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Konrad Rühl (Agrarwissenschaftler)

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Konrad Rühl (* 1961 in Mühlhausen im Rhein-Neckar-Kreis) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, er gilt als Experte für Weinrecht und Agrargesetzgebung in Europa und ist Ministerialdirigent und Leiter der Baden-Württembergischen Agrarverwaltung im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR).[1][2][3]

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach Abitur und Wehrdienst studierte Rühl an der Universität Hohenheim Allgemeine Agrarwissenschaften mit dem Abschluss Dipl. agr. ing. In Zusammenarbeit mit Rudolf Stösser und Satyabrata Sarkar erarbeitete er die Dissertation: Phenolische Inhaltsstoffe in Blättern verschiedener Pflaumen- und Zwetschensorten (Prunus domestica L., Prunus insititia L.) in Beziehung zur Resistenz gegenüber Scharka-Viren die er im Jahr 1990 vorlegte und damit zum Dr. sc agr promoviert wurde.

In der Landwirtschaftsverwaltung war Konrad Rühl zunächst in Heilbronn und Weinsberg tätig und wechselte 1995 in das Ministerium für Landwirtschaft in Stuttgart zum damaligen Weinbaureferat. Weitere berufliche Stationen waren Tätigkeiten im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Bonn. Im Jahr 1999 übernahm er die Leitung des Staatlichen Weinbauinstituts in Freiburg im Breisgau bis 2004. Seine besondere Leistung war damals die Mitarbeit bei der Harmonisierung des Weinrechts in Europäischen Union sowie gemeinsam mit Hanns-Heinz Kassemeyer die Einführung von klimaabhängigen Prognosemodellen und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die Krankheitsbekämpfung im Weinbau. Diese weiter entwickelten Modelle bieten noch heute den Weinbauern die wichtigste Information zu wirksamen und naturschonenden Behandlungen der Reben[4] Ab 2004 war Dr. Rühl Leiter des Referates Garten-, Obst- und Weinbau im MLR und seit 2013 auch stellvertretender Abteilungsleiter Landwirtschaft. Im Rahmen der außerparlamentarischen Diskussionen um naturnahe Nahrungsmittelproduktion in Baden-Württemberg war er 2019 im Bereich von Minister Peter Hauk der anerkannte fachliche Moderator der von allen Interessengruppen anerkannt wurde und die Grundlage für die später parlamentarisch beschlossenen Richtlinien für die Landwirtschaftliche Produktion mit erarbeitete. Zum 1. Mai 2020 übernahm Konrad Rühl als Ministerialdirigent die Verantwortung für die Agrarverwaltung in den Landkreisen Baden-Württembergs um diese neuen Richtlinien umzusetzen.

Engagements (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau [5]
  • Internationale Bodensee Konferenz[6]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Phenolische Inhaltsstoffe in Blättern verschiedener Pflaumen- und Zwetschensorten (Prunus domestica L., Prunus insititia L.) in Beziehung zur Resistenz gegenüber Scharka-Viren. Dissertation. Hohenheim 1990.
  • Konrad Rühl unter Mitarbeit von Edgar Bärmann, Herbert Krebs, Reiner Müller, Jürgen Sigler und Volker Steinmetz: Weinrecht zum Anfassen. Promo Verlag, Freiburg 2001, ISBN 3-923288-29-8. (2. Auflage. Freiburg 2004, ISBN 3-923288-37-9)[7]
  • Forschungsberichte des Staatlichen Weinbauinstitutes Freiburg im Breisgau (WBI)[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]


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