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Alttschechen und Jungtschechen

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Mit Alttschechen (Staročeši) und Jungtschechen (Mladočeši) bezeichnete man zwei rivalisierende Fraktionen und später Parteien der tschechischen Nationalbewegung (Národní strana) bzw. einer nationalen Wiedergeburt der Tschechen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Alttschechen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alttschechen gingen nach dem Slawenkongress von 1848 aus den tschechischen Slawophilen hervor, ihre wichtigsten Vertreter waren František Palacký und dessen Schwiegersohn František Ladislav Rieger. Zunächst hatten sie die Einheit aller Slawen auf österreichischem und ungarischem Boden sowie die Umwandlung des Kaiserreiches in eine slawisch-dominierte und mit Russland verbündete Föderation angestrebt; siehe Austroslawismus.

Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 (Dualismus) beschränkten sie sich stattdessen auf eine kulturelle Wiedergeburt (Nationaltheater Prag) und darauf, einen ähnlichen österreichisch-böhmischen Ausgleich zu fordern, siehe Trialismus. Dieser kam aber nie zustande, die politische tschechische Nationalbewegung stagnierte, seit 1860 bildete sich ein radikalerer Flügel.

Jungtschechen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Jungtschechen genannte Fraktion spaltete sich spätestens mit Palackýs Tod 1876 endgültig unter diesem Namen als eigene Partei ab. Sie vertraten zunächst einen unversöhnlichen Panslawismus und verdrängten ab 1890 die Alttschechen aus dem Böhmischen Landtag, ihr Führer Tomáš Garrigue Masaryk nahm Rieger das Mandat ab. Dann aber trat Masaryk für einen engeren Neoslawismus ein, der auf tschechoslowakische Einheit (maximal noch mit den Polen) und im lockeren Bündnis mit Russland hinauslief, während der Jungtschechen-Führer Karel Kramář zunächst den russischen Zaren zum „Kaiser aller Slawen“ ausrief, sich aber 1918 zusammen mit Edvard Beneš den Neoslawisten und "tschechophilen" Slowaken anschloss.


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