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Zeitungsnachlese

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Zeitungsnachlese bezeichnet in den meisten Fällen das zielgerichtete Lesen nicht mehr aktueller, aber noch zeitnah erschienener Periodika.

Meistens ist das planmäßige Lesen bestimmter Periodika eines kurz zurückliegenden Zeitraums damit gemeint. Das ist z. B. der Fall, wenn jemand am Wochenende die Zeitungsausgaben der vergangenen Woche studiert[1] oder nach der Rückkehr von einer Reise die versäumten Ausgaben seiner gewohnten Zeitung liest.

Gelegentlich wird auch das gezielte Auswerten der in einem überschaubaren zurückliegenden Zeitraum erschienenen Berichterstattung zu einem bestimmten Thema als Zeitungsnachlese bezeichnet.[2] Auch in einer Presseschau werden solche thematisch ausgesuchten Berichte zusammengetragen.

Ebenso findet sich eine Begriffsbedeutung, bei der die Nachbetrachtung anderer Medieninhalte, etwa jener des Fernsehens, in einem gedruckten Medium im Vordergrund steht. In diesem Sinn erklärte der damalige Kommunikationschef der österreichischen SPÖ, Heinz Lederer, im Jahr 1999 über die öffentliche Wirkung von Politikerauftritten in Fernsehsendungen: „Der TV-Auftritt allein bringt nichts. Entscheidend ist die Kombination Fernsehen und Zeitungsnachlese.“[3] Auch der österreichische Sender ORF gibt eine Zeitschrift ORF nachlese heraus, in der Materialien und Informationen zu den Sendungen des vergangenen Monats nachgereicht werden.

Das Studium alter Periodika aus historischem Interesse wird hingegen nicht als Zeitungsnachlese aufgefasst, ebenso wenig wie die Nutzung eines redaktionell zusammengestellten Pressespiegels der aktuellen Presseberichterstattung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tagebuchnotiz vom 14. August 1932 von Heinrich Schenker. In: Schenker Documents Online, Onlinepublikation 2020 (Transkription: Marko Deisinger).
  2. Eva Sabine Kuntz: Konstanz und Wandel von Stereotypen. Deutschlandbilder in der italienischen Presse nach dem Zweiten Weltkrieg (= Italien in Geschichte und Gegenwart, Band 9). Peter Lang, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-631-32157-0, S. 22:
    Erste Hinweise zur Behandlung der deutschen Frage in der italienischen Presse geben Sergio Bologna und Heinrich Lintze. Ihre „Zeitungsnachlese“, wie sie es selbst nennen, beschränkt sich aber auf den Zeitraum vom Mauerfall bis zum Kohl-Besuch im Kaukasus im Juli 1990 und auf die Auswertung einiger weniger ausgewählter Artikel.
  3. Martina Lettner TV-Duelle: Vorspiel, Nachspiel, Mittendrin (PDF; 8,2 MB). Dissertation, Universität Wien, Dezember 2010, S. 159 (Zitat nach profil vom 6. September 1999).


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