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Sozio-konstruktivistische Lerntheorie

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Die Sozio-konstruktivistische Lerntheorie fokussiert sich im Lernprozess auf die sozialen Prozesse im gemeinsamen Wissensaufbau. Aus lernpsychologischer Sicht ergeben sich die zentralen Merkmale aus der Annahme eines individuellen aktiven Lernprozesses, der Betonung der Situativität und der Wichtigkeit der Lerngemeinschaft. Nach dem Sozio-Konstruktivismus entwickelt sich Lernen aus Handeln und Handeln vollzieht sich in sozialen Situationen.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Der Begriff Sozio-konstruktivistische Lerntheorie leitet sich vom Konstruktivismus der Lernpsychologie mit soziologischem Aspekt ab. Der Sozialkonstruktivismus ergänzt den Individualkonstruktivismus, da er sich nicht nur auf die Erfahrung des Individuums stützt, sondern sich auf das Zusammenspiel mit sozialen Kontakten bezieht. Dabei sind die sozialen Interaktionen lehrreicher als die persönlichen Erfahrungen.

Bezug zur Lernumgebung nach dem konstruktivistischen Lernbegriffs[Bearbeiten]

  • Ziel ist es, dass ein individuelles Verständnis entwickelt wird. Bei diesem Vorgang spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle, so wie aktives Konstruieren von Wissen, Bedeutung des Vorwissens/Erfahrungen, Bedeutung der metakognitiven Strategien und Informationsverarbeitung.
  • Innerhalb der Lernumgebung sollen diese Faktoren zu einer Selbststeuerung von Lernvorgängen, komplexen und authentischen Fragestellungen der Schüler und einer sozialen Bedeutungsaushandlung führen.

Grundprinzipien der Soziologie-konstruktivistischen Lerntheorie[Bearbeiten]

  1. Das Wissen der Schüler wird aktiv aufgebaut und das Verständnis der Schüler aktiv konstruiert.
  2. Soziale Interaktionen sind die Basis, um ein Verständnis aufzubauen.
  3. Lernen findet selbstgesteuert statt.
  4. Um die Motivation von Lernenden zu steigern, sind authentische und lebensnahe Konflikte notwendig.

Die Lehrerrolle in Übertragung auf den Konstruktivismus[Bearbeiten]

Der Lehrer fungiert als "Coach", indem er Interaktionen mit den Schülern unterhält, reflektierend handeln und erfinden kann, komplexere Situationen bewältigt, Verantwortung und Lebenspraxis gewährleistet, mit den Schülern kooperiert und zusammenarbeitet und Situationen mit impliziten Wissensformen («knowing in action») durch Denken, Handeln und Intuition meistert.

Vergleich zu weiteren Lerntheorien[Bearbeiten]

Behaviorismus Kognitivismus Konstruktivismus
- Ablagerung von Wissen

- Durch Input-Output-Relation

- Strategie: Lehren

- Lehrer ist Autorität

- Verarbeitung von Wissen

- Durch Antwortfinden mittels richtiger Methoden

- Strategie: Beobachtung und Hilfestellung

- Lehrer ist Tutor

- Konstruktion von Wissen

- Durch Operation mit einer Situation

- Strategie: Kooperation

- Lehrer ist Coach

Literatur[Bearbeiten]

  • Kunter, M. & Trautwein, U. (2013). Psychologie des Unterrichts. Paderborn: Schoeningh.


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