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Anschlag in Döbeln 2019

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Lageplan von Döbeln.

Am 3. Januar 2019 gab es eine Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln. Der Staatsschutz ermittelt, das LKA geht von einer politisch motivierten Tat aus. Tatverdächtige sind drei Deutsche.

Tat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Januar 2019 um 19 Uhr explodierte eine noch unbestimmte Substanz vor dem AfD-Büro in Döbeln. Anwohner berichteten von einem lauten Knall. Mehrere Autos, die Nebengebäude und das AfD-Büro erlitten schwere Schäden. Die Feuerwehr war vor Ort um den durch die Explosion entstandenem Brand zu löschen. Es gab keine Toten und Verletzte, jedoch wurde hier laut Angaben der Polizei bei der Tat Schädigung an Menschen im Kauf genommen, was sich strafverschärfend auswirkt. Die Polizei sperrte großräumig den Tatort ab.[1][2][3]

Tatverdächtige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Deutsche im Alter von 29, 32 und 50 Jahren sind Hauptverdächtige. Das LKA vermutet eine politisch motivierte Tat. Die Task Force Gewaltdelikte vom LKA und Polizeikräfte der Polizeidirektion Chemnitz hatten sehr schnell nach der Tat die mutmaßlichen Täter dingfest machen können. Neben dem LKA ermittelt auch der Staatsschutz.[1][4]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenminister Roland Wöller, CDU-Politiker, äußerte sich schockiert: „Wir haben es hier mit einer ganz neuen Qualität von Gewalt gegen Vertreter der Politik zu tun“. Sachsens stellvertretender Ministerpräsident der SPD, Martin Dulig, sagte: „Für den Anschlag auf das AfD-Büro in Döbeln gibt es keine Legitimation. Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern. Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie.“ Michael Kretschmer von der CDU erklärte, der Staat müsse „schnell und konsequent handeln“ um die Täter zur „Rechenschaft“ zu ziehen.[1][5]

Die AfD erklärte, niemals aufgeben zu wollen und sprach von linker Gewalt, die immer schlimmer werde. Nach Angaben der AfD sind 80 Straftaten gegen Einrichtungen der AfD und Privateigentum von AfD-Mitgliedern seit dem Einzug in das sächsische Parlament verübt worden. Bereits Mitte Dezember gab es einen Pflastersteinangriff auf ein AfD-Büro in Borna, nur eine Stunde Fahrzeit von Döbeln entfernt.[1]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 WELT: Sachsen: Explosion beschädigt AfD-Büro in Döbeln – Tatverdächtige festgenommen. In: DIE WELT. 4. Januar 2019 (welt.de [abgerufen am 4. Januar 2019]).
  2. mdr.de: Festnahmen nach Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln | MDR.DE. Abgerufen am 4. Januar 2019.
  3. Döbeln: Verdächtige nach Anschlag auf AfD-Büro gefasst. Abgerufen am 4. Januar 2019.
  4. Verdächtige nach Attacke auf AfD-Büro in Haft – Wöller will hart durchgreifen. Abgerufen am 4. Januar 2019.
  5. Sachsen: Explosion vor AfD-Büro - Polizei nimmt drei Verdächtige fest. In: Spiegel Online. 4. Januar 2019 (spiegel.de [abgerufen am 4. Januar 2019]).


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