Günther Seeger
Günther „Hupatz“ Seeger (* 9. September 1918 in Offenbach am Main; † 6. September 2013) war ein deutscher Jagdflieger.[1]
Leben[Bearbeiten]
Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]
Günther Seeger wurde als einer von drei Brüdern in Offenbach am Main geboren.
Nachdem er im Jahr 1937 sein Abitur abgelegt hatte, absolvierte er anschließend seinen Reichsarbeitsdienst (RAD).
Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]
Günther Seegers absolvierte die 20 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegene Jagdfliegerschule Werneuchen.
Mit Abschluss der Ausbildung begann der Zweite Weltkrieg. Günther Seegers wurde zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 2 „Richthofen“ in Frankfurt-Rebstock versetzt.
Während der Luftkämpfe über Frankreich erzielte er die ersten Abschüsse.
Weitere Luftsiege erzielte Seeger während der Luftschlacht um England.
Im Kriegsjahr 1942 fällt Günther Seeger aufgrund einer Typhuserkrankung monatelang für Einsätze aus.[2]
Ein weiteres Mal ersparte Günther Seeger ein Unfall bzw. eine Erkrankung vor der Teilnahme an einer lebensgefährlichen Operation, nämlich dem Unternehmen Bodenplatte. Ursache war, dass Günther Seeger während des Heiratsurlaubs in seiner Heimat ein Fahrzeug mit Chauffeur zur Verfügung gestellt wurde. Damit verunglückte er schwer und es wurde noch zusätzlich eine Diphtherie diagnostiziert.[3]
Auf 504 Einsatzflügen erzielte Günther Seeger 56 Luftsiege, davon acht viermotorige Bomber.
Nachkriegszeit[Bearbeiten]
Nach Gründung der Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1955 konnte Günther Seegers aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht wieder als Luftfahrzeugführer tätig werden.
Da die Bundeswehr jedoch nicht auf seine umfangreiche Erfahrung verzichten wollte, wurde er für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) tätig.
Im Rang eines Oberstleutnants ging er im Jahr 1974 in den Ruhestand.[4]
Am 18. Mai 2008 weihte er gemeinsam mit seinem früheren Gruppenkommandeur im Jagdgeschwader 53 – Julius Meimberg – auf dem ehemaligen Einsatzhafen in Oettingen das Denkmal „Den Opfern von Krieg, Gewalt und Vertreibung“ ein. Es besteht ausschließlich aus Teilen, die von den Einrichtungen des Flugplatzes geborgen werden konnten.[5]
![](https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bf/Denkmal_Flugplatz_Heuberg_gesamt_1.jpg/300px-Denkmal_Flugplatz_Heuberg_gesamt_1.jpg)
Günther Seeger starb drei Tage vor seinem 95. Geburtstag.
Kriegsauszeichnungen[Bearbeiten]
- Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg am 9. August 1941
- Deutsches Kreuz in Gold am 29. Oktober 1942
- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 26. März 1944
Literatur[Bearbeiten]
- Fellgiebel, Walther-Peer: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939–1945 – Die Inhaber der höchsten Auszeichnung des Zweiten Weltkrieges aller Wehrmachtteile. Podzun-Pallas, Friedberg (1986), ISBN 978-3-7909-0284-6.
- Meimberg, Julius: Feindberührung – Erinnerungen 1939–1945. NeunundzwanzigSechs Verlag, Moosburg (2002), ISBN 3-9807935-1-6.
- Weal, John (1996). Bf109D/E Aces 1939–41 Oxford: Osprey Publishing Ltd. ISBN 1-85532-487-3.
- Weal, John: Aviation Elite Units #1: Jagdgeschwader 2 'Richthofen’ Oxford: Osprey Publishing Ltd. (2001), ISBN 1-84176-046-3.
- Weal, John: Aviation Elite Units #25: Jagdgeschwader 53 Pik-As’ Oxford: Osprey Publishing Ltd. (2007), ISBN 978-1-84603-204-2.
Siehe auch[Bearbeiten]
- Liste deutscher Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg
- Liste der Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes der Jagdflieger
Einzelnachweise[Bearbeiten]
Personendaten | |
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NAME | Seeger, Günther |
ALTERNATIVNAMEN | Seeger, Hupatz (Spitzname) |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jagdflieger |
GEBURTSDATUM | 9. September 1918 |
GEBURTSORT | Offenbach am Main |
STERBEDATUM | 6. September 2013 |
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