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Allergy Friendly Buildings Alliance AFBA

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Allergy Friendly Buildings Alliance
(AFBA)
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Rechtsform GmbH
Gründung Juni 2020
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Motto "Der Mensch steht im Mittelpunkt"
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Aktionsraum International
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 783: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 783: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitarbeiter Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 639: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.afba.berlin

Die Allergy Friendly Buildings Alliance (AFBA) ist ein Unternehmen, das in Kooperation mit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) ein Siegel für allergikerfreundliche Gebäude vergibt.

Im Zentrum der Arbeit von AFBA steht die Bemühung, das Wohlbefinden von Menschen in Gebäuden deutlich zu steigern. Das betrifft in erster Linie Menschen, die unter einer Allergie leiden, aber auch Menschen, die zu Empfindlichkeiten neigen ("Sick-Building-Syndrome").

Hintergrund[Bearbeiten]

Problem: Allergien[Bearbeiten]

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich Allergien in all ihren verschiedenen Ausprägungen zu echten Volkskrankheiten entwickelt. Dies liegt zum einen an einer gewachsenen Aufmerksamkeit der Bevölkerung gegenüber Symptomen allergischer Erkrankungen, zum anderen jedoch auch an einer tatsächlichen Zunahme von Allergien.[1] Die Zunahme von Allergien hat vielfältige Gründe. Zum einen ist der Pollenflug aufgrund des Klimawandels länger und stärker geworden. In städtischen Räumen ist es so, dass zum Beispiel an Straßen viel Kohlendioxid freigesetzt wird und wie Dünger für die Pflanzen wirkt. Auch an Autobahnen kommen immer mehr Pollen auf die Menschen zu. Zweiter Faktor ist die Umweltverschmutzung. Wenn sich diese Ruß- oder Feinstaubpartikel auf den Pollen befinden, reizen sie das Immunsystem stärker. Auch das fördert die Allergieentwicklung.[2]

Allein in Deutschland sind fast 30 Millionen Menschen betroffen.[3] Am stärksten betroffen sind Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren.[4]

Allergien sind häufig mit hohen Einbußen an Lebensqualität verbunden und verursachen jedes Jahr europaweit mehr als 100 Millionen Fehltage in Schule und Beruf. Zudem beeinträchtigt chronische Müdigkeit die schulischen und beruflichen Leistungen. Die vermeidbaren jährlichen Kosten für die Wirtschaft, die durch Allergien in der EU verursacht werden, belaufen sich Schätzungen zufolge auf 100 Milliarden Euro.[5] Zusätzlich zu den kalkulierten sozioökonomischen Kosten kommen zudem Faktoren wie schädliche Einflüsse von Allergien auf das Lernen in Schulen und an Universitäten.[6]

Allergien können durch den direkten Kontakt mit Stoffen, als auch über die Luft, beispielsweise bei einer Pollenallergie oder einer Schimmelpilzallergie auftreten. Dies können jedoch auch Ausdünstungen aus Werkstoffen oder Materialien sein. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Überempfindlichkeit eine Allergie ist.[7]

Die meisten Menschen verbringen 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Die Luft in Innenräumen kann sehr unterschiedlich sein, je nach Raum- und Nutzungseigenschaften. Für allergieanfällige Menschen bergen neben Tierhaaren, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen auch chemische Ausdünstungen von Möbeln, Teppichen oder Farben eine Reihe gesundheitlicher Risiken.

Allergien gegen Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände zeigen sich meistens als Kontaktekzeme. Das heißt, die Haut beginnt zu jucken, und es bildet sich ein ekzemartiger Ausschlag. Das passiert aber nicht sofort nach direktem oder auch luftgetragenem Kontakt mit dem auslösenden Stoff, sondern in der Regel erst mehrere Tage später, da Kontaktekzeme zum so genannten Spättyp allergischer Reaktionen gehören.

Ausdünstungen von Baustoffen oder Einrichtungsgegenständen können auch zu Atemwegsbeschwerden wie dem allergischen Asthma führen oder es verschlimmern. Studien zufolge sind Ungeborene und Säuglinge hier besonders empfindlich.

