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Phage4Cure

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Phage4Cure (P4C) ist ein Medizin-Forschungsprojekt der Unternehmen Leibniz-Institut, Fraunhofer-Institut (ITEM) und Charité Berlin. Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung liegt auf dem Finden und Züchten von Bakteriophagen, die zu Medikamenten zusammengefasst werden können. Mit diesen kann das Problem der zunehmenden Antibiotikum-Resistenz gelöst werden und neue Heilungschancen werden sich ergeben.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wirkung von Phagen auf Krankheitskeime ist schon seit dem 20. Jahrhundert bekannt: sie schleusen ihr Erbgut in Bakterien, wo sie sich vermehren. Schließlich platzen die Bakterien und, wenn die Phagen alle Bakterien aufgespürt und befallen haben, sterben sie selbst. Die Phagen kommen vor allem dort vor, wo viele Bakterien vorhanden sind, also vor allem in Klärschlämmen.


In Deutschland ist die Phagentherapie noch nicht als offizielle Behandlung zugelassen (Stand im Jahr 2019). Dagegen werden in den USA bereits genmanipulierte Phagen zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt. Mit diesen war es gelungen, ein 15-jähriges Mädchen in London von der lebensbedrohlichen Mukoviszidose-Infektion zu heilen.[2]

Dagegen gibt es eine größere Studie der Europäischen Union, im Jahr 2013 von der französischen Firma Pherecydes Pharma unter dem Namen PhagoBurn durchgeführt, deren Ergebnisse nicht überzeugen konnten.[2]

Das Projekt Phage4Cure (=Phage zum Heilen) entstand im Jahr 2015 in Deutschland, im Jahr 2017 beschloss das Bundesministerium für Gesundheit die finanzielle Förderung. Zunächst suchen die Forscher nach möglichst vielen Phagenstämmen, die sich jeweils auf die Vernichtung eines Bakteriums spezialisiert haben. Sie sollen schließlich zu einem leicht handhabbaren Medikament verarbeitet werden. Die Proben zum Test der Phagenwirkung kommen aus vielen Kliniken aus ganz Europa.[3]

Ein erstes Ziel ist die Herstellung eines inhalierbaren Wirkstoffs aus Bakteriophagen gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa. Sind die internationalen Qualitätsrichtlinien für Arzneimittel eingehalten, wird der Wirkstoff umfassend auf Sicherheit und Verträglichkeit geprüft.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BKK VBU, proFit, das Gesundheitsmagazin der BKK VBU (Hrsg.): Hoffnung aus dem Klärschlamm? 4/2019, Seite=25, 16. Dezember 2019.
  2. 2,0 2,1 Sascha Karberg: Heilsame Bakterienfresser. Der Tagesspiegel, 9. Mai 2019, abgerufen am 15. Dezember 2019.
  3. 3,0 3,1 Projekthomepage mit Beschreibung der Entwicklungsetappen, abgerufen am 15. Dezember 2019.


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