Global.AG Security&Communication

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Global.AG Security & Communication
Rechtsform AG
Gründung 2011
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Jörg Brückner
Branche Rüstungsindustrie

Die Global.AG Security&Communication (Eigenschreibweise GLOBAL.AG Security&Communication, bis 2011 Caturix Security&Communication) ist ein internationales Sicherheits- und Rüstungsunternehmen mit Sitz in Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen entstand laut eigenen Aussagen 2011 und firmierte zuvor als Caturix Security&Communication. Seit 2020 ist Global Partner der NATO und des US-Verteidigungsministeriums und wird per Commercial and Government Entity im NATO Codification System der NATO Support und Procurement Agency sowie in der Defense Logistics Agency geführt und ist dort in der Kategorie G als Service Provider gelistet.[1][2]

Seit Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 ist das Kyiver Büro laut Vermerk in den Publikationen des Unternehmens evakuiert worden. Aus den Berichterstattungen verschiedener Online Nachrichtenformate lässt sich allerdings entnehmen, dass Einsatzkräfte der GLOBAL.AG auf Ukrainischer Seite an den Kampfhandlungen teilnehmen.

Kritik[Bearbeiten]

Das Unternehmen entwickelt Ausrüstung, Bewaffnung und Fahrzeuge, stellt mobile Unterkünfte und autarke Energiespeicher her und betreibt eine eigene Kryptowährung, woraus sich ein komplexes Netz aus Subunternehmen und Lösungspartnern in mehreren Ländern gebildet haben soll. Kritiker betonen, dass durch die weite Bandbreite an Tätigkeitsfeldern sich ein geschlossener und von außen abgeschotteter Kreislauf der Selbstversorgung gebildet hat, welcher die Sanktionierung und Regulierung einer solchen Gesellschaft stark erschwert. In einer mittlerweile nach Unterlassungsklage gelöschten Zeit-Online-Recherche 'Koordinaten des Todes' von 2016 wird auf die Gefahr von zu weit verzweigten privaten Sicherheitsfirmen verwiesen. An verschiedenen Beispielen wird aufgezeigt wie die GLOBAL.AG und zwei amerikanische Firmen Schlupflöcher in verschiedenen Gesetzgebungen genutzt hatten um erfolgreich MQ-9-Reaper-Drohnen des amerikanischen Herstellers General Atomics zu erwerben. Zudem ist nicht bekannt ob und in welchem Umfang staatsgefährdende, z. B. links- oder rechtsradikale Einstellungen durch einzelne Mitarbeiter vertreten werden oder nicht, wie die Drucksache 19/11947 des deutschen Bundestages von 2019 deutlich macht.[3]

In einem Beitrag mit dem Titel "Die Branche der Exzentriker" des deutschen Nachrichtenformates Junge Freiheit wurde der Leiter des ukrainischen Büros Alexander Jag mit einer kontroversen Fragestellung zitiert: "Wenn auf den Westen kein Verlass mehr ist, auf wen ist dann überhaupt noch Verlass?". Mehrere deutsche Politiker kritisierten diese Fragestellung inhaltlich als provokativ und suggestiv[4].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://eportal.nspa.nato.int/Codification/CageTool/cage-view/cn2v8
  2. https://cage.dla.mil/Search/Details?id=13236340
  3. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Martina Renner, Dr. André Hahn, Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 19/11079, abgerufen am 1. Oktober 2021
  4. https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/die-branche-der-exzentriker

Weblinks[Bearbeiten]


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