Allergiebewusstes Wohnen beginnt daher mit der Auswahl der richtigen Baumaterialien.[8]

Wechselwirkungen und Schwellenwerte[Bearbeiten]

Allergien sind niemals ein Ja/Nein-Problem, sondern es geht immer um Schwellenwerte. Das bedeutet, dass es ist nicht von Bedeutung ist, ob ein Stoff grundsätzlich in der Umgebung vorkommt oder nicht, vielmehr relevant ist, ob der individuelle oder der generelle Schwellenwert erreicht wird, um Symptome auslösen zu können.

Dies hat eine hohe Bedeutung, beispielsweise darf ein Duftstoff in einem Kosmetikum durchaus in einer Konzentration enthalten sein, damit das Kosmetikum angenehm riecht. Trotzdem ist es möglich, diesen unter dem Schwellenwert zu halten, bei dem bereits kontaktallergische Beschwerden auftreten. Übersetzt bedeutet dies gerade im Bereich der Bauwirtschaft auch, dass es auf Zeitabläufe ankommt. Beispielsweise kann eine frisch gestrichene Farbe in einem bestimmten Zeitraum von einigen Wochen durchaus noch bedenkliche Konzentrationen von Inhaltsstoffen in die Raumluft abgeben. Nach einigen Wochen jedoch ist ein Schwellenwert unterschritten, so dass beim Einzug der neuen Nutzer oder Bewohner keinerlei Beschwerden mehr auftreten. Ein ganz wesentlicher weiterer Aspekt ist die Zeitdauer, mit der Menschen mit Allergenen in Berührung kommen. Bei einem Kosmetikum beispielsweise ist es ein erheblicher Unterschied, ob das Allergen in einer Handseife oder in einer Gesichtscreme enthalten ist. Übersetzt für die Bauwirtschaft bedeutet dies, dass ein mögliches Allergen in einem Heizungskeller, der nur für wenige Minuten im Normalfall von dem Nutzer betreten wird, eine ganz andere Bedeutung hat, als das Allergen im Schlafbereich oder im Badezimmer.

Im höchsten Maße komplex ist der Umstand, dass Allergene chemisch auch miteinander reagieren können. Es bringt deswegen keine Sicherheit, sich allein die Inhaltsangaben von Stoffen anzuschauen, es muss grundsätzlich der gesamte Aspekt in der Zusammenschau aller Werkstoffe gesehen werden.

Allergikerschutz in der Automobilindustrie[Bearbeiten]

Die Automobilindustrie hat das Problem erkannt und sich diesem gestellt.[9] Bei der Nutzung eines Autos erwärmt sich der Innenraum und die verschiedenen Ausdünstungen aus den Werkstoffen wie Kunststoffe, aber auch Leder und Holz, vereinen sich zu neuen chemikalischen Verbindungen. Dies ist nicht im Vorfeld sicher vorhersehbar und entsprechend muss hier ein erhebliches Detailwissen zusammengetragen werden, um entsprechende Beratungen durchführen zu können, gegebenenfalls müssen auch Messungen im normalen Betrieb erfolgen. Übersetzt auf die Bauwirtschaft bedeutet dies, dass man einen Unterschied machen muss, wenn eine Farbe beispielsweise in einem Bereich verwendet wird, der stark erhitzt wird, das kann durchaus im Bereich von Heizungsleitungen oder bei Heizungen sein, aber auch dort wo Sonneneinstrahlungen, beispielsweise in einem Wintergarten, erfolgt. Die ECARF-Stiftung ECARF vergibt ein Siegel für allergikerfreundliche Automobile.

Unternehmen[Bearbeiten]

AFBA steht in Kooperation mit der ECARF-Stiftung. Deren Gründer und Vorstand Torsten Zuberbier forscht an der Berliner Charité und ist beratend für AFBA tätig. Die ECARF-Stiftung ist an AFBA beteiligt.

AFBA verfügt über einen medizinischen Hintergrund und Bewertungskriterien. Die Zertifizierung wird durch das Science-Center von ECARF geprüft und evaluiert.

Das Siegel[Bearbeiten]

Das Siegel der Allergy Friendly Buildings Alliance – das allergikerfreundliche Haus – hat einen holistischen Ansatz. Die Bewertung beginnt bereits bei den Außenanlagen und umfasst das gesamte Gebäude in seiner Struktur, Planung und Ausführung.

