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Turn- und Sportverein Leutenbach 1914

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Turn- und Sportverein Leutenbach 1914 e.V.
(TSV Leutenbach)
Zweck: Sportverein
Vorsitz: Ingrid Hochtanz, Helen Plapp
Gründungsdatum: Jahr 1914
Auflösungsdatum Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Mitgliederzahl: ~ 1700 (2017)
Mitarbeiterzahl: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz: 71397 Leutenbach
Website: www.tsv-leutenbach.de

Der Turn- und Sportverein Leutenbach 1914 e.V. (TSV Leutenbach) ist mit aktuell rund 1700 Mitgliedern (Stand 2017) einer der 100 Größten Sportvereine des Württembergischen Landessporbundes.[1] Er bietet ein breites Sportangebot, welches von der Kleinkindlichen Früherziehung bis zum Leistungssport im Gerätturnen, Tischtennis und Volleyball zieht. Der Verein ist in laut Satzung in 10 Abteilungen unterteilt, wovon aktuell noch 8 aktiv regional Sport treiben.[2] Der Verein ist regelmäßig bei überregionalen Veranstaltungen wie Turnfesten vertreten.

Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Leutenbach besteht anno 2017 aus folgenden 8 Abteilungen:

Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chor "Mittendrin" singt regelmäßig Konzerte auf regionalen Veranstaltungen.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Leutenbach hat mehrere aktive Fußball Mannschaften, die Spieler befinden sich im Alter von 7 bis 20 Jahren und spielen auf Kreis und Bezirksebene.

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Leutenbach hat eine erfolgreiche Leichtathletik Abteilung für Kinder und Jugendliche.

Im Jahre 2005 wurde Maike Rosenauer Deutsche Vizemeisterin beim 3.000 Meter Hindernisslauf

Turnen-Fitness-Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung Turnen-Fitness-Gesundheit bietet den Mitgliedern eine große Auswahl an Turnsportarten wie z.B. Gerätturnen. Zusätzlich bietet er einige Gruppen im Breitensport und eine Volleyball Mannschaft.

Der Verein ist im Leistungssport bei Gerätturnen mit einer Mannschaft in der Kreisliga B (Saison 2016) des Schwäbischen Turnbundes Vertreten.

Erfolgreiche Sportler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meike Rosenauer - Deutsche Viezemeisterin 2005, 3.000 Meter Hindernislauf[3]

Vereinsvorstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aktuelle Vereinsvorsitz unterliegt Ingrid Hochtanz und Helen Plapp. (Stand 03.04.2017)

Ehemalige Vereinsvorstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Turnverein: 
    • 1914 - 1918 Hermann Heller
    • 1919 - 1923 Hermann Entenmann
    • 1923 - 1936 Karl Blessing
    • 1936 - 1945 Albert Braun
  • Sportvereinigung: 
    • 1923 - 1925 Karl Pfitzenmaier
    • 1925 - 1927 Eugen Klink
    • 1927 - 1930 Karl Maier
    • 1930 - 1933 Rudolf Grün
    • 1933 Karl Weller
  • Turn- und Sportverein: 
    • 1946 - 1954 Karl Obermüller
    • 1955 - 1956 Karl Hilt
    • 1957 - 1958 Alfred Rommel
    • 1959 - 1964 Karl Obermüller
    • 1965 - 1968 Albert Braun
    • 1969 - ? Alfred Müller

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnverein 1914 - 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turnverein Leutenbach wurde 1914 von 12 Männern gegründet. Bei Gründungsversammlung wurden folgende Posten besetzt:

  • Vereinsvorstand: Hermann Heller
  • Schriftführer: Riederich Klink
  • Kassenwart: Gottlob Schock

Viele Vereinsmitglieder wurden während des 1. Weltkriegs eingezogen und 25 Vereinsmitglieder wurden im Verlauf des Kriegs getötet.

Das Vereinsleben während des 2. Weltkriegs bestand hauptsächlich aus Gesang und dem Zusammenhalts der Vereinsmitgliedern, wobei einige von Ihnen im Krieg gefallen sind.

Sportvereinigung 1923 - 1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Unstimmigkeiten im Verein wurde 1923 eine Friedliche Teilung der Vereine Beschlossen. Wobei sich mit beginn des Kalenderjahres 1923 eine Sportvereinigung gründete, welche dem Arbeiter-Turn- und Sportverband beitraten. Die Sportvereinigung Leutenbach wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aufgelöst.

Turn- und Sportverein 1946 - heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem 2. Weltkrieg mussten alte Vereinsstrukturen erneuert werden, sowie neue Möglichkeiten zur Sportlichen Betätigung gefunden werden.

Im Jahr 2014 wurde das 100 Jähre bestehen des Vereins im Zusammenhang mit einem regionalen Turngau Event gefeiert.

