Wolchow-Knüppel
Der Wolchow-Knüppel, Wolchow Stab oder Wolchow-Stock, ist ein aus Ästen geschnitzter „Gehstock“ der von Soldaten in Kampfpausen (Grabenarbeiten) an der Frontlinie am Wolchow im Bereich der Heeresgruppe Nord im Zweiten Weltkrieg gefertigt wurde. Er leiten seinen Namen von den armdicken Knüppeln ab, die 1943 von der deutschen Wehrmacht zur Befahrbarmachung der Wolchow-Sumpfgebiete verlegt wurden. Schätzuungen zufolge wurden Für die Errichtung des Knüppeldammes mehr als 1 Million solcher Knüppelhölzer geschlagen.[2] Wolchow-Stöcke (die definitionsgemäß keine Knüppel sind) gelten heute als Rarität und wurden als Wanderstöcke verwendet oder auch nur zum Zeitvertreib hergestellt. Sie wurden namensgebend für andere, von Soldaten im Feld geschnitzten Stöcken, die eher Spazierstöcken ähneln.
Die Kiefer- oder Birkenhölzer wurden teilweise sehr aufwändig mit Schnitzereien versehen. Es wurden Symbole aus der Zeit oder aber auch die Orte, an denen der Inhaber des Stabes an Schlachten teilgenommen hat, zur Erinnerung in das Holz geschnitzt. Einige dieser Gehhilfen wurden auch von Kriegsgefangenen als Auftragsarbeiten im Tausch gegen Lebensmittel angefertigt, was auch manche Schreibfehler erklärt. Viele dieser Knüppel wurden bei einem Heimaturlaub mit nach Deutschland genommen und haben sich bis heute erhalten.
Die Längen und Durchmesser dieser Knüppel variierten je nach Körpergröße des Trägers, so das es keine genauen Angaben gibt.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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