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Ukagaka

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伺か gehört nicht zu den offiziellen 2136 Kanji, sondern ist ein Wortspiel, ähnlich einem im europäischen Sprachraum gebräuchlichen Kofferwort.

Warum das Kanji in unserer Schreibweise Ukagaka heißt, daß es sich dabei um eine Desktop-Anwendung handelt und deren Benennung, wird nachfolgend näher erläutert.

Desktop-Anwendung in dem Sinne, daß kein Programmfenster mit Titelleiste usw. geöffnet wird, das Programm läuft direkt auf dem Desktop, ohne Rahmen oder dergleichen, ähnlich wie z.B. bei RainMeter.

Datei:Kuronee - Bildschirmfoto.png
Kuronee mit aufgerufenem ghostseitigem Menü

Zeichenbestimmung[Bearbeiten]

伺か (Ukagaka) unterscheidet sich kaum von 何か (Nanika), der Unterschied besteht in diesem zusätzlichen Strich über dem Rechteck im linken Teil von Ukagaka, die Aussprache hingegen ist deutlich eine andere.

Zunächst mal übersetzt sich Nanika zu „irgendetwas", man braucht noch ein drittes Kanji, um der ganzen Sache näher zu kommen. Am besten nimmt man 伺う (ukagau), übersetzt: (bescheiden) fragen;besuchen;hören.

Damit wäre zumindest die Aussprache einigermaßen erklärt, ansonsten kann man nur raten, genaues wissen nur Japaner. Diesbezüglich so auch kein Wort darüber auf der japanischen Wikipedia-Seite, weil dort unnötig.

Bleiben wir -vorerst- bei dieser eher vagen Bedeutung. Es könnten gezeichnete Bilder oder Manga, insbesondere Webcomics sein (sind es aber nicht)...

...wenn Ukagaka/Nanika im Menü einer Webseite, insbesondere wenn in unserer Schreibweise auftaucht und das Ganze dann noch in einem gleichnamigen Unterverzeichnis steht oder die Seite ukagaka.html bzw. nanika.html heißt,

behandelt der Inhalt der Seite höchstwahrscheinlich eine spezielle Software oder Komponenten dieser Software.

  • Software

Ukagaka ist eine Desktop-Anwendung, eine Software, die ein Maskottchen auf dem Desktop plaziert.

Diese Maskottchen werden bei Ukagaka als „Ghost" bezeichnet und sind eigentlich nur Module einer Basissoftware.

Wenn der Nutzer die Anwendung startet, erscheint normalerweise die Abbildung von zwei Figuren (es können auch eine oder drei Figuren sein) auf dem Bildschirm,

die sich gelegentlich über Sprechblasen mitteilen, aber auch auf Mausklicks eine Reaktion zeigen.

Ghosts sind unabhängig von der jeweils verwendeten Basissoftware (Materia, CROW, SSP, etc.) gleichermaßen einsetzbar. Es wurden zahlreiche Ghosts von Nutzern der Software erstellt und veröffentlicht.

Dabei wurde eine Vielzahl von Ghosts in einer Weise gestaltet, die die Attraktivität oder auch die Niedlichkeit der Figuren hervorheben, sowie um genre-spezifische Gespräche bezüglich Manga/Anime/PC-Spiele zum Thema zu nehmen, usw.

  • Gebrauch der Benennung

Wenn von „Ukagaka" die Rede ist, dann von der Summe der Ghosts und Komponenten oder des Genres als Ganzes einerseits, manchmal ist MATERIA gemeint, welche die ursprüngliche Basissoftware (Hauptprogramm) ist.

MATERIA kann auch mit den alten Namen wie Pseudo-Haruna(偽春菜), Nin'i(任意) oder Nanika(何か) belegt werden, resultierend aus der Entwicklungsgeschichte.

Auf dieser Seite, bezüglich Ukagaka=MATERIA als Anwendung, finden sich eine Beschreibung des Inhalts und der Entstehunggeschichte von Ukagaka als Genre.

Während des Bestehens des Genres hat sich allerdings als Mainstream-Baseware seit einiger Zeit SSP (Sakura Script Player) als De-facto-Standard durchgesetzt.

