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Arminia Dorpatensis

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Arminia Dorpatensis ist eine ursprünglich deutsch-baltische, nichtschlagende, farbentragende Studentenverbindung an der Universität Tartu.

Geschichte[Bearbeiten]

Arminia I (1850–1866)[Bearbeiten]

Die Arminia Dorpatensis ging hervor aus den seit 1850 abgehaltenen Theologischen Abenden. Von den acht Stiftern waren sechs Theologen, einer Jurist und einer Mathematiker. Besonderen Einfluss auf die Gründung hatte der Theologieprofessor Alexander von Oettingen. Sie war eine Reformgründung, geleitet von der Ablehnung von Duell, Mensur und exzessiven Trinksitten und stattdessen dem Streben nach einer christlicher Lebensführung.

Am 27. November 1859 konstituierten sich 25 Studenten als Arminia und beantragten die Aufnahme in den Chargierten-Convent der Universität, was zu längeren Auseinandersetzungen und scharfem Widerspruch der etablierten Korporationen Curonia und Estonia führte.[1] Erst am 3. März 1865 erfolgte die Aufnahme und damit die Anerkennung. Schon ein Jahr später kam es jedoch zu einer Auflösung der Verbindung.

Beim Wartburgfest 1862 war Arminia in den Wingolfsbund aufgenommen worden.[2]

Theologischer Verein zu Dorpat (ab 1867)[Bearbeiten]

In gewisser Weise wurde die Tradition der Arminia durch den 1867 gegründeten Theologischen Verein weitergeführt, der jedoch grundsätzlich interkorporativ angelegt war.

Arminia II (1870/71)[Bearbeiten]

Die sogenannte zweite Arminia entstand 1870 als gesellig wissenschaftlicher Verein und erhielt am 9. Februar 1871 die Bestätigung des Rektors. Sie war jedoch nicht von Dauer.

Arminia III (1882/83)[Bearbeiten]

Auch die dritte Arminia war kurzlebig. Sie bestand lediglich 1882/1883.

Traditionspflege[Bearbeiten]

Der 1923 gegründete Danziger Wingolf übernahm die Traditionspflege der Arminia. 1925 wurde ein Altherrenverein der Arminia gegründet, der 1970 aufgelöst wird. An seine Stelle trat die im selben Jahr in Toronto gegründete Arminia Dorpatensis Toronto.[3][4]

Neugründung[Bearbeiten]

Traugott-Hahn-Haus, Korporationshaus der Arminia in Tartu

Die Verbindung wurde auf Initiative von Wingolfiten 1994 in Tartu wiedererrichtet. 1995 wurde in Anwesenheit seines Sohnes Wilhelm Hahn das Korporationshaus der Arminia Traugott Hahn gewidmet.[5]

1997 wurde sie wieder Mitglied im Wingolf, der sonst nur in Deutschland und in Wien, in Österreich, Mitglieder hat.

Couleur und Wahlspruch[Bearbeiten]

Die Farben der Arminia Dorpatensis sind diejenigen des Wingolfsbundes: Schwarz-Weiß-Gold. Der Wahlspruch lautet: Frisch, fromm, fröhlich, frei!.[6]

Mitglieder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodor Pfeil: Album des theologischen Abends und der Arminia, 1850-1900. Jurjew (Dorpat): Mattiesen 1902
Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Hauptmomente in der Geschichte des Chargirtenconvents, in: Baltische Monatsschrift 36, S. 402
  2. Fel Mühlmann: Der Wingolf und seine Stellung in der deutschen Studentenschaft: Mit Berücksichtigung der das akademische Leben gegenwärtig bewegenden Fragen dargestellt. Halle: Fricke 1870, S. 5
  3. http://www.eestimajandus.ee/moodul.php?moodul=CMS&Komponent=Lehed&id=648&sm_id=788
  4. Paulgerhard Gladen: Gaudeamus igitur: Die studentischen Verbindungen einst und jetzt. Callwey, München 1986, S. 58.
  5. Gunter Faure, Teresa Mensing: The Estonians; The long road to independence.2012, S. 98.
  6. Gunnar Auth (Hrsg.): Alemannia sei's Panier! Alte Leipziger Alemannen erinnern sich an ihre Burschenschaft (1861–1935). Norderstedt 2006, S. 30.
  7. In Cord Aschenbrenner: Das evangelische Pfarrhaus: 300 Jahre Glaube, Geist und Macht: Eine Familiengeschichte. Siedler, München 2015 ISBN 9783641122850 und ebenso bei Sverre Norborg: Ole Hallesby: der Fels aus Norwegen ; Stationen eines bewegten Lebens., Stuttgart: Hänssler 1990 ISBN 9783775115421, S. 90, und auch in der estnischen Pfarrerbuch-Datenbank Vaimulike eluloood wird Traugott Hahn als Mitglied der Arminia angeführt. Nach: August Winkler (Hrsg.) Vademekum Wingolfitikum. 7. Auflage, Wolfratshausen 1925, S. 287 wurde er 1918 Mitglied der Arminia Dorpatensis. Sein Vater war 1867 Mitglied im Berliner Wingolf und in der Arminia Dorpatensis geworden (S. 129).


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