Grab nehmen würde. Allen starb jedoch erst 8 Jahre später, er ließ keine Kinder oder sonstigen Familienangehörigen zurück. Auch William L. Moore und Charles Berlitz sowie der Historiker und Publizist Andrew Hochheimer und der Autor Marshal Barnes gehen nach jahrelanger Recherche davon aus, dass Allen etwas gesehen habe. Was es jedoch genau war, könne nicht mehr geklärt werden. Während der jahrelangen Untersuchungen sei es jedoch zu vielen Unstimmigkeiten, Widersprüchen und Falschaussagen der US-Marine gekommen, die bis zum heutigen Tage nicht endgültig geklärt werden konnten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charles Berlitz: The Philadelphia Experiment, S. 65

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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