  • Schlußfolgerung aus der Praxis heraus

Nach dem Ausprobieren zahlreicher Ghosts kann man zu folgendem Schluß gelangen, daß nämlich „irgendetwas" zusammen mit „fragen;besuchen;hören" wahrscheinlich bedeutet:

  1. Frage mich etwas - Ghosts mit umfangreichem Menu
  2. Ich bin zu Besuch - eher ruhige Ghosts ohne viel Gezappel, meist nur die Hauptfigur
  3. Hör mir zu - Ghosts mit umfangreichem Random Talk, Quasselstrippen

Passgenau. Das Kanji 伺か ist aus diesem Grund aus diesen beiden Teilen zusammengesetzt worden.

Funktionen[Bearbeiten]

Böse Zungen behaupteten, daß die Hauptfunktion sei, verschwenderisch den Speicher vom PC sowie die CPU-Leistung zu verbrauchen, um Sakura (Hauptfigur) und Kero (Sidekick) zuzusehen, die zuweilen einen heftigen (meist humorigen) Schlagabtausch führen.

Zur Entstehungszeit bezüglich der vorhandenen Leistungsfähikeit eines Standard-PCs aber ein Thema. Das Problem war möglicherweise, daß die Anwendung unter Windows95/98 häufig Systemabstürze verursacht hatte.

Bei stabileren Betriebssytemen stürzt allenfalls die Anwendung ab und dann deutlich seltener. Der über die Sprechblasen geführte Schlagabtausch beschreibt sich wie folgt:

  • Random Talk

Der zufallsgenerierte Dialog erscheint gelegentlich in den Sprechblasen des Ghosts. Die Voreinstellung der Häufigkeit kann im ghostseitigen Menü geändert werden und gehört dort gewissermaßen zu den standardgemäßen Auswahlpunkten.

Der Abschnitt 'Random Talk' in den Scripts beinhalted eine unterschiedliche Anzahl an Zeilen, je nach Ghost. In gewissen Zeitabständen wird eine davon ausgewählt und zur Anzeige gebracht.

Abgesehen von einer Erhöhung der Anzahl der Zeilen kann die Variabilität durch den Gebrauch von Textbausteinen (ebenfalls als Mehrfachauswahl) gesteigert werden.

Die von den bösen Zungen als sekundär bezeichneten Funktionen können über das Menü aufgerufen werden.

  • Menü

Es gibt einerseits das jeweilige Programmenü der Basissoftware, komplett aufrufbar mit einem Rechtslick auf die Hauptfigur.

Desweiteren hat (fast) jeder Ghost ein eigenes Menü, oder auch mehrere, erreichbar mit einfachem Linksklick oder meistens Doppelklick. Es können Berührungszonen festgelegt werden, die bei anklicken bestimmte Reaktionen auslösen,

u.a. auch den Aufruf eines Menüs. Das Programmenu von SSP besitzt einige Verzweigungen, bei einem ghostseitigen Menü kann es auch deutlich mehr Ebenen geben.

Als Funktionen dienen dort ein NTP-Client, Maileingangsbestätigung durch POP3, Verwaltung der ToDo-Liste, Speicherbereinigung für Windows 9x-Serien, Online-Aktualisierung, Kommunikation via SSTP usw.

Desweiteren teilen die meisten Ghosts zu vollen Stunden die Uhrzeit mit, die jeweils auch mit Kommentaren versehen werden kann, sogar die Einbindung eines Gongschlags ist möglich.

Der Funktionsumfang kann erweitert werden.

Ukagaka Historie[Bearbeiten]

Entwicklungsschritte:

  • Beginn der Entwicklung

Kuroi Sabato (Künstlername), verwendete Personaware (jetzt: Chararina), veröffentlicht im Oktober 1998, einige Tage, bewunderte die Mensch-Maschine-Schnittstelle mit dem virtuellen persönlichen Assistenten,

welches das Konzept von Personaware ist, fühlte sich aber gleichermaßen unzufrieden mit der tatsächlichen Leistung von Personaware. Daher entschied sich Kuroi Sabato, ähnliche Software völlig neu zu entwickeln.

Mit Ironie gegenüber Personaware als 偽ペルソナウェア with "偽春菜" (Pseudo-Personaware mit „Pseudo-Haruna") benannt und am 25. Mai 2000 veröffentlicht.

