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SC Germania Reusrath 1913

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SC Germania Reusrath
Logo des Vereins
Basisdaten
Name SC Germania Reusrath 1913 e.V.
Sitz Langenfeld (Rheinland),
Nordrhein-Westfalen
Gründung 1913
Farben grün-weiß
1. Vorsitzender Wolfgang Kremmers
Website sc-reusrath.de/
Erste Mannschaft
Cheftrainer Ralf Dietrich
Spielstätte Hans-Klosterkamp Sportpark
Plätze 1.000[1]
Liga Fußball-Landesliga Niederrhein
2020/21
Heim
Auswärts

Der SC Germania Reusrath 1913 e.V. ist einer im August 1913 gegründeter deutscher Fußballverein aus der Stadt Langenfeld (Rheinland). Der mittlerweile reine Fußballverein hat Stand 2020 insgesamt 17 Mannschaften, davon vier Seniorenmannschaften und 13 Jugendmannschaften. Die 1. Mannschaft spielt seit der Saison 2020/2021 in der Landesliga Niederrhein und stieg als Tabellenführer der Hinrunde auf, nachdem der Spielbetrieb auf Grund der COVID-19 Pandemie in Deutschland eingestellt und am grünen Tisch eine Entscheidung getroffen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1913
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1913

Im August 1913[2] wurde der Sportverein „Sport Club Germania Reusrath“ gegründet. Zu den 15 Gründungsmitgliedern gehörten Albert Albrings, Peter Düster, Jakob Flemm, Peter Rolschbach, Gerhard Scherf, Peter Scherf, Ferdinand Schütte und Peter Stapper. Zuvor spielte man in einer DJK-Sportgruppe (Deutsche Jugendkraft der katholischen Kirche). Wenige Monate später brach der erste Weltkrieg aus und fast alle Vereinsmitglieder wurden zum Wehrdienst einberufen.

Aufnahme Spielbetrieb im Westdeutschen Spielverband[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1914
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1914

1919 schloss sich der SC Germania Reusrath dem Arbeiter-, Turn- und Sportbund an. Ein Jahr darauf erfolgte die Aufnahme in die C-Klasse des Westdeutschen Spielverbands. 1923 fusionierte der SC Germania Reusrath mit dem VfB Langenfeld. Die Zusammenarbeit wurde ein Jahr später 1924 wieder beendet.

Grundsteinlegung für den ersten Fußballplatz[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1921
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1921
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1926
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1926
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1928
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1928

1926 unterstützte die Langenfelder Gemeinde Richrath-Reusrath den Verein. Das Sportplatzgelände am Hagelkreuz wurde zur Verfügung gestellt. Hier entstand der bis 2004 genutzte Ascheplatz „Sportplatz am Hagelkreuz“. 1927 stieg die Mannschaft des SC Reusrath in die B-Klasse auf, ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 110:8.

Pause zu Beginn des zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1930
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1930
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1956
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath 1956

Bis ins Jahr 1938 spielte der SC Germania Reusrath in der B-Klasse. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sah man sich dem Druck der örtlichen Parteiführer ausgesetzt, bei denen der damalige erste Vorsitzende Heinrich Stoffels unerwünscht war. Der Verein war genötigt, sich nach außen hin von einem anderen Kameraden vertreten zu lassen. 1938 musste dann auch der Spielbetrieb eingestellt werden.

Neuer Beginn[Bearbeiten]

Nur wenige Überlebende der Kriegsjahre waren 1946 noch dabei. Am 24. Mai 1946 wurden die Weichen für eine neue Zukunft des Vereins bei einer Generalversammlung gestellt. Ein neuer Vorstand wurde gewählt: Wilhelm Keller wurde erster und Georg Müller zweiter Vorsitzender. Ende 1946 stellte der Verein zwei Senioren und drei Jugendmannschaften. Die 1. Seniorenmannschaft spielte in der 2. Kreisklasse des Fußballverbands Mittelrhein. Gleich gelang der ersten Mannschaft der Aufstieg in die erste Kreisklasse durch einen zweiten Platz in der Meisterschaftsrunde. Die „Säulen“ der damaligen Mannschaft waren Torwart Schnier, „Pap“ Hulka, Dussmann und Riedel in der Abwehr, die Flügelspieler Pauls und Leyhausen. Im Sturm spielten damals die Gebrüder Herkenrath, „Micky“ Kalka, Fach und Stüttgen sowie Froitzheim. Das System war ein offensives 3-3-4 oder 2-4-4. 1949 stieg Reusrath aus der ersten Kreisklasse des Kreises Köln wieder ab. Zur Saison 1949/1950 wechselte der Verein den Verband und trat dem Solinger Kreis bei.

