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ROME-Modell

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Das ROME-Modell ist ein ganzheitliches Resilienzmodell, das von Philip Janda und Herbert Forster entwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen, besser mit Herausforderungen des Alltags zurechtzukommen und geistig gesund zu bleiben. Dabei ist die Buchstabenfolge ROME ein Akronym aus den Überbegriffen des Modells:

  • Relaxation
  • Organisation
  • Mentale Kompetenz
  • Energetisierung

Hintergrund[Bearbeiten]

Janda hat an der Ludwig-Maximilian Universität München sowie an der Karls-Universität Prag Humanmedizin studiert. Nach der Tätigkeit als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde entschied er sich für den Weg der Präventionsmedizin und gründete mit Herbert Forster die Firma FITFIRM GmbH, welche sich auf Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitsmanagements spezialisierte. Im Laufe der Arbeitszeit entwickelten die Geschäftsführer das ROME-Modell, welches auf Basis wissenschaftlicher Befunde beruht und revalidiert wird.

Forster war nach seinem Studium der Sport Sciences an der University of the Pacific in Stockton, USA und dem MBA von der Universidad de Navarra als Unternehmensberater am renommierten Malik Management Zentrum St. Gallen und im Bereich der Sportpsychologie tätig. Er ist sportpsychologischer Experte des Bundesinstituts für Sportwissenschaft und war 7 Jahre sportpsychologischer Betreuer der deutschen Golfjugendnationalmannschaft. Heute ist er gemeinsam mit Philip Janda Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der FITFIRM GmbH, Keynote Speaker, Trainer und Berater in Firmen in den Fachgebieten Mentaltechniken für Spitzenleistungen, Glück, Resilienz und gesundes Führen.[1]

Im Jahr 2011 veröffentlichten Herbert Forster und Philip Janda das Buch „Stress abbauen mit ROME“, welches im Humboldt Verlag erschien, und verbreiteten seit diesem Zeitpunkt das ROME Modell hauptsächlich im deutschsprachigen, vereinzelt jedoch auch durch ihre Seminare im englischsprachigen Raum. Die Techniken sind universell anwendbar, wurden jedoch auf Grund der Klientels, hauptsächlich mit Fokus auf Unternehmensberater entwickelt.

Bedeutung der Thematik[Bearbeiten]

Die aktuelle Bedeutung von Burnout in der Gesellschaft lässt sich mittlerweile in Zahlen ausdrücken. In den USA verursacht Stress jährliche Kosten zwischen 200 und 350 Milliarden US Dollar. In Großbritannien sind es jährlich bis zu 66,1 Milliarden US Dollar und in Japan 232 Milliarden Dollar[2] . Mit Hilfe der Resilienzforschung (von lateinisch resilire ‚zurückspringen' ‚abprallen') wird versucht, Menschen auf die Belastungen des Alltags optimal vorzubereiten. Im Bereich der Resilienz-Forschung gibt es einige Modelle, die ein Abbild der verschiedenen Faktoren zeigen.

Das ROME Modell vereint einige Fachbereiche der Wissenschaft. Der Hauptbasis stammt jedoch aus der positiven Psychologie mit Fokus auf Resilienz-, Führungs- und Achtsamkeitsforschung sowie aus dem Feld der Präventionsmedizin mit Fokus auf Sport- Ernährungs- und Schlafwissenschaften.

Erläuterung des ROME-Modells[Bearbeiten]