  • Pseudo-Personaware · etwas anders als diese

Der große Unterschied zu Personaware ist, während bei Personaware-Charakteren (Virtuelle Persönlichkeit) grundsätzlich nur eine Figur ausgewechselt werden kann („Haruna" wird mit der Basis-Software geliefert),

bestanden Pseudo-Personaware-Charaktere aus zwei Figuren, „Pseudo-Haruna" und „Unyuu" (Charakterdesign · Saxyun), der Punkt dabei war, dass sie sich miteinander unterhielten.

Pseudo-Haruna als Name sowie ein Aussehen ähnlich wie Haruna (ähnlich in Kleidung und Frisur) sowie Menüstruktur, Sprache und Dialog waren insgesamt eine Parodie von Personaware und Haruna.

Der „Headline-Sensor", der automatisch Update-Informationen von Nachrichtenseiten überwacht und meldet, war zu dieser Zeit eine innovative Funktion, die insbesondere von vielen Nutzern akzeptiert wurde.

Vieles von dem wurde im Internet-Bulletin-Board2 aufgegriffen, und die Verbreitung von Pseudo-Personaware fand allmählich in der Internet-Community statt.

Im Dezember desselben Jahres änderte sich der Name von Pseudo-Personaware in あれ以外の何か with "偽春菜" (Etwas anders als diese mit „Pseudo-Haruna"),

weil das Programm „Personaware" für eine Markenregistrierung anstand und diese Software damit entsprechend geschützt werden würde.

  • Release von etwas anders als diese · kompatible Software, Veröffentlichung der Nachfolge-Software

Kurz gefasst: Es gab jede Menge Ärger bezüglich des Namens, hin und her, Diskussionen auch unter den Nutzern, Umbennenung der Software zu あれ以外の何か with "任意"(Etwas anderes als das mit „Nin'i")

und gipfelte darin, daß Kuroi Sabato am 20. Februar 2001 seine Webseite (vorübergehend) schloß.

Die Situation beruhigte sich, als am 21. Februar, dem Tag nachdem die Website geschlossen wurde, SAKURA Script Player (jetzt: SSP) kompatibel mit „etwas anders als diese" von Doichan! veröffentlicht wurde.

Zunächst wurde kein eigener Ghost mitgeliefert.

  • Umbenennung nach Ukagaka

Danach schritt die Versionsaktualisierung stetig voran, der Name wurde vom 14. August 2001 bis zum 14. April 2002 in 何か(Nanika), danach in 伺か(Ukagaka) geändert und gleichzeitig wurde die Autorenschaft an „ls" übergeben.

Ab diesem Zeitpunkt wurde ein neuer Standard-Ghost namens „Sakura", designed von „Suka" beigefügt. Schließlich erfolgte am 22. Juni 2002 der letzte Versions-Upgrade auf  伺か period 583.

Anders hingegen SSP, das mit immer noch fortlaufenden Aktualisierungen und mit hoher Kompatibilität zu MATERIA-Spezifikationen in der Folge zur De-facto Standardanwendung wurde.

Verzeichnisstruktur[Bearbeiten]

Beispielverzeichnisse

Die Verzeichnisstruktur von MATERIA (links) ist ähnlich wie für SSP (mittig), wie man an den Hauptunterverzeichnissen sehen kann.

Deswegen die hohe Kompatibilität. Dennoch sind ein paar Abweichungen erkennbar.

„language" z.B. ist bei SSP ein Unterverzeichnis von „data".

  • Balloon

Die auch zahlenmäßig unterschiedlichen Einträge in „balloon" resultieren daraus,

daß auch jeweils unterschiedliche Ghosts installiert wurden.

Nicht jeder Ghost bringt einen eigenen Balloon (Sprechblase) mit sich, bei SSP wird dann stanndardmäßig „ssp" verwendet.

Unterschiedliche Einträge auch in „headline" (RSS-Feed).

  • Language

Nochmal zurück zu „language" bei SSP, wo „english" und „japanese" zur standardmäßigen Installation gehören.

„korean" stammt vom angebotenem „Korean Lang. Pack". Weitere Sprachen sind grundsätzlich möglich.

„chinese" fehlt, weil es eine eigenständige SSP-Version gibt,

oder vielmehr zwei (einmal in traditionellen und andererseits in vereinfachten Schriftzeichen).

  • Ghost

Rechts eine Auflistung möglicherweise installierter Ghosts, abweichend von den in „Materia" und „SSP" enthaltenen.

