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Peter Kunze (Künstler)

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Peter Kunze (* 30. Dezember 1939 in Berlin; † 24. August 2016 ebenda) war ein deutscher Maler/Graphiker, Fotograf, Objekt- und Konzept-Künstler der zweiten Hälfte des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts.

Leben und Kunst[Bearbeiten]

1939 wurde Peter Kunze in Berlin geboren. 1957 bestand er das Abitur und wurde begeisterter Schüler des Berliner Sezessionisten Paul Kuhfuss. Mit ihm und seiner Philosophie fühlte er sich sein Leben lang künstlerisch verbunden. Bereits 1958 beteiligte er sich an Ausstellungen und absolvierte eine Lehre als Gebrauchswerber. Er arbeite als talentierter Raumgestalter in einem Architekturbüro. Von 1963 bis 66 studierte Peter Kunze an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin u. a. bei Otto Bertl und war Kandidat des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK). 1963 heiratete er Dagmar Misgeld. 1967 nahm er die freiberufliche Tätigkeit bei Ablehnung kulturpolitischer SED-Vorgaben, mit Hinweis auf Kunstfreiheit z. B. in Polen, auf. Informationen über avantgardistische Strömungen in den Künsten erhielt er durch frühe Westkontake. Wiederholte Ablehnungen erfolgten – aus kulturpolitischen Motiven – auch in angwandten Arbeitsbereichen. Seine Tochter Claudia Camilla kam 1968 zur Welt. Seit 1975 schlug sein Herz für Angelika Schulze – Geliebte, Förderin, Muse, Gefährtin und am Lebensende auch Pflegerin und Ehefrau. 1977 gab er die Selbständigkeit wegen staatlicher Behinderungen auf. Durch die unerlaubte Vermietung einer alten Landhauswohnung in Herzwolde (Mecklenburg-Vorpommern), als Hausmeister, illegaler Maler und experimenteller Künstler versuchte er sich so als Freigeist über Wasser zu halten. 1981 war die einzige zugelassene Ausstellungsbeteiligung als Maler, es folgten Ablehnungen durch Jury-Entscheidungen des VBK. Mit den Underground-Aktionen „Malstreik2”, „Parteitagsinitiative Haft-Sitzen“, „on the road – Schlafen auf Bahnhöfen der DDR“ – zeigte er seine kritische Haltung. 1985 erfolgte mit der Scheidung die „Enteignung" durch moralisierende DDR-Justiz und die amtliche Empfehlung zum Gartenarbeiter. Das alles löste eine Identitätskrise und den Aufenthalt im Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenberg, genannt Herzberge, aus. 1989 hatte Peter Kunze seine erste „juryfreie“ Ausstellungsbeteiligung mit Kunstobjekten und früher abgelehnten Arbeiten und der Konzeptinstallation „Für eine andere DDR“. Er befürwortete die Konvergenztheorie mit dem Versuch eines sogenannten Dritten Weges zum Sozialismus. 1990 wurde seine unangepasste künstlerische Produktion anerkannt und er wurde durch den letzten Kulturminister der DDR rehabilitiert. Seither arbeitete er wieder als freiberuflicher Graphiker und Konzeptkünstler. Endlich waren für ihn Studienreisen u. a. nach Österreich, Italien, Litauen, Frankreich, USA, Tunesien, Marokko, Spanien möglich. 1991 beteiligte er sich an der Schlosspark-Aktion „Sperrfreiheit“ in Pankow – für ständigen Zugang zum Park Schloss Schönhausen. In seinem Environment „AdVent, AdVent“ in Räumen des Kavalierhausese (Kunstverein Pankow e.V.) bewies er sein zeitgenössisches Können. Er zeigte seine unangepassten Arbeiten bei der Ausstellung im (Ephraim Palais). Peter Kunze war Initiator und Impulsgeber von Ausstellungen im Heimatgeschichtlichen Kabinett Weißensee (Stadtgeschichtliches Museum) z. B. über Wieland Herzfelde, die Filmstadt Weißensee oder Marlene Dietrich. Seine Aufsehen erregende Raum- und Hofinstallation "Bau auf, bau ab –" (Personalausstellung) zeigte er 1994 in der Kunstagentur Joachim Pohl Berlin. Im gleichen Jahr beteiligte er sich an der Ausstellung des im Kunstverein Pankow e.V. in der Galerie Pankow, Mitglieder und Gäste. Jahrelang engagierte er sich sehr erfolgreich im postklinischen Bereich der Psychiatrie (WIB/Pinel) als künstlerischer Zirkelleiter. Peter Kunze ist 2016 in Berlin nach langer Krankheit gestorben.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1960 - 2012: Kunstobjekte – Montagen aus unterschiedlichen Alltagsgegenständen, Metall, Holz, Gips, Leinen, Knochen, Holzwolle, Textilien.
  • 1979: Malerei – farbige Tempera auf Karton.
  • 1983 - 94: Texte – im Ausstellungskatalog Mitglieder und Gäste, Kunstverein Pankow e.V. in der Galerie Pankow und über die Lehrtätigkeit des Künstlers Paul Kuhfuss im Katalog zur Ausstellung in der Alten Nationalgalerie Berlin.
  • 1994: Bau auf, bau ab Rauminstallation aus Baumaterialien, Holz z.T. gebeizt, bemalten Planen in der Galerie Pohl, Berlin.
  • 2010: Fotografie – Farbfotografien mit der Canon IXUS APS.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Die folgende Aufzählung ist geordnet nach Jahr, Titel und Ort der Ausstellung.

  • 1981: Kunstausstellung Malerei Grafik Plastik, Berlin, Beteiligung
  • 1982-84: Underground-Aktionen „Malstreik2”, „Parteitagsinitiative Haft-Sitzen“, „on the road – Schlafen auf Bahnhöfen der DDR“
  • 1989: Ausstellung ObjektKunstObjekt, Berlin, Beteiligung
  • 1991: Schlosspark-Aktion „Sperrfreiheit“ in Pankow – für ständigen Zugang zum Park Schloss Schönhausen, Berlin, Beteiligung
  • 1991: Environment „AdVent, AdVent“ in Räumen des Kavalierhauses Kunstverein Pankow e.V., Berlin, Beteiligung
  • 1991: Kunstausstellung im Ephraim Palais, Berlin, Beteiligung
  • 1994: Raum- und Hofinstallation „Bau auf, bau ab –“, Kunstagentur Joachim Pohl, Berlin, Personalausstellung
  • 1994: Kunstverein Pankow e.V. in der Galerie Pankow, Mitglieder und Gäste, Berlin, Beteiligung

Literatur[Bearbeiten]

  • Katalog Paul Kuhfuss 1883-1960 Malerei und Graphik, Ausstellung in der Nationalgalerie 1983; Über die Lehrtätigkeit des Künstlers Paul Kuhfuss S. 73-75
  • Kunstdokumentation SBZ/DDR 1945 -1990, Aufsätze. Berichte. Materialien, DuMont Buchverlag, ISBN 3-7701-3846-5; S. 785 Peter Kunze: Aktion „Ostradio“ auf der am 6.10.1989 in der Galerie im Turm eröffneten Ausstellung „Objekt - Kunst - Objekt“
  • Peter Kunze: the Berliner, Namen und Ansichten aus der Hauptstadt, Dr. Schömbs Verlagsgesellschaft mbH, 1. Auflage 1995, S. 230


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