Reusrath bekommt ein Clubhaus[Bearbeiten]

Zu Beginn der 1950er-Jahre gab es kein Clubhaus und keine Umkleidekabinen. Die Stadt Langenfeld und die Totogesellschaft sorgten für das finanzielle Fundament für den Bau eines Vereinsheimes. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder und das Engagement von Kasper Schneeloch nutzen die Finanzspritze für den Bau des Clubhauses, das am 17. Oktober 1954 eröffnete. 1955/1956 gelang der Wiederaufstieg in die erste Kreisklasse.

Andere Sportarten kommen hinzu, Bau der Turnhalle[Bearbeiten]

1967 wurde zunächst der Tischtennissport, deren erste Hobbymannschaft 1967 und 1968 von Manfred Boelken trainiert wurde, angeboten. Am 10. März erfolgte die Gründung der Tischtennisabteilung und bereits am 24. April gleichen Jahres wurde der Verein in den Westdeutschen Tischtennisverband aufgenommen. Trainer und Abteilungsleiter wurde Alfred Kranz – nachdem die Turnhalle heute benannt ist. Außerdem wurde Kinder- und Geräteturnen von der Germania in der Sporthalle angeboten.

Der Sportplatz am Hagelkreuz wurde 1966 mit einer Flutlichtanlage ausgestattet, um auch Abendspiele austragen zu können. In der Folgezeit wechselten sich Auf- und Abstiege ständig ab. Mit dem neuen Trainer Hans Werner Marx, einem ehemaligen Fußballprofi aus Leverkusen, gelang kurzfristig sportliche Stabilität. Bis zum 75. Jubiläumsjahr 1988 gehörte die Germania dann konstant der Kreisklasse an. 1989 gründete sich die Volleyball-Abteilung.

Reusrath heute[Bearbeiten]

Am 24. September 2004 konnte der Reusrather Sportpark eröffnet werden, heute bekannt als Hans-Klosterkamp-Sportpark.

Die größten Erfolge der jüngeren Vergangenheit wurden jeweils mit dem Trainer Ralf Dietrich gefeiert. Am 26. Mai 2013 stieg die zweite Mannschaft in die Kreisliga A auf. Kurze Zeit später wechselte Cheftrainer Ralf Dietrich in die erste Mannschaft und führte die Mannschaft in die Landesliga. Auf Grund der Corona Pandemie wurde die laufende Saison im April 2020 unterbrochen. Der Niederrhein-Verband Solingen entschied, dass auch der Tabellenführer der Hinrunde aufsteigen darf, sodass der SC Germania Reusrath aufstieg.

Einhundert Jahre nach der Vereinsgründung ist der SC Germania Reusrath einer der größten Sportvereine in Langenfeld. Seit der Trennung von der Tischtennis und Volleyball Abteilung ist der Verein ein reiner Fußballverein. Über 400 Mitglieder zählt der Verein bis heute.

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Mahmoud Dahoud[Bearbeiten]

Der bekannteste Spieler des SC Germania Reusrath ist Mahmoud Dahoud. Der gebürtige Syrer begann 2004 mit acht Jahren das Fußball spielen in dem Fußballverein aus Langenfeld. Insgesamt spielte der heutige deutsche Nationalspieler fünf Jahre in seinem Jugendverein. 2009 wechselte er zu Fortuna Düsseldorf, 2010 zu Borussia Mönchengladbach und 2017 schließlich zu Borussia Dortmund. 2020 wurde er das erste Mal für die deutsche Fußball Nationalmannschaft unter Jogi Löw nominiert.

Langjährige Spieler[Bearbeiten]

Rekord-Spieler[Bearbeiten]

  1. Andreas Meiners - 690 Spiele
  2. Peter Behnert - 680 Spiele
  3. Volker Bogan - 644 Spiele

Rekord-Torschützen[Bearbeiten]

  1. Andreas Meiners - 270 Tore
  2. Franz Focke - 235 Tore
  3. Christoph Crahs - 235 Tore

Frauenfußball[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath Frauenfußball
Mannschaftsfoto SC Germania Reusrath Frauenfußball

Am 31. Oktober 1970 wurde das Verbot zur Gründung von Frauenmannschaften vom DFB aufgehoben, der SC Germania Reusrath gründete im gleichen Jahr eine Frauenmannschaft. Christel Bergmeister und Petra Haffmann stellten die Mannschaft zusammen. Die Premiere feierten die Damen vor 400 Zuschauern bei einem Spiel im November 1970 auf dem heimischen Sportplatz am Hagelkreuz gegen die Mannschaft des HSV Langenfeld. Die erste Mannschaft setzte sich aus den folgenden Spielerinnen zusammen: Grzechacz (Tor), Kordt, Haffmann, Hübner, Bergmeister, Fischer, Kleineck, Marx, Jacobs, Bocksnick und Attern. Trainer war „Kalli“ Baumhardt, die Betreuung der Damen übernahm Alfred Riedel. Christel Bergmeister wurde Spielführerin, Doris Jacobs und Elke Attern wurden in den Spielerausschuss gewählt.