Man kann SSP unter verschiedenen Verzeichnisnamen mehrfach installieren, was sich empfiehlt,

wenn man sehr viele Ghosts eingesammelt hat.

Man kann jeweils den Ghost wechseln, manuell oder automatisch mit Zeiteinstellung für den Wechsel.

Allerdings lässt sich SSP nur einmal aufrufen, wobei man jedoch mit dieser 'Instanz' mehr als einen Ghost gleichzeitig starten kann

(nicht unbedingt zu empfehlen außer zu Testzwecken, wegen möglicher Überlappung).

Komponenten:

Wie man oben sehen kann besteht ein Ghost im wesentlichen aus zwei Teilen: ghost (Scriptteil) und shell (anzuzeigende Bilder).

Der Scriptteil eines Ghosts hat jeweils nur ein „master" genanntes Unterverzeichnis, wohl wesentlich aus Gründen der Kompatibilität.

Ein Ghost kann jedoch mehrere Shells haben, wobei kein Unterverzeichnis unbedingt master heißen muß, zumindest nicht was SSP angeht.

  • andere Betriebssysteme als Windows

Aussagen über Nanika on Apple, NiseRingo, ninix, etc. als weitere Basissoftware können hier kaum getroffen werden.

SSP ist unter Linux mit implementiertem „Wine" lauffähig, es könnte vielleicht auch auf einem Mac mit WineBottler laufen.

...

Die Benennung der Komponenten nach dem Manga/Anime „Ghost in the Shell" liegt nahe, das wäre zugleich der einzige Bezug.

Nachfolgend nähere Beschreibungen für Ghost und Shell:

Ghost[Bearbeiten]

Ghost hat die folgenden zwei Bedeutungen, im Allgemeinen letztere:

  1. Scriptteil einschließlich SHIORI
  2. Gesamterscheinung einschließlich des oben genannten Scriptteils und der Shell-Daten

Konfiguration[Bearbeiten]

Ghost als Scriptteil hat die folgenden drei als ein Minimum notwendige Elemente:

  • descript.txt definiert den Ghost
  • Script-Dateien, die den Ablauf beschreiben - Script kann hier durchaus als Drehbuch verstanden werden.
  • Konfiguration der Script-Dateien, damit sie von SHIORI korrekt ausgeführt werden können

Ein Ghost als Gesamterscheinung beinhaltet alle Daten, die mindestens die zwei Teile Ghost und Shell enthalten müssen.

Eine SHIORI wird oft mit einem Template (Vorlage) vertrieben, was es erleichtert einen Ghost zu erstellen, insofern man nur die Shell und den Inhalt der Sprechblasen ändern muß.

SHIORI[Bearbeiten]

SHIORI verarbeitet den in den Script-Dateien beschriebenen Inhalt und überträgt Anforderungen an die Basis-Software. Implementiert als DLL. Vor allem vereinfacht SHIORI die Eingabe,

die Abläufe können mit einem relativ einfachen Skript gesteuert werden. Die Formate der Script-Dateien sind nicht festgelegt, sind jedoch unterschiedlich für jede SHIORI.

Manchmal als „栞" geschrieben, der Ursprung des Namens soll von „Shiori Misaka" aus dem PC-Spiel/Anime „Kanon" stammen, ist aber möglicherweise die Abkürzung eines längeren Begriffs.

Nachfolgend die wichtigsten Abarten von SHIORIs:

華和梨 (かわり)[Bearbeiten]

Autor von Kawari ist ein Team von Entwicklern.

Davon abgeleitete Versionen wie „OpenKEEPS" (kurz: KEEPS - Kawari Easy Event Programmed Script) und „FUDS" (First Use Dictionary Set) werden einschließlich Templates (Vorlagen) vertrieben

  • Vorteile: Da shiori.dll (fast immer so benannt) eine einfache Scriptsprache verwendet, ist diese leicht nachvollziehbar. Darüber hinaus gibt es reichlich Möglichkeiten für Erweiterungen.
  • Nachteile: Da sich die Konfiguration über mehrere Script-Dateien verteilt, ist es für Anfänger schwierig den Durchblick zu behalten.

文 (あや) (aya)[Bearbeiten]

Der Autor von 文 (Satz) ist umeici. Hat eine grammatikalische Struktur ähnlich C (Programmiersprache).

