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Interplast Berlin-Paraguay

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INTERPLAST Berlin-Paraguay e.V.
Zweck: regelmäßige Durchführung von kostenlosen Operationen für Kinder und Jugendliche
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Gründungsdatum: 2009
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Sitz: Berlin
Website: www.interplast-berlin.org
Interplast Berlin Paraguay - das Projektteam

Interplast Berlin-Paraguay e.V. wurde 2009[1]von Annett Kleinschmidt, Horst Schuster und Roberto Spierer († 26. April 2018) gegründet. Ziel des gemeinnützigem Vereins mit Sitz in Berlin ist die regelmäßige Durchführung von kostenlosen Operationen für Kinder und Jugendliche im südamerikanischen Entwicklungsland Paraguay[2]. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Kindern mit schweren Gesichtsfehlbildungen, Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, Handfehlbildungen, schweren Verbrennungsnarben oder Tumoren der Haut und des Kopfes.

Projektbeschreibung[Bearbeiten]

Über 30% der Bevölkerung in Paraguay[3]sind nicht krankenversichert und die medizinische Versorgung ist – abgesehen von der Hauptstadt Asuncion – unzureichend. Das Team aus Berlin betreut nun im elften Jahr (Stand 2020) ein Projekt in Ciudad del Este am Rande des Dschungels von Paraguay an der Grenze zu Brasilien. Elf Ärzte und Pflegekräfte aus Deutschland bringen ihre berufliche Qualifikation und Arbeitszeit ein und operieren ehrenamtlich und kostenlos Patienten ohne Krankenversicherung. In Paraguay sind dies zumeist Angehörige der indigenen Bevölkerung. Behandelt werden im Rahmen dieses Projektes zu 85% Kinder und Säuglinge. Jedes Jahr werden rund 80 Operationen durchgeführt und 250 bis 400 Patienten in der Sprechstunde erstmalig behandelt. Mitarbeiter der örtlichen Klinik werden durch Berliner Kollegen ausgebildet, um die Patienten später weiter behandeln zu können.

Datei:Collage 0001 Keyla.jpg
Mediane Gesichtsspalte & zwei Ohranlagen, prae- und postoperativ

Finanzierung[Bearbeiten]

Das Projekt wird - von Interplast Germany e.V. unabhängig - eigenständig organisiert und durch selbst generierte Spenden finanziert. Für einen Einsatz werden rund 35.000 EUR benötigt. Die Gelder werden dabei ausschließlich für Verbrauchsmaterialien, Transport, Unterbringung, Übergepäck und für Leihgebühren vom Geräten und Medizintechnik verwendet. Alle Organisations- und Planungsarbeit sowie die Arbeit vor Ort erledigen die Teammitglieder ehrenamtlich neben ihrem Beruf. Das gilt auch für Spenderbetreuung und Werbemaßnahmen.

Behandlungsschwerpunkte[Bearbeiten]

Datei:Karen Kombi.jpg
endgradige Bewegungseinschränkung d. Verbrennungsnarben, prae-und postoperativ

Verbrennungen

Problematisch ist bei schweren Verbrennungen vor allem die Narbenbildung über Gelenken. Das führt dazu, dass zum Beispiel Finger oder Arme nicht mehr richtig bewegt werden können und versteifen/verkrüppeln. Bei Kindern und Jugendlichen ist das auch mit Wachstums-Problemen und dadurch mit großen Schmerzen verbunden. Das Narbengewebe hindert das Wachstum und eine Schulter kann nicht mitwachsen oder bei Gesichtsnarben wird der Mund schief. In einem frühen Behandlungs-Stadium lässt sich das chirurgisch gut richten.[4]

Datei:Collage 0003 Benjamin.jpg
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, prae- und postoperativ

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten Diese angeborenen Fehlbildungen im Gesicht sind insgesamt die dritthäufigste Fehlbildung bei Kindern, nach dem Klumpfuß und der Hüftgelenksdysplasie. In Europa kommen sie – in verschiedenen Ausprägungen - etwa bei jedem 700. Kind vor (Inzidenz 14/10.000).[5] In Paraguay ist diese genetische Fehlbildung etwa 30% häufiger zu finden als in entwickelten Ländern (Inzidenz 20/10.000)[6]. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten verursachen schwere funktionelle Einschränkungen. Säuglinge können nicht ausreichend an der Mutterbrust saugen und auch die Sprachentwicklung ist beeinträchtigt. Die Kinder sind im sozialen Miteinander eingeschränkt. Eine Behandlung muss frühzeitig und nachhaltig in verschiedenen Wachstumsstadien erfolgen.[7]

2-Daumenanlagen, prae- und postoperativ

Sonstige Fehlbildungen

Angeborene Fehlbildungen bzw. zusätzliche Ausbildungen von Gliedmaßen wie zwei Daumen oder zwei Ohr-Anlagen werden fachgerecht operativ entfernt. Schwerwiegende Gefäss-Fehlbildungen (Hämangiome) werden durch eine in Vollnarkose durchgeführte Verödung der zuführenden Blutgefäße behoben.[8]

Einsatzort[Bearbeiten]

Einsatzort ist das barackenartige öffentliche Krankenhaus in Presidente el Franco, das lediglich über zwei äußerst einfache OP-Säle verfügt. Diese werden jedoch aufgrund des Mangels an ausgebildetem Personal nur selten genutzt. Im Laufe des Projektes wurde die Kapazität der Klinik von 8 auf 62 Betten erweitert.

Die hohe Kriminalität, eine unsichere politische Lage, bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen und erheblichen Gesundheits-Gefahren wie Chikungunya- und Dengue-Fieber sowie Zika-Virus-Infektionen, die alle durch Mücken übertragen werden, erschweren die Arbeitsbedingungen.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. interplast Berlin-Paraguay e.V. Abgerufen am 12. Dezember 2019 (deutsch).
  2. Auswärtiges Amt: Paraguay: Wirtschaft - Auswärtiges Amt. Abgerufen am 16. Dezember 2019.
  3. Paraguay: Gesundheitswesen - Ärtztliche Versorgung. Abgerufen am 12. Dezember 2019.
  4. Arun Goel and Prabhat Shrivastava: Post-burn scars and scar contractures. Indian journal of plastic surgery, abgerufen am 10. März 2020 (english).
  5. PD Dr. Jürgen Ervens, stellv. Leitung Arbeitsbereich MKG, Charité Berlin: Projektbericht 2019: Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, S. 6. Interplast Berlin-Paraguay, abgerufen am 16. Dezember 2019.
  6. Latin American Colaborative Study of Congenital Malformations. Abgerufen am 1. November 2019.
  7. Wolfgang Buchenau, Sarah Wenzel, Margit Bacher, Silvia Müller-Hagedorn, Joerg Arand, Christian F Poets: Functional treatment of airway obstruction and feeding problems in infants with Robin sequence. Archives of Disease in Childhood - Fetal and Neonatal Edition, abgerufen am 10. März 2020 (english).
  8. Dr. Annett Kleinschmidt: Projektbericht 2019: Lippen-Gefäßfehlbildung, S. 10. Interplast Berlin-Paraguay, abgerufen am 16. Dezember 2019.
  9. Auswärtiges Amt: Paraguay: Reise- und Sicherheitshinweise. Abgerufen am 16. Dezember 2019.


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