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Manheimer Berlin

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Manheimer Berlin
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1837
Auflösung 1931
Auflösungsgrund Bankrott
Sitz Berlin, DeutschlandDeutschland Deutschland

Gebr. Manheimer und in der Weiterführung V. Manheimer waren deutsche Modehäuser, welche 1837 bzw. 1840 durch die Gebrüder Manheimer gegründet wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

Firma Gebr. Manheimer[Bearbeiten]

Die Berliner Bekleidungsindustrie reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1837 gründeten die deutsch-jüdischen Brüder Valentin Manheimer und David Manheimer (1818–1882)[1] die Damenkonfektionsfirma Gebr. Manheimer in der Jerusalemer Straße 17. Valentin trat bereits 1839 aus dem Unternehmen aus und David leitete das Unternehmen alleine weiter. Später war der dritte Bruder Moritz (dieser wird je nach Quellenlage auch als Mitbegründer angegeben) mit in der Geschäftsführung, wechselte später in die Firma seines Bruders Valentin. 1868 wurde Julius Bamberg († 1886) statt David Manheimer zusätzlicher Inhaber[2] und übernahm 1871 die alleinige Geschäftsführung.[3] 1870 war bereits sein Bruder Hermann Bamberg dem Unternehmen beigetreten und wurde 1875 Teilhaber.[4]

Firma V. Manheimer[Bearbeiten]

Valentin Manheimer schied 1839 bereits aus der Firma Gebr. Manheimer und gründete 1840 den Damenmäntelhersteller V. Manheimer, Fabrik von Damenmänteln und Mantillen (auch als Konfektionskaufhaus Manheimer bezeichnet) in der Oberwallstraße 6 am Hausvogteiplatz.[2] Er erlangte, wie auch Herrmann Gerson und Rudolph Hertzog, als Unternehmer durch innovative Ideen schnell Ruhm und Reichtum.[5] Er nutzte das Netzwerk der traditionellen Schneider und Heimnäherinnen der Stadt und begann mit der Herstellung von Kleidungsstücken in Standardgrößen, und fertigte als ersten den Berliner Damenmantel.[6] Später trat sein Bruder Moritz dem Unternehmen seines Bruders bei, zog sich 1872 aber geschäftlich zurück.

Nach dem Tod Valentin Manheimers 1889 übernahmen seine Söhne Alfred (1859–1911), Ferdinand (1851–1905) und Gustav (1845–1915) das Geschäft. 1890 beschäftigte das Unternehmen etwa 8.000 Mitarbeiter und war nach Herrmann Gerson das umsatzstärkste Unternehmen der Branche.[7] 1904 wurde Ferdinand Manheimer Alleininhaber. Das Geschäft wurde nach Ferdinands Tod 1905 von seinem Sohn Adolf (* 1882) weitergeführt. Die Geschäfte wurden bis 1931 weitergeführt und anschließend wegen der wirtschaftlich schlechten Lage eingestellt. Anschließend nahm sich der bankrotte Alfred Manheimer das Leben.[7]

Weiterführung des Namens Manheimer[Bearbeiten]

Im Dezember 2018 wurde unter dem Namen Manheimer Berlin in Berlin ein Modeunternehmen gegründet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst G. Lowenthal: Juden in Preussen: biographisches Verzeichnis, ein repräsentativer Querschnitt. Reimer, 1981, ISBN 978-3-496-01012-8, S. 149 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  2. 2,0 2,1 Christoph Sandler: Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie Deutschlands, Oesterreichs Elsass-Lothringens und der Schweiz. Hermann Wölfert, 1873, S. 15 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  3. Deutscher Reichsanzeiger und Königlich preussischer Staatsanzeiger. 1871, S. 60 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  4. Nationalzeitung: 1875,4/6. Exped. d. National-Zeitung, 1875, S. 21 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  5. Verena König: Wie werde ich eine DIVA?: Marketing für junge Modedesigner - Strategien zum Aufbau einer luxuriösen Modemarke. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-658-02591-5, S. 120 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  6. Als "Berliner Chic" ein Schlager war. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  7. 7,0 7,1 Adelheid Rasche, Anna Zika: Styl: das Berliner Modejournal der frühen 1920er Jahre. Arnoldsche, 2009, S. 178 (google.de [abgerufen am 13. Mai 2020]).
  8. The Lost Jewish Brands of Berlin, Vanessa Freedman, New York May 12, 2019


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