Worte von Alfred Müller 1969[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des TSV Leutenbach in den Worten des ehemaligen Vereinsvorsitzenden Alfred Müller im Jahre 1969:

"Im Frühjahr 1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, kamen 12 junge Männer im Gasthaus „Zum Lamm“ zusammen, um einen Turnverein zu gründen. Bei dieser Gründungsversammlung wurden gewählt: Als Vorstand der Lehrer Hermann Heller, als Schriftführer Riedrich Klink. Die Kasse übernahm Gottlob Schock, der gleichzeitig auch als Turnwart fungierte. Als Ausschussmitglieder erklärten sich Hermann Börkircher, Karl Weng und Gottlob Weller bereit.

Ziel war die Hege des Vereinsturnens, in der Deutschen Turnerschaft vereint.

Geturnt wurde im Freien auf dem hinteren Wasen, das ist das Gelände des heutigen Feuerwehrmagazins. Hauptdisziplin waren zuerst die Freiübungen, bis das erste Gerät, ein Reck für RM 45,- gekauft werden konnte.

Noch ehe aber recht begonnen war, wurde die rührige Vereinsarbeit schon bald unterbrochen, es begann der 1.Weltkrieg und die jungen Leute wurden eingezogen und mussten Soldat werden. Im November 1918, als der 1.Weltkrieg zu Ende war, gab es eine traurige Bilanz. 25 Vereinskameraden kamen nicht mehr in die Heimat zurück.

Bald darauf kamen die Vereinskameraden wieder zusammen und wählten Hermann Entenmann zum Vorstand. Zum Turnen stand damals das Reck zur Verfügung, das vor dem Weltkrieg gekauft worden war. Bald darauf kam dann noch ein Holzbarren dazu, den Otto Schüle angefertigt hatte und lustig wurde im „Freien“ weitergeturnt, bis im Jahr 1921 die erste „Turnhalle“ erbaut wurde. Es war ein Holzschuppen mit 6x4 m, etwas klein, aber immerhin so kurz nach dem Krieg eine beachtliche Leistung.

Die Sportkameraden Gottlob Rittberger und Karl Schneider, die beide bei der Eisenbahn beschäftigt waren, opferten ihre Freifahrscheine und fuhren nach Frankfurt und Chemnitz, wo sie für den Verein ein Pferd und einen eisernen Barren kauften.

Die Erfolge stellten sich dann dank der besseren Übungsmöglichkeiten bald ein. Beim Gauturnfest 1920 in Oßweil und beim Gauturnfest 1921 in Winnenden hat die Vereinsriege recht gut abgeschnitten.

Dann kam das Jahr 1923. Die Generalversammlung beschloss mit Mehrheit zu Beginn des Jahres, aus der „Deutschen Männerschaft“ auszuretten und unter dem Namen „Sportvereinigung“ dem Arbeiter-Turn- und Sportverband beizutreten. Als ersten Vorstand wählte der neue Verein Karl Pfitzenmaier und erster Turnwart wurde Karl Hilt.

Die den Wechsel nicht mitmachenden Mitglieder turnten weiter bei der „Deutschen Turnerschaft“ und waren dem Schillerturngau angeschlossen. Gewählt wurde bei der „Deutschen Turnerschaft“ als Vorstand Karl Blessing und als Turnwart Hermann Beyerle.

Die Spaltung des Vereins war somit perfekt.

Die „Deutschen Turner“ hatten es in der Hauptsache ihrem Vorstand Karl Blessing und dem Turnwart Hermann Beyerle zu verdanken, dass die ersten schweren Jahre nach der Trennung gut überstanden werden konnten.

Beide Vereine konnten mit ihren Vereinsriegen und einer beachtlichen Zahl guter Einzelturner und Leichtathleten schöne Erfolge für sich verbuchen. So erzielte die Sportvereinigung bei den verschiedensten Sportfesten, unter anderem in Oberurbach, Zuffenhausen, Waiblingen, Beutelsbach, Ulm und Stuttgart zahlreiche 1. und 2. Sieger.

Bis zum Ausbruch des 2.Weltkriegs haben die Turner an allen Gauturnfesten mit ihren Vereinsriegen teilgenommen. Besonders das Jahr 1929 war für die „Deutschen Turner“ besonders erfolgreich. Vom Jugendturntag in Marbach, Gauturnfest in Sulzbach und dem Landesturnfest in Heilbronn brachten sie jeweils einen 1. Sieg mit nach Hause. Der Waldlauf in Oberstenfeld brachte der Mannschaft im 5000-m-Waldlauf den Gaumeister.

Im Jahr zuvor, 1928, besuchten die Vereinsriegen das Deutsche Turnfest in Köln und konnten 1933 beim Deutschen Turnfest in Stuttgart sehr erfolgreich teilnehmen.

Wenn auch die Trennung 1923 sehr zu bedauern war, so wertvoll war sie doch in sportlicher Hinsicht. Die Sportler hatten Konkurrenz und der Ehrgeiz wurde geweckt. Daraus sind wohl die Erfolge beider Vereine begründet.