Die Entwicklung ist abgeschlossen, das YAYA-Entwicklungsteam bringt nun modifizierte Versionen von aya.dll namens YAYA (Yet Another AYA) heraus.

  • Vorteile: Umfangreich, sowie einfach, ältere Ghosts auf das erweiterte Skript zu übertragen. Desweiteren können die Scripte auch in UTF-8 abgespeichert werden - bei japanischen Ghosts äußerst selten.
  • Nachteile: Aufgrund seiner einzigartigen grammatischen Struktur ist es schwierig für Anfänger und Nicht-Programmierer, Fehler zu vermeiden die die Funktionalität (des Ghosts insgesamt) verhindern.

里々 (さとり) (satori)[Bearbeiten]

里々 ist ziemlich auf die Anforderungen der japanischen Schriftsprache zugeschnitten, insbesondere wurden außerdem alle Anglizismen für Funktionen und Sprungmarken getilgt und ersetzt. Herausgeber: Ponapalt.

  • Vorteile: Diese ausgesprochene Benutzerfreundlichkeit für japanische Ghostautoren resultierte in einem etwa 70% Anteil dieser SHIORI an veröffentlichten japanischen Ghosts.
  • Nachteile: Ältere Versionen von satori.dll (bis etwa 2012/13) sind auf nichtjapanischen Windows-Versionen kaum lauffähig, neuere Versionen schon, leider hat das noch nicht jeder Ghostautor mitbekommen.

Ältere Versionen liefen nichtmal auf chinesischem Windows, aufgrunddessen es chinesische Versionen der satori.dll gibt. Der Hauptunterschied ist aber, japanische Script-Dateien sind (zu 99,9%) in ANSI abgespeichert, chinesische meist in UTF-8.

美坂 (みさか) (misaka)[Bearbeiten]

Ist vor allem in der Anfangszeit häufiger benutzt worden, sowohl von japanischen, chinesischen als auch koreanischen Ghostautoren.

Der Ursprung des Names stammt vermutlich vom Nachnamen der Schwestern „Shiori Misaka" und „Kaori Misaka" aus dem PC-Spiel/Anime „Kanon".

  • Vorteile: Die Struktur ist einfach und auch von Anfängern gut nachzuvollziehen.
  • Nachteile: Die Entwicklung wurde eingestellt, und um kompliziertere Dinge zwecks Funktionserweiterung ausführen zu lassen braucht man hier Programmierkenntnisse.

Es gibt noch weitere SHIORIs wie z.B. eseshiori.dll, hisui.dll, niseshiori.dll, yuhna.dll - die nicht so häufig zum Einsatz kamen.

SAORI[Bearbeiten]

Abkürzung von „Supplemental Archive Onto Restricted Intelligence". Unter anderem: Osuwari.dll, httpc.dll, ssu.dll, fill_desktop.dll, scribble.dll, kawaric.dll, effect.dll, saori_cpuid.dll, mciaudio2.dll, proxy.dll, gomi.dll, exec.dll, mciaudior.dll

Plug-in-extensions zum Hinzufügen von Funktionen, die nicht in SHIORI und entsprechenden Script-Dateien implemeniert sind. Diese Erweiterungen wurden nicht vom Autor von MATERIA, sondern von anderen Autoren erstellt.

Infolge der unterschiedlichen Funktionen kann es keine Beschreibung über SAORIs Standardinhalt geben.

Der Ursprung des Namens soll vom „Saori Mizuki" aus dem PC-Spiel „Hajimete no Orusuban" stammen (sie hat übrigens eine Zwillingsschwester namens „Shiori").

Shell[Bearbeiten]

Erscheinungsbild(teil) des Ghosts.

Anfangs wurde eine große Anzahl an Aufrufen von Bildern benötigt, um Animationen zu realisieren, jetzt können diverse Effekte mit weniger Datenumfang realisiert werden, dank der Kombination von Grundformen und Teilbildern als Fortschritt.

Ein Ghost kann mehrere Shells haben, bzw. weitere Shells können hinzugefügt werden. Dabei sind zu unterscheiden:

  • Original-Shell - die vom Ghostautor oder dem Co-Autor erstellt wurde.
  • Addon-Shell - ebenfalls von Ghostautor oder Co-Autor erstellt, jedoch einzeln angeboten, die aber auch von anderen Zeichnern stammen kann und diesem speziellen Ghost zugeordnet ist.
  • Free Shell - die wie der Name schon impliziert, frei verwendbar für jeden Ghost und jeden Ghostautor zur Verfügung steht.

