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Patricia Appel

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Patricia Appel (* 24. April 1975 in Miltenberg) ist eine deutsche Ärztin und Psychotherapeutin und, unter ihrem Geburtsnamen Patricia Klotz, Sängerin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Patricia Appel studierte von 1996 bis 2003 Medizin an der Universität Würzburg mit Stationen in den USA und Nepal sowie Musical, Chanson und Jazzgesang an der Hochschule für Musik Würzburg. Nach einem Jahr als Musicalsängerin[1][2][3] war sie zunächst in der Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Würzburg tätig und absolvierte dann ihre Ausbildung zur Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Von 2019 bis 2021 war sie Leiterin der psychotherapeutischen Hochschulambulanz an der Universität Würzburg. Seit 2021 ist sie stellvertretende Chefärztin und seit 2022 Chefärztin der Adula-Klinik, einer psychosomatischen Akutklinik mit 146 Betten in Oberstdorf, die auf dem Konzept der Therapeutischen Gemeinschaft beruht.

Patricia Appel gehört zu den Pionieren in der Thematik psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. So hat sie zur Quantifizierung entsprechender Symptomatik einen Fragebogen als Instrument validiert, der im Gesundheitsbereich eingesetzt werden kann.[4] Im Rahmen eines Projekts des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft etablierte sie ein Beratungs- und Schulungskonzept zur Stärkung von Resilienz und psychischer Gesundheit für Arbeitnehmer; ein begleitendes Forschungsprojekt unter der Leitung von Florian Holsboer erbrachte den überraschende Befund, dass Arbeit weder ein Risiko- noch ein Schutzfaktor für psychische Gesundheit sei [5][6]; diese Aussage wurde medial breit und auch kritisch aufgegriffen.[7][8][9][10] Patricia Appel vertritt dem gegenüber den Standpunkt, dass der Arbeitsplatz beides sein kann: sowohl ein Stress, der zu psychischen Symptomen führen kann, als auch eine Quelle der Resilienz (Psychologie).[11]

Gemeinsam mit Heiner Vogel gab sie eine Sammlung von Fachaufsätzen zum Präsentismus heraus, wodurch die Thematik umfassend in die Verhaltensmedizin, Rehabilitation und Wirtschaftspsychologie eingeführt wurde.[12][13] Dabei geht es um das Phänomen, dass Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit gehen, und um die zu Grunde liegenden psychischen, persönlichen und äußeren Bedingungen sowie die möglichen, meist schädlichen Konsequenzen sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen. Klinisch und auch für die breiten Medien ist sie Ansprechpartnerin zur Thematik psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt.[14]

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Feld der komplexen Traumafolgestörungen; hier gehört sie zur internationalen Kerngruppe um den niederländischen Traumatherapeuten Ellert Nijenhuis, die sich komplexen Traumafolgestörungen und dem Krankheitsbild Strukturelle Dissoziation (ICD 11 6B40, 6B41, 6B64 und andere) widmet.[15] In Fachvorträgen und Workshops referiert sie neben den genannten Themen zu verschiedenen psychotherapeutischen Themen, z. B. dem Einsatz von Improvisationstheater als psychotherapeutischer Methode.[16][17] Über einen denkwürdigen gemeinsamen Auftritt bei einer Konferenz von Psychotherapeuten in Nepal, der Gesang und Psychotherapie miteinander verband, hat Eckart von Hirschhausen mehrfach berichtet.[18][19]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Medizinische Publikationen

  • Patricia Appel. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im Gesundheitswesen: Faktorielle Struktur des Kurzfragebogens zur Arbeitsanalyse (KFZA). Würzburg, 2016. https://d-nb.info/1151128619/34 abgerufen am 19.1.2024
  • Appel P, Schuler M, Vogel H, Oezelsel A, Faller H. Short Questionnaire for Work-place Analysis (KFZA): factorial validation in physicians and nurses working in hospital settings. J Occup Med Toxicol. 2017; 12:11
  • Patricia Appel & Heiner Vogel (Hrsg.) Themenschwerpunkt: Präsentismus. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 2020-1 (109). Pabst Science Publishers ISSN 0933-842X
  • Wirtschaftspsychologie 2020-1. Themenheft „Präsentismus“ Gastherausgeber: Patricia Appel & Heiner Vogel. Pabst Science Publishers ISSN 1615-7729

CDs

  • Kussecht... und sonst gar nichts mit Norbert Lauter, Piano (2003)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Burgfestspiele Bad Vilbel 2003: Evita
  2. [2] Burgfestspiele Bad Vilbel 2006: Harry und Sally
  3. "Das Ballett der fünffach geklonten Traumfrau" In: Frankfurter Rundschau vom 12. Juni 2006.
  4. Appel P, Schuler M, Vogel H, Oezelsel A, Faller H. Short Questionnaire for Work-place Analysis (KFZA): factorial validation in physicians and nurses working in hospital settings. J Occup Med Toxicol. 2017; 12:11
  5. [3] M. Ising et al. Depression and burnout – Impact on sick leave and job satisfaction. Results from an epidemiological survey. Pharmacopsychiatry 2015, 25, A23
  6. M. Ising et al. Working conditions and mental health – results from a longitudinal epidemiological survey. European Neuropsychopharmacology 2016 26, Suppl. 2, S486
  7. [4] Arbeitgeber und psychische Erkrankungen: Raus aus der Buhmann-Rolle. In: Süddeutsche Zeitung vom 10. Juni 2013, abgerufen am 26.1.2024
  8. [5] In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. Februar 2014 (aktualisiert), abgerufen am 26.1.2024
  9. [6] Forscher des Max-Planck-Instituts: Arbeit macht nicht psychisch krank. In: Abendzeitung München vom 5. November 2015
  10. [7] Langzeitstudie: Macht Arbeit krank? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. November 2015 (aktualisiert), abgerufen am 26.1.2024
  11. Patricia Appel: Quellen persönlicher Resilienz. In: https://lzg-bayern.de/. Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V., 2017, abgerufen am 27. Januar 2024.
  12. Patricia Appel & Heiner Vogel (Hrsg.) Themenschwerpunkt: Präsentismus. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 2020-1 (109). Pabst Science Publishers ISSN 0933-842X
  13. Wirtschaftspsychologie 2020-1. Themenheft „Präsentismus“ Gastherausgeber: Patricia Appel & Heiner Vogel. Pabst Science Publishers ISSN 1615-7729
  14. [8] Bayerischer Rundfunk: Wenn Arbeit zur Sucht wird. Darstellung eines Falles und Interview am 10. Mai 2023.
  15. Ellert Nijenhuis: Die Trauma-Trinität: Ignoranz – Fragilität – Kontrolle. Die Entwicklung des Traumabegriffs/Traumabedingte Dissoziation: Konzept und Fakten. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2016, ISBN 978-3-525-40261-0.
  16. [9] "Konferenz Reden reicht nicht 2019: Improtheater".
  17. [10] "Milton Erickson Gesellschaft Austria – Hypnotage Wien 2019: Jeder Mensch ist bestimmt zu leuchten".
  18. Eckart von Hirschhausen "Wie uns im Dunkeln ein Licht aufgehen kann". In: emotion 07/2008
  19. Dr. med. Eckart von Hirschhausen "Glück kommt selten allein". Rowohlt-Verlag, 2011, S.185 „Thank you for the music“


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