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E-Mail-Lawine

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Ein E-Mail-Lawine ist eine plötzliche Welle von „Allen-Antworten“-Nachrichten in einer E-Mail-Verteilerliste, die in der Regel durch eine kontroverse oder fehlgeleitete Nachricht verursacht wird. Solche E-Mail-Lawinen können beginnen, wenn auch nur ein Mitglied der Verteilerliste auf eine Nachricht an die gesamte Liste gleichzeitig antwortet.[1] Dies geschieht meist versehentlich und kann verhindert werden, indem der Verteiler in BCC gesetzt wird.[2] Wenn andere Mitglieder darauf reagieren, indem sie um die Einstellung der Nachrichten oder um ihre Streichung aus dem Verteiler bitten, oder sich mit Bemerkungen an der Diskussion beteiligen, löst dies eine Kettenreaktion von E-Mail-Nachrichten aus. Die schiere Last des durch diese Lawine erzeugten Datenverkehrs kann die E-Mail-Server funktionsunfähig machen, ähnlich wie bei einem verteilten Denial-of-Service-Angriff.[3]

E-Mail-Lawinen sind ein häufiges Phänomen. Die Auswirkungen verschlimmern sich, je größer der Empfängerkreis ist.[4] Einige E-Mail-Programme bieten inzwischen Funktionen zum Schutz vor E-Mail-Lawinen, in dem die „Allen Antworten“-Funktion automatisch eingeschränkt wird.[5]

Beispiele in Deutschland[Bearbeiten]

  • 2012 antwortet eine Mitarbeiterin der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl auf eine Ankündigung zu einem neuen Nachschlagewerk für Abgeordnete. Dabei klickte sie versehentlich auf „Allen Antworten“, womit die Antwort alle E-Mail-Adressen des Bundestages (@bundestag.de) erreichte, etwa 4000 Personen. Der folgende E-Mail-Sturm sorgte für Zustellungsverzögerungen bei Mails von bis zu 30 Minuten und legte mehrere Dienst-iPads von Bundestagsabgeordneten lahm.[6][7]
  • 2019 verschickte eine Administratorin eine E-Mail an alle 65.000 Adressaten der Hamburger Verwaltung, in der es um die Aktualisierung des Outlook-Kalenders ging. Da einige Adressaten die E-Mail nicht verstanden, antworteten sie darauf und traten damit einen E-Mail-Sturm los. Es kursierten Hunderttausende E-Mails und die E-Mail-Server waren mehrere Stunden überlastet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alana Friedrichs: Office 365: Outlook blockiert. 11. Mai 2020, abgerufen am 11. März 2022.
  2. Roland Eich: Schutz vor Mail-Flut: Reply All Storm Protection in Exchange Online. In: WindowsPro. 10. Juli 2020, abgerufen am 11. März 2022.
  3. Neue Schutzfunktion von Microsoft gegen Mail-Lawinen. In: t-online.de. 12. Mai 2020, abgerufen am 11. März 2022.
  4. Christoph Harding: Reply-All Storm oder Reply Apokalypse. In: Cloudngin. 8. März 2021, abgerufen am 11. März 2022 (deutsch).
  5. Stefan Beiersmann: Office 365: Microsoft führt Schutz vor Überlastung durch "Allen antworten"-Funktion ein. In: zdnet.de. 11. Mai 2020, abgerufen am 11. März 2022 (deutsch).
  6. Annett Meiritz: E-Mail-Desaster: Wie Babette den Bundestag lahmlegte. In: Der Spiegel Online. 25. Januar 2012, abgerufen am 11. März 2022.
  7. Kürschnergate: E-Mail-Lawine legt Bundestag lahm. In: HAZ.de. 25. Januar 2012, archiviert vom Original am 11. März 2022; abgerufen am 11. März 2022.
  8. Thomas Hahn: E-Mail-Lawine legt städtische Behörde lahm. In: sueddeutsche.de. 27. März 2019, abgerufen am 11. März 2022.


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