Die Gründung der Damenmannschaft stellte die Germania auch infrastrukturell vor neue Herausforderungen: So mussten weitere Umkleideräume, Duschen und Damentoiletten errichtet werden. Im Jahr 1972 wurde am Hagelkreuz deshalb ein Anbau errichtet. Die ersten Jahre wurden lediglich Freundschaftsspiele ausgetragen, da es keine offizielle Punkterunden seitens des DFB gab. Im September 1971 konnten die Reusrather Damen den erstmals ausgespielten Stadtmeister-Titel gewinnen.

1976 verließen viele Spielerinnen wie Anita Lampenscherf, Birgit Schwippert, Monika Jansen und Heidi Eckardt den Kader. Um weiterhin den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten wurde eine Mädchenmannschaft gegründet. Roswitha Marx, die damals die Damen-Aktivitäten koordinierte, warb dafür mit den folgenden Worten: „Wir wollen den Damenfußball in Formen lenken, die dem weiblichen Organismus entsprechen. Uns liegt nichts daran, die Männer zu kopieren. Wir wollen dem Spiel unseren eigenen Charakter geben.“ Auch bundesweit wird auf die Reusrather Damenmannschaft aufmerksam gemacht.

Im Juni 1976 erschienen doppelseitige Werbeanzeigen der Firma Henkel mit den Reusrather Damenmannschaft im gesamten Gebiet der damaligen Bundesrepublik. In den darauf folgenden Jahren belegten die Reusrather Damen den 7. und zweimal den 5. Rang der Landesliga. Im Jahr 1980 wurde die Damenmannschaft eingestellt.

Die Statistik der Reusrather Damen-Mannschaft von 1970 bis 1980:
Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Gegentore Differenz
326 205 43 78 528 302 +226

Spielstätten[Bearbeiten]

Luftbild auf Reusrath, Stadtteil Langenfeld (Rheinland)
Luftbild auf Reusrath, Stadtteil Langenfeld (Rheinland)

In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen wurde ein Ascheplatz am Hagelkreuz in Langenfeld die offizielle Spielstätte vom SC Germania Reusrath. Im Jahr 1926 erbaut und eröffnet blieb der “Ascheplatz am Hagelkreuz” bis 2003 die Spielstätte. Der Sportplatz am Hagelkreuz wurde 1966 mit einer Flutlichtanlage ausgestattet.

Im Jahr 2004 wurde die Spielstätte innerhalb des Stadtteils Reusrath in die Brunnenstraße verlegt. Am 24. September 2004 wurde der neue Sportplatz offiziell eröffnet. Während der Eröffnung brachten Fallschirmspringer den symbolischen Schlüssel aus dem Himmel in den Reusrather Mittelkreis, wo der damalige Bürgermeister Magnus Staehler (CDU) den Platz eröffnete. Die Bauzeit für das Vereinsgelände, der Sportplatz, die Parkplätze sowie das Vereinsheim betrug sieben Monate und die Baukosten beliefen sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Im Jahr 2010 wurde die neue Sportanlage in „Hans-Klosterkamp-Sportplatz“ umbenannt. Es wurde die vierte Generation der etwa seit Anfang der 1990er üblichen Kunstrasenplätze in Deutschland verlegt, mit 40 Millimeter hohen Halme. Die untere Lage des Platzes ist mit Sand, die obere Lage mit Granulat gefüllt.

Franz Pollet Gedächtnisturnier[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Franz Pollet haben seine Söhne 2007 die Idee, zu Ehren des ehemaligen Jugendleiter, ein jährliches Gedenkturnier zu veranstalten. Das daraus resultierende Franz Pollet Gedenkturnier findet seitdem jedes Jahr in der Sommerpause statt. Der Modus des Gedenkturniers sieht vor, dass jeder Spieler zufällig einer Mannschaft zugelost wird. Teilnehmen dürfen sowohl aktive wie auch ehemalige Spieler des SC Germania Reusrath.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SC Germania Reusrath, Hans-Klosterkamp Sportpark, transfermarkt.de
  2. Daniel Uebber: 100 Jahre SC Germania Reusrath - Jubiläums Magazin. Hrsg.: SC Germania Reusrath 1913 e.V. 1. Auflage. Langenfeld Rheinland 1. August 2013.

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