Die Pflege der Kameradschaft lag bei den Vereinen Bauarbeiten an der TV-Halle (1930) sehr am Herzen. Es gab Wanderungen in die nähere Heimat, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern, lebhafte Ausschusssitzung und Generalversammlungen. Der Turnschuppen, der 1921 gebaut worden war, entsprach schon lange nicht mehr den sportlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Beide Vereine kauften sich Grundstücke, um eine vereinseigene, neue Turnhalle zu erstellen. Die Sportvereinigung in der Brunnenstraße, die Deutschen Turner in der Gartenstraße. Der Ehrgeiz war wieder geweckt. 1930 konnten dann die Turnhallen festlich eingeweiht werden.

Beide Vereine hatten schon seit Jahren eine gute Breitenarbeit geleistet, was Ihnen jetzt wieder zugute kam. Dann kam das Jahr 1933, die Sportvereinigung wurde zwangsweise aufgelöst, ihre Halle und das Vermögen wurde beschlagnahmt und zum Kindergarten und NSDAP-Räumen umgebaut.

Der Turnverein arbeitete jedoch weiter, war bis zum 2.Weltkrieg bei allen Gauturnfesten und brachte noch manchen Sieg mit nach Hause. Unter anderem erhielten sie beim Gauturnfest in Winnenden mit ihrer Turnerriege und mit einer 4x100-m-Staffel je den 1. Preis.

Die Sängerabteilung wurde 1931 gegründet aus den Sängern der Sportvereinigung, die im Arbeitersängerbund zusammengeschlossen waren. 1933 übernahm Robert Rügamer den Taktstock bei der Sängerabteilung, die nun zum Schwäbischen Sängerbund gehörte. Die Sängerabteilung wuchs, die Fortschritte wurden hörbar und so konnten sie 1936 in Fellbach recht gut abschneiden. Während des 2.Weltkriegs kam dann auch das Vereinsleben langsam zum Erliegen, aber noch spielte am Anfang eine Faustballmannschaft und die Sänger sangen noch, bis auch das vollends zum Erliegen kam.

Am 5.April 1946 trafen sich dann wieder einige Mitglieder der beiden früheren Vereine auf dem Rathaus. Der Erfolg der Zusammenkunft war der Zusammenschluss beider früherer Vereine unter dem Namen „Turn- und Sportverein“.

Am 1. Juni 1946 fand dann die erste Generalversammlung nach dem Kriege statt. Zum Vorstand des neugegründeten Turn- und Sportvereins wurde Karl Obermüller gewählt, Schriftführer wurde Willi Wahl und die Vereinskasse wurde in die Hände von Friedrich Ehmann gelegt. Die Mitgliederzahl betrug am 1. Juni 1946 - 45 Personen.

Bald wurde es nun wieder lebendig im Verein, die einzelnen Abteilungen standen wieder. Als im Oktober 1947 Robert Rügamer aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, nahm er den Taktstock der Sängerabteilung wieder in die Hand und anlässlich der Fahnenweihe am 11. Juni 1950 trat auch der je etwa 30 Sängerinnen und Sänger zählende „Gemischte Chor“ an die Öffentlichkeit. 1952 begingen die Sängerinnen und Sänger mit einem Konzert das 25-jährige Dirigentenjubiläum, bei dem die gesamte Chorvereinigung Rügamer mitwirkte. 1960 feierte man dann das 10-jährige Jubiläum des gemischten Chors.

Aber auch die Turnerinnen und Turner hefteten in den Nachkriegsjahren zahlreiche schöne Siege an die Fahnen des Vereins, unter anderem beim Kreisturnfest in Murrhardt und beim Gauturnfest 1951 in Bettringen, beim Deutschen Turnfest 1953 in Hamburg, beim Landessportfest in Ulm und beim Gauturnfest 1955 in Endersbach, bei Gerätewettkämpfen in Ingersheim, Zuffenhausen, Erdmannhausen, Erbstetten sowie beim Landesturnfest 1956 in Ulm und nicht zuletzt beim Deutschen Turnfest im Jahre 1958.

Am 23.August 1958 wurde dem Verein auch eine Fußballabteilung angegliedert. Schon bei der Neugründung 1946 meldeten sich Freunde dieser Sportart zu Wort. Im Jahre 1947 wurde die Sportplatzfrage erneut angeschnitten. 10 Jahre später wurde der Ruf einer Fußballabteilung immer lauter und 1958 war es dann endlich soweit. Zuerst musste auf den Fußballplätzen in Weiler z. Stein und Nellmersbach gespielt werden, die freundlicherweise von den dortigen Vereinen zur Verfügung gestellt wurden. Im Dezember 1958 wurden dann die Talwiesen von der Gemeinde gepachtet und der Abteilung als Spielfeld zur Verfügung gestellt. Ende Juli 1959 war der Sportplatz dann bespielbar und konnte erstmals in Betrieb genommen werden."[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studien & Berichte. Abgerufen am 3. April 2017 (deutsch).
  2. Startseite - TSV Leutenbach. Abgerufen am 3. April 2017.
  3. Württembergischer Leichtathletik-Verband e.V. Abgerufen am 6. April 2017 (english).
  4. chronik8. Abgerufen am 3. April 2017.

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