Drusilla im Schattenreich - von Helden und Tyrannen

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Drusilla im Schattenreich - von Helden und Tyrannen ist ein Drama in 18 Bildern von Bettina S. Hansen, uraufgeführt mit ihrer Amateurtheatergruppe Rollentausch am 26. Januar 2018 am Sechseckbau des Studentenwerkes Schleswig-Holstein am Campus der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel. Im selben Jahr modifizierte Hansen das Stück und inszenierte es im Oktober 2018 in seiner endgültigen Form erneut an derselben Bühne, diesmal mit verkleinerter professioneller Besetzung der drei Hauptfiguren, die von den beiden Schauspielern Eirik Behrendt und Tom Keller (beide Mitglied der freien Künstlergruppe DeichArt) und der Schauspielerin Julia Nero verkörpert werden.[1] Das Drama bedient sich u.a. drei literarischen bzw. historischen Figuren: dem Schweizer Helden Wilhelm Tell (aus Friedrich Schillers gleichnamigen Drama), dem tyrannischen römischen Kaiser Caligula (aus dem gleichnamigen Stück von Albert Camus) und dessen Schwester Drusilla, die nach ihrem Tod aufeinander treffen. In Zwischensequenzen sind Rückblenden aus dem Leben der Protagonisten zu sehen, die Einblick in charakterliche Hintergründe geben. Leitthematik ist auf der einen Seite die Frage, was passiert, wenn gut und böse nicht mehr klar trennbar sind, und auf der anderen Seite die Auseinandersetzung mit der seelischen Zerüttung durch sexuellen Missbrauch. 2018 erschien das Stück im Cantus-Theaterverlag.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem Drusilla von ihrem Bruder Caligula ihr Leben lang sexuell und psychisch missbraucht wurde, nimmt sie sich das Leben. Nach ihrem Suizid findet sie sich in einer Art Vorhölle („Zwischenwelt“) wieder und teilt dort ihren Körper mit Gertrud und Tells Frau Hedwig, beides Charaktere aus Schillers Wilhelm Tell. Nach und nach schildert sie ihr Trauma, das durch die Gewalttätigkeit und den Sadismus ihres Bruders entstand, und sinnt nach Rache. Sie überzeugt Gertrud und Hedwig, ihr zu helfen. Zeitgleich treffen der Tyrann Caligula und der Held Tell (ebenfalls nach ihrem Tod) in jener Zwischenwelt aufeinander. Die beiden freunden sich nach einigen Auseinandersetzungen mehr oder weniger an, bis Hedwig Tell überzeugen kann, Drusillas Rache zu unterstützen, mit der Aussicht, dass er seine Frau so wiedersehen kann. Bedingung dafür sei, dass Tell Caligula dazu bringt, in die Hölle hinabzuspringen. Tell willigt ein und erreicht sein Ziel letztendlich. Mit Hedwigs Hilfe kann er die Hölle verlassen, während Caligula dort bleibt und von Drusilla konfrontiert wird. Sie will sich rächen, kommt jedoch zu der Einsicht, dass sie derartige Rachegelüste nicht mit ihrem Bruder teilt und keinerlei Mitschuld an seinen sexuellen Gewaltverbrechen trägt. Letztendlich bringt sie ihn dazu, dies zuzugeben und das Stück endet offen mit dem einsamen Caligula, der vor eine Wahl gestellt wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bettina Hansen: Drusilla im Schattenreich: von Helden und Tyrannen. Cantus-Verlag, Kiel 2018.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drusilla im Schattenreich, Kieler Nachrichten, 5. Oktober 2018
  2. Drusilla im Schattenreich, theaterverlag-cantus.de


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