ROME ist ein Akronym und steht für die vier Dimensionen, die die Resilienz von Menschen positiv beeinflussen soll: Relaxation, Organisation, mentale Kompetenz und Energetisierung. Jede dieser Dimensionen besteht wiederum aus Unterfaktoren. So besteht Relaxation aus Schlaf, bewusster Entspannung und Pausenverhalten. Unter bewusster Entspannung sind Faktoren wie Entspannungsmethoden aus der Achtsamkeitslehre und Meditation aufgelistet. Im Bereich Schlaf sind Themen, wie Schlafhygiene und Interventionen bei Schlafstörungen aufgeführt. Pausenverhalten fasst didaktisch Erkenntnisse aus der Regenerationsforschung zusammen. Organisation besteht aus sozialem Rückhalt, Zeitmanagement und fachlicher Kompetenz. Der Bereich der fachlichen Kompetenz ist an das Handlungskompetenzmodell nach Erpenbeck/Rosenstiel (2003) angelehnt, während Zeitmanagement klassische Modelle wie das Eisenhower Prinzip mit chronobiologischen Elementen kombiniert. Der Bereich des sozialen Rückhalts nimmt Bezug auf die Tend and befriend Theorie nach Taylor et.al.[3] (2000). Die Bereiche der Organisation wurden unter anderem im bereits erwähnten Job-Demand Resources Modell nach Bakker et.al. behandelt[4] (Bakker, et.al. , 2010). Mentale Kompetenz besteht nach Forster & Janda aus Sinn, emotionalem Management und Achtsamkeit/Gelassenheit. Das Thema Sinn ergibt sich aus Funden der Führungsforschung wie transformationaler Führung und modernen Führungsstilen wie Shared Leadership und Super Leadership[5], welche darauf hindeuten, dass durch die Vermittlung von Sinnerleben, Arbeitszufriedenheit und Mitarbeitergesundheit[6] gesteigert wird. Emotionales Management setzt sich wiederum mit Themen der positiven Psychologie auseinander wie Selbstwirksamkeit, Positivfokussierung und Impulskontrolle. Auch das Thema Selbstwert spielt eine entscheidende Rolle in diesem Bereich. Als klassisches Thema der Resilienzforschung bildet Achtsamkeit das Herzstück der mentalen Kompetenz. Achtsamkeit zeigte seine positiven Wirkungen in den Forschungen von Jon Kabat-Zin[7][8] und seinen Lehren aus der MBSR. Schließlich teilt sich die Dimension Energetisierung in Sport/Bewegung, Ernährung und Alltagsausgleich. Das ROME-Modell wurde über die Jahre immer mehr validiert und gibt somit Menschen ein Werkzeug, um ihr Stressempfinden aktiv steuern zu können. Dies zeigt, dass das ROME-Modell eine multimodale und ganzheitliche Herangehensweise an die Probleme durch psychische Belastungen verfolgt. Von der wissenschaftlichen Seite stellt dieser Herangehensweise eine sinnvolle Grundlage dar.

Grenzen des ROME-Modells[Bearbeiten]

Nach Forster und Janda ist die wichtigste Grenze des ROME-Modells, wenn die Belastung des Individuums die pathologische Grenze überschreitet und der Mensch Symptome wie Psychosen und suizidale Züge aufweist. In diesem Fall sollte therapeutische sowie ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Forster, H.; Janda, P.: Stress abbauen mit ROME®: In 4 x 4 Schritten zu mehr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Humboldt Verlag, Hannover 2012, ISBN 978-3-8691-0576-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FITFIRM – professionelles Stressmanagement – München. Abgerufen am 12. April 2018 (deutsch).
  2. Miree, L.F.: Financial implications of employee job stress. Research presented at the Annual Student/Faculty Research Conference,. Hrsg.: American University of Bulgaria. 2007.
  3. PsycNET. Abgerufen am 12. April 2018 (english).
  4. PsycNET. Abgerufen am 12. April 2018 (english).
  5. Manz, Charles C.; Sims Jr, Henry P.: Superleadership: Beyond the myth of heroic leadership. In: Organizational dynamics. Band 19, 1991, S. 18–35.
  6. Podsakoff,P.; et.al.: Transformational Leader Behaviors and Substitutes for Leadership as Determinants of Employee Satisfaction, Commitment, Trust, and Organizational Citizenship Behaviors. 1. April 1996, abgerufen am 12. April 2018.
  7. Lori Pbert, J. Mark Madison, Susan Druker, Nicholas Olendzki, Robert Magner: Effect of mindfulness training on asthma quality of life and lung function: a randomised controlled trial. In: Thorax. Band 67, Nr. 9, 1. September 2012, ISSN 0040-6376, S. 769–776, doi:10.1136/thoraxjnl-2011-200253, PMID 22544892 (bmj.com [abgerufen am 12. April 2018]).
  8. Goldin, P. R.; Gross, J. J.: Effects of mindfulness-based stress reduction (MBSR) on emotion regulation in social anxiety disorder. In: Emotion. Band 10, Nr. 1, 2010.


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