    Insbesondere für Ghostautoren gedacht, die „zwar nicht zeichnen können, aber Ghosts erstellen möchten". Der Umfang der Verwendung variiert je nach Autor, inklusive Abänderungen und Erweiterungen.

Konfiguration[Bearbeiten]

Für eine Shell sind die folgenden zwei die minimal notwendigen Elemente:

  • descript.txt, definiert die Shell
  • surfaces (Einzelbilder der Shell)

Außerdem, müssen mindestens surface0 und surface10 vorhanden sein.

SERIKO[Bearbeiten]

SERIKO ist in Versionen nach Standards unterteilt und wird verwendet, um einfache Animationen zu realisieren. Anfänglich mussten mit Hilfe von SAKURA Script eine große Anzahl von Bildern aufgerufen und fortlaufend angezeigt werden.

Wegen dieser Umständlichkeit wurde daraufhin SERIKO formuliert, um Animationen leichter realisieren zu können, es handelt sich dabei um bestimmte Zeilen in surfaces.txt.

Der Name SERIKO stammt von „Seriko", dem ersten Ghost mit Animationen dieser Art. Dabei scheint Seriko offensichtlich von Serio (HMX-13) aus dem PC-Spiel/Anime „To Heart" entlehnt zu sein.

MAYUNA[Bearbeiten]

MAYUNA ist der Name für den Standard des Kleiderwechsels. Kleiderwechsel ist eine Funktion, die dem Nutzer ermöglicht, das Aussehen eines Ghosts zu verändern, indem Kostüme und Accessoires,

als weitere Surfaces die Basissurfaces der Shell überlagern, und beliebig auswechselbar sind. Ebenfalls bestimmte Zeilen in surfaces.txt, aber auch in descript.txt. Mittlerweile Bestandteil der SERIKO-Spezifikationen.

Der Ursprung des Names soll vom „Mayuna Yūma" stammen, die den Kleiderwechsel erfand. Möglicheweise aber auch Zusammenziehung von „Mayu" und „Nana", den ersten Figuren mit mehr als einem Outfit.

Das Kisekae Set System (kurz: KiSS) gab wahrscheinlich den Anstoß für MAYUNA, die Möglichkeiten sind von ähnlichem Umfang.

Kompatible Programme[Bearbeiten]

Obschon Versionsupgrades von MATERIA nicht mehr erfolgen wie weiter oben erwähnt, wurden die Spezifikationen veröffentlicht, woraufhin einige kompatible Programme entwickelt werden konnten.

Windows[Bearbeiten]
  • SSP (aktuell empfehlenswertes Programm)
  • C.R.O.W. (nicht mehr downloadbar, möglicherweise existieren aber noch Ghosts, die gebündelt mit C.R.O.W. angeboten werden)
Mac OS[Bearbeiten]
  • Nanika on Apple (Classic Mac OS)
  • NiseRingo (macOS)
Unix basierte OS[Bearbeiten]
  • ninix
  • ninix-aya
  • Ukagaka for Android

Noch anzumerken wäre, das alle aufgeführten Programme wie auch die von Nutzern erstellten Ghosts Freeware sind.

Bekannte Ghosts[Bearbeiten]

Im europäischen Sprachraum gibt es im Grunde keine wirklich bekannten Ghosts, verglichen mit dem ostasiatischem.

Allenfalls in Form von Einzelbildern einiger Ghosts auf z.B. DeviantArt, Danbooro, tumblr, zerochan etc.

  • Sakura & Unyuu

Standardghost von Materia. Anfangs als als Pseudo-Haruna benannt, später als „Nin'i", englisch arbitrary, auf deutsch beliebig. Wegen der Namenstreitigkeiten mit Personaware ließ der Autor zeitweilig den Namen von den Nutzern wählen.

Irgendwann wurde die Hauptfigur im Random Talk von der Nebenfigur als Sakura angesprochen, das Verhältnis von Sakura Kinomoto und Kerberos (jap. Kero-chan) aus „Cardcaptor Sakura" zueinander persiflierend.

Eine optische Ähnlichkeit war zwar nicht gegeben, das Verhältnis zueinander blieb als Oberbegriff für Haupt- und Nebenfigur allerdings hängen. Das Design für Sakura wurde zuletzt zu kürzeren Haaren und anderer Bekleidung geändert.

