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Amoklauf am Nestroyplatz und Praterstern am 7. März 2018

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U-Bahnhof Nestroyplatz (rechts)

Am 7. März 2018 kam es in der Praterstraße an der U-Bahnstation Nestroyplatz in der Wiener Leopoldstadt am Ausgang Czerningasse/Tempelgasse (und anschließend am Praterstern) zu Messerattacken auf eine dreiköpfige Familie und eine weitere Einzelperson.[1]

Vorgänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der geständige Täter Jafar S. (geboren am 1. Jänner 1995 in Kabul/Afghanistan)[2] kam 2015 im Rahmen der Flüchtlingskrise nach Wien und suchte in Österreich um Asyl an. Ein Verfahren wurde kurzzeitig aufgenommen, doch S. zog seinen Antrag wieder zurück und gab an, wieder in seine Heimat zurückkehren zu wollen.

Bereits in Afghanistan hatte er geringfügig Drogen konsumiert, geriet in Österreich, insbesondere am Brennpunkt Praterstern und in Wien Mitte ins Drogenmilieu und in die beschaffungskriminelle Szene.

Jafar S. hat dann in Österreich drei kürzere Haftstrafen verbüßt, gelangte jedoch immer wieder auf freien Fuß, zuletzt Ende 2017. In der Folge hielt er sich in einem Heim der Caritas im 15. Wiener Gemeindebezirk auf, wurde im März 2018 dort aber nicht mehr beherbergt und suchte ein Hotel in der Praterstraße auf, um dort unterzukommen. Nach Angaben von S. bot der Portier des Hotels ihm eine Gratisübernachtung gegen sexuelle Dienstleistung an, die S. abgelehnt habe.

Unmittelbar im Anschluss daran begegnete er der Opferfamilie, die aus einem Mädchen (16 Jahre) und deren Eltern (Mutter 56 Jahre, Vater 67 Jahre) bestand, die lachend ihr japanisches Stammlokal verließen. S. fühlte sich provoziert und attackierte zunächst die Tochter, der der Vater zu Hilfe eilte. Alle drei Familienmitglieder erlitten heftige Stichverletzungen, die schwersten der Vater (Stich in die Lunge).

Gäste des japanischen Lokals versuchten, der attackierten Familie beizustehen, dabei wurde S. verletzt und hinterließ bei seiner Flucht über ein Durchhaus (Praterstraße 42) in Richtung Donaukanal, den Treppelweg, die Jesuitenwiese und den Straßen zum Praterstern eine Blutspur, die von der Polizei verfolgbar war. Am Praterstern attackierte S. dann noch einen ihm bekannten Drogendealer (einen afghanischen Landsmann), den er für seine Situation verantwortlich machte.

S. wurde nach seiner Tat am Praterstern festgenommen, am nächsten Tag einvernommen und gestand beide Attacken.

In der Untersuchungshaft unternahm er einen Selbstmordversuch und attackierte mehrere Justizwachebeamte. Einem Justizwachebeamten brach er bei der Attacke den kleinen Finger. S. wurde daraufhin in das psychiatrische Spital Baumgartner Höhe überstellt.[3]

Als Anwältin nahm Astrid Wagner, die durch den Fall Jack Unterweger Bekanntheit erlangte, mit S. Kontakt auf und befragte ihn mehrfach zu den Hintergründen seiner Tat.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz gab via Twitter an, S. werde nach Maßgabe der Gesetze verurteilt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. Jafar S. (23) verletzt Justizwache schwer Kronen Zeitung vom 15. März 2018, abgerufen am 18. März 2018

Koordinaten: 48° 12′ 52,7″ N, 16° 23′ 4,4″ O{{#coordinates:48,214638888889|16,384555555556|primary

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