Das Siegel ist keine Zertifizierung nach einem reinen Katalog oder einer einfachen Checkliste, sondern die individuelle Begleitung eines Gebäudes in der Entwicklung und die Bestätigung und Auszeichnung, dass dieses Gebäude am Ende nachhaltig entwickelt wurde, allergikerfreundlich ist und den Nutzern die besten Voraussetzungen für Wohlbefinden und Produktivität bietet.

Abgestimmte Vergabekriterien[Bearbeiten]

Grundsätzlich sind die Vergabekriterien auf die Elemente abgestimmt, die für den einzelnen Menschen im Kontakt mit dem Gebäude von Bedeutung sind. Hierbei werden die unterschiedlichen Elemente im menschlichen Leben berücksichtigt, es gibt also keine Schwarz-Weiß-Kriterien, sondern eine abgestufte Bewertung, die davon abhängig ist, welchen Kontakt und welche Kontaktdauer der Nutzer eines Gebäudes mit den einzelnen Räumen und mit den einzelnen Bestandteilen des Gebäudes hat.

Relevante Gebäudekomponenten[Bearbeiten]

  • Boden- und Wandbeläge
  • PUR-Harze, Elastomere, Kleb- und Schaumstoffe („Ortschäume“), Bindemittel für Spanplatten
  • Papierleim
  • Druck- und Beschichtungssysteme, Lacke, Lasuren
  • Dichtungen, lsoliermaterial für elektrische und elektronische Geräte, Füllmaterialien, Transformer, Kabel u.a.
  • Farben und Lacke, Imprägnierungen: Leder-, Textil- und Holzimprägnierungen
  • Holz-Beizmittel, Rostschutzmittel, Galvanikprodukte u.a.
  • Klebstoffe, vorwiegend Zwei-Komponenten-Leime oder hitzehärtende Ein-Komponenten-Leime, Alleskleber.
  • Epoxidharz und Acrylate
  • Holzwerkstoffe
  • Trägermaterial Teppiche
  • Metalle (vor allem Nickel, Kobalt, Chrom) in Bereichen, die häufigen Hautkontakt haben

Gefahr- und Schadstoffe im Fokus[Bearbeiten]

  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC)
  • Weichmacher
  • Styrol
  • Brandschutzmittel
  • Lösemittel VOC
  • TVOC
  • Formaldehyd
  • Aldehyd
  • Amine
  • Isocyanate
  • Terpene
  • Biozide
  • Mineralwolle
  • Chlornaphtalin
  • Methylisothiazolinon
  • Isothiazolinone
  • Bestandteile von Holzschutzmitteln (SVOC, z.B. Pentachlorphenol und Lindan)
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Künstliche Mineralfasern (KMF)
  • Duftstoffe
  • Staubinhaltsstoffe, Partikelzahlen
  • Innenraumluftqualitätsparameter wie z.B. Ozon, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid
  • Schimmelpilze und Bakterien (KBE), Gesamtkeimzahl

Das AFBA-Siegel kann sowohl für Gebäude, die sich in der Planung befinden als auch für Bestandsgebäude oder für Gebäude, die sich bereits in einem Herstellungsprozess befinden, vergeben werden. Nach erfolgter baubegleitender Beratung und Gewährleistung der Verwendung von allergikerfreundlichen Materialien durch den Bauherren erhält das Projekt das AFBA-Siegel für ein allergikerfreundliches Gebäude.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allergien auf dem Vormarsch spektrum.de, 11. November 2020
  2. Warum Allergien zunehmen NDR Ratgeber, 07. Mai 2018
  3. Ecarf-Qualitätssiegel: Die Gesundheit steht im Mittelpunkt wallstreet-online.de, 01. Oktober 2020
  4. Am stärksten betroffen sind Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren welt.de, 20. Januar 2020
  5. Economic burden of inadequate management of allergic diseases in the European Union: a GA2LEN review Allergy European Journal of Allergy and Clinical Immunology, 22. Juni 2014
  6. Allergien kosten bis zu 150 Milliarden Euro – pro Jahr wiwo.de, 05. August 2014
  7. Unverträglichkeit ist nicht gleich Allergie medical-tribune.de, 30. September 2020
  8. Allergische Reaktionen in Innenräumen Allergieinformationsdienst, 14. März 2017
  9. Wenn das Auto zur Allergiefalle wird zeit.de, 07. April 2010


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