Es könnte durchaus mehr Bildmaterial zu Nin'i-tan als zu Sakura (als Ghost) im Web geben.

  • Emily & Teddy

Standardghost von SSP. Das Design der Figuren wurde mindestens dreimal geändert, bei letzteren beiden kam Emilio als dritte Figur hinzu.

  • Mayura & Black Unyuu

Die „digital witch" gehörte mit zu den ersten Ghosts, die Distribution wurde jedoch relativ früh eingestellt. Kurzzeitig (2012) war eine Wiederveröffentlichung erhältlich.

Soll die Definition von „Zettai ryōiki" angeregt haben, zumindest liegt es nahe.

  • Hana-chan

„Blümchen" ist mit einigen Bildern im Web vertreten. Wird möglicherweise als ein Avatar von Firefox mißverstanden, was definitiv nicht der Fall ist. Ein Foxgirl (Kitsune) in Schuluniform.

Mit den Bildern ließe sich vielleicht die Shell rekonstruieren, der Ghost steht leider nicht mehr zur Verfügung.

  • FLELE

Eher als „Desktop Music Player" mit austauschbaren Skins bekannt.

Tatsächlich beinhaltet der Download (en/jp) vom „FLELE PLAYER" jedoch eine SSP-Distribution mit FLELE als Standardghost. Demzufolge soll man auch auch im entpackten „Flele (English)"-Verzeichnis das Programm mit ssp.exe starten.

Eine flele.exe, fleleplayer.exe oder dergleichen sind natürlich nicht vorhanden. Außer den hier dann auch richtig als Shells bezeichneten „Skins" für FLELE kann man somit ebenfalls weitere Ghosts intallieren.

Das beschriebene Clonen von ursprünglich einem zu mehreren FLELE-Ghosts soll wohl haupsächlich dazu dienen, unterschiedliche Playlisten anlegen zu können, die dann auch über unterschiedliche Shells erkennbar sein können.

Empfehlenswert außer aussagekräftigem Namen der Ghosts wäre noch das Ablegen eines Thumbnails im jeweiligen Stammverzeichnis, kopiert aus der verwendeten Shell.

Fazit: Sonderform eines Ghosts mit speziellen Funktionen, möglicherweise wird SSP von einigen Nutzern nur für diesen Zweck verwendet.

Künstliche Inkompetenz[Bearbeiten]

Ghosts bzw. deren SHIORI werden als Pseudo-KI (KI = künstliche Intelligenz) bezeichnet, weil wegen dem geringen Datenumfang keine einer KI entsprechenden Algorithmen vorhanden sein können,

sie aber bei entsprechendem Umfang des Scripts und darin enthaltener Variabilität, sowie Interaktionsmöglichkeiten mit dem Nutzer nahezu wie eine KI auf den Betrachter wirken können.

Die Interaktionen sind jedoch eher als limitiert zu bezeichnen, Ghosts sind allgemein nicht als Chatbot konzipiert. Als Desktop-Maskottchen liegt daher der Schwerpunkt vielmehr auf Aussehen und amüsantem Verhalten.

Manche Ghosts kommen mit einer Art Lexikon daher. Zum Beispiel 花咲案内人(FlowerGuide), wobei dieses (botanische) Lexikon aber schlicht über den Random Talk abgespult wird.

Anders z.B. bei „Taromati(/2)", wo der Nutzer das ghosteigene Menü aufrufen muß. Enthält sogar zwei Lexika, „Blumensprache" und "Blumen zum Geburtstag".

Als ambitionierter ist „Fox Theory" zu nennen, wo allein schon die Möglichkeit, das Menü und den Random Talk außer in japanischer auch/oder in englischer Sprache anzuzeigen, fast als Alleinstellungsmerkmal gesehen werden kann.

Die Vollversion umfasst schon als Downloadarchiv fast 400Mb, wovon etwa 3Mb der Shell und den Scripts und der SHIORI zurechnen wären (ein üblicher Wert), der überwiegende Teil dürfte aus Algorithmen bestehen,

die wie behauptet, tatsächlich eine Lernfähigkeit von „Lisa" ermöglichen könnten.   Wäre auszuprobieren...

Internationalisierung[Bearbeiten]

Außer japanischen und chinesischen gibt es auch ein paar koreanische und einige englische Ghosts, Deutsch und weitere Sprachen können ebenfalls vewendet werden.

Auch besteht die Möglichkeit die Sprache des Programmenüs von SSP zu englisch zu ändern, diese Änderung wird aber nur dort wirksam, die Sprache des jeweiligen Ghosts verbleibt in der Sprache des jeweiligen Autors.

Die Einträge im Hauptteil des Programmenüs können ghostseitig überschrieben werden, bei ausgiebiger Verwendung werden dann nur noch wenige der ursprünglichen sowohl japanischen wie englischen SSP-seitigen Einträge angezeigt.

Die meisten Ghostautoren ändern jedoch nur die obersten vier Einträge. Allerdings können „Language" und das aufklappende „Preferences..."-Untermenü (Einstellungen) nicht überschrieben werden.

Auf der Seite von Bugtraq Lab. kann man nicht nur die jeweils neuste Version von SSP herunterladen, es wird auch ein koreanisches Sprachpaket angeboten und ein Link zu der chinesischen Version.

Die russische(!) Version scheint nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Herkunft der Namen einiger Begriffe konnte nicht eindeutig verifiziert werden. Im einzelnen kann man immerhin festmachen:

„Mayu" und „Nana" gehören zu einem Set von insgesamt 10 der frühesten Ghosts desselben Autors, mit wechselnder Beteiligung als „Sakura" oder „Kero", einzeln oder zuweilen gemeinsam.

„Saori" und „Shiori" sind als Ghost realisiert worden, sowie ein weiteres Pärchen aus PC-Spielen von einem anderen Autor. Diese eben erwähnten 12 Ghosts stehen jedoch nicht mehr zur Verfügung.

Anfangs war der Anteil von Charakteren aus PC-Spielen und Anime, wie z.B. „Kanon" relativ hoch, nahm aber im Laufe der Zeit ebenso wie deren Verfügbarkeit ab.

Weitere Medien[Bearbeiten]

Viele Ghostautoren sind auch auf anderen Gebieten tätig. CG-Illustrationen und Manga bzw. Webcomics um naheliegendes zu erwähnen, wo auch die Figuren eines Ghosts in anderer Form auftauchen können.

So kann es auch den umgekehrten Weg gehen, vom Ghost zum PC-Spiel. Es gibt sogar ein Anime mit Nin'i-tan und Unyuu in Nebenrollen. Netrun-mon ist eine einteilige OVA anlässlich zum fünften Jubiläum des NetRunner Magazins.

Zu einem zehnjährigen Jubiläum aus einem anderen Grund wurde für eine Konvention zum Thema Ukagaka ein weiterer kurzer achtminütiger Film erstellt.

Der besteht jedoch nur aus den Standbildern neu gezeichneter Illustrationen zahlreicher Ghosts als Slideshow mit Musikuntermalung.

Videos gibt es auch auf YouTube, aber wenn man dort nach „Ukagaka" sucht, bekommt man jedoch zur Zeit fast ausschließlich auf „Undertale" bezogene Videos in Massen.

Anderes Thema. Es gibt (natürlich) auch einige Ghosts mit 18+ Inhalten. Leider laufen auch CG-Illustrationen unter dem Label „Ukagaka", sowie Manga und PC-Spiele, letztere sind aber eher als „Erogē" kategorisiert.

Für Illustrationen, Manga und PC-Spiele, auch Ghosts dieser Art gibt es ein zutreffenderes Wort, nämlich „Hentai". Insbesondere, aber nicht nur für Illustrationen gilt wohl Rule34.

In den oberen Zeilen wurde u.a. erläutert, was nicht unter den Begriff „Ukagaka" fällt, obwohl das ja schon aus der Definition in Zeichenbestimmung hervorging.

Externe Links[Bearbeiten]

Basissoftware[Bearbeiten]
Portal · Datenbank usw.[Bearbeiten]
Manuals[Bearbeiten]
Seite des Autors[Bearbeiten]

Verwandte Themen[Bearbeiten]

  • Chararina (Früherer Name: Personaware, gab den Anstoß zur Entwicklung von Ukagaka, nicht kompatibel) (jap.)
  • MaCoPiX (WindowSitter Programm, gab vielleicht den Anstoß für die SAORI Osuwari.dll) (jp/en)

Einzelseiten zum Thema[